Die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig feiert "100 Jahre Kirchenmusikalisches Institut“. Am Freitag, 6. November, steht auch das Konzert mit dem Hochschulsinfonieorchester ganz im Zeichen des Jubiläums.
Zwei Studierende der Meisterklasse von Prof. Dr. Martin Schhmeding spielen zwei selten zu hörende Orgelwerke mit Orchester. Zum einen das Konzert für Orgel, Knabenchor, Bläser und Streichorchester op. 38 von Walter Braunfels, welches er dem damaligen Thomaskantor und Gewandhausorganisten Günhter Ramin widmete. Zum anderen die eindrucksvolle "Toccata Festiva" von Samuel Barber. Umrahmt werden die beiden Werke von Liszts 3. Sinfonischen Dichtung „Les Preludes“ und Mendelssohns 5. Sinfonie – der „Reformationssinfonie“.
Karten sind ab 18:30 Uhr noch an der Abendkasse in der Grassistraße 8 erhältlich, aber auch bei den Vorverkaufsstellen und im Internet unter https://hmt-leipzig.reservix.de/events.
Fortgesetzt werden die Jubiläums-Feierlichkeiten am Samstag 15 Uhr mit der Motette in der Thomaskirche und dem von PORSCHE präsentierten Wettbewerb für Orgelimprovisation in der Nikolaikirche (17 Uhr: Semifinale, 20 Uhr: Finale). Den Abschluss bildet der Festgottesdienst am Sonntag, 8. November, 11 Uhr, im Paulinum mit dem Chor des Kirchenmusikalischen Instituts + Ehemaligen, Universitätsprediger Prof. Dr. Dr. Andreas Schüle, Landesbischof Tobias Bilz und Bischof Heinrich Timmerevers.
Die Musikhochschule schreibt zur Geschichte ihres Instituts:
Das Kirchenmusikalische Institut der Hochschule für Musik und Theater Leipzig steht wie kaum eine andere kirchenmusikalische Ausbildungsstätte Deutschlands in einer bedeutenden Tradition. 2026 feiert es sein 100. Jubiläum.
Schon mit der Gründung des Leipziger Konservatoriums durch Felix Mendelssohn Bartholdy 1843 begann die Ausbildung im Fach Orgel. Im Jahre 1907 wurde Thomasorganist Karl Straube als Orgellehrer berufen, womit die Geschichte der „Leipziger Orgelschule“ ihren Anfang nahm.
1921 erfolgte durch Straube zunächst die Gründung des „Instituts für Kirchenmusik“, das 1926 als „Kirchenmusikalisches Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens am Landeskonservatorium für Musik“ seine endgültige Gestalt erhielt. Während der zwei Diktaturen (NS-Zeit ab 1933 und DDR ab 1949) wurde das Institut jedoch de facto aufgelöst.
1992 erfolgte auf Drängen damaliger Studierender seine Wiedergründung. Zum Ausbildungsprofil zählen heute Bachelor- und Masterstudiengänge in Kirchenmusik, Chor- und Ensembleleitung und Orgel sowie Meisterklassenstudiengänge. Neben dem reichen Orgelbestand der Hochschule selbst bietet das musikalische Umfeld beispielsweise mit den berühmten Kirchen in Leipzig und seinem Umland, mit der Universitätsmusik und dem Gewandhaus exzellente Ausbildungsbedingungen.