Cornelius Meister wird GMD in Heidelberg


30.07.04 -
Der Streit um die Nachfolge des Generalmusikdirektors in Heidelberg ist beigelegt. Der 24-jährige Cornelius Meister, der zur Zeit an der Staatsoper Hannover dirigiert, tritt die Stelle zur Spielzeit 2005 bis 2006 an.
30.07.2004 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Stadtrat und Orchester hatten sich im vergangenen Jahr um die Nachfolge gestritten. Das Orchester hatte sich nicht ausreichend in die Entscheidung eingebunden gefühlt. Der vielfach ausgezeichnete Meister wird Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor sein.

Cornelius Meister wurde 1980 in Hannover geboren. Ab 1996 studierte er Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover (u.a. bei Eiji Oue) und setzte sein Dirigierstudium 2000 bis 2001 am Salzburger “Mozarteum” bei Dennis Russell Davies fort.

Bereits während seines Studiums war Cornelius Meister mehrfacher Preisträger verschiedener Wettbewerbe (u.a. Deutsche Stiftung Musikleben beim Deutschen Musikwettbewerb verbunden mit der Aufnahme in die Bundesauswahl “Konzerte Junger Künstler”), außerdem ist er Stipendiat des Deutschen Musikrats, der Richard-Wagner-Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben, der “Akademie Musiktheater heute” und der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Als Pianist gastierte er u.a. in New York, Lissabon, Brüssel und Venedig sowie bei zahlreichen Festivals und brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung (u.a. von Hans Zender und Manfred Trojahn). Seit 1999 dirigiert er das Jugendsinfonieorchester Hannover, 2000 war er musikalischer Leiter der “Cinderella”-Produktion am Jungen Forum Musiktheater Hamburg. 2001 wurde er Assistent des GMD am Theater Erfurt, 2002 gab er sein Debüt an der Hamburgischen Staatsoper mit Hans Werner Henzes “Pollicino”. 2003 wurde er in die Bundesauswahl “Dirigentenforum” des Deutschen Musikrats aufgenommen. Im Mai 2003 dirigierte er u.a. erstmals das Philharmonische Staatsorchester Hamburg.

Seit Beginn der Spielzeit 2003/2004 ist Cornelius Meister an der Staatsoper Hannover engagiert und wird neben der Neuproduktion von “Die Fledermaus” u.a. auch “La Traviata”, “Die Zauberflöte”, “Die Entführung aus dem Serail” und “Hänsel und Gretel” dirigieren.

Quelle: 3sat, Staatsoper Hannover













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