Trio Heuken / Stadtfeld / Heigenhuber erhält Jazznachwuchspreis


04.10.19 -
Das Trio aus dem Vibraphonisten Volker Heuken, dem Schlagzeuger Max Stadtfeld und dem Kontrabassisten Lorenz Heigenhuber erhält den diesjährigen Jazznachwuchspreis der Stadt Leipzig. Er wird von Oberbürgermeister Burkhard Jung am 10. Oktober im Rahmen der Eröffnung der 43. Leipziger Jazztage verliehen.
04.10.2019 - Von PM, KIZ

Der Jazznachwuchspreis der Stadt Leipzig ist auf 6.500 Euro dotiert und wird von der Marion Ermer Stiftung mit 1.000 Euro unterstützt. Nach der Verleihung wird das Trio in einem Preisträgerkonzert zu hören sein. Drei musikalisch gleichberechtigte Individualisten vereinen sich dann gemeinsam im Ensembleklang. 

Die namhafte Jury aus Nicole Johänntgen, Christian Lillinger und Bert Noglik kürte das Preisträgertrio aus sechzehn Bewerbungen. In der Begründung für die Preisvergabe heißt es: „Das Trio Heuken / Stadtfeld / Heigenhuber überzeugt mit einem auf dichter Interaktion beruhenden Spiel in der exquisiten Besetzung mit Vibraphon, Schlagzeug und Kontrabass. Dabei tragen alle Instrumente gleichberechtigt zu einem kammermusikalisch orientierten Jazz voller Drive und Dynamik bei. Der Vibraphonist Volker Heuken, der Schlagzeuger Max Stadtfeld und der Kontrabassist Lorenz Heigenhuber haben sich während ihres Studiums an der Leipziger Musikhochschule zum Trio zusammengeschlossen und in einem dreijährigen gruppenbezogenen Arbeitsprozess zu einem Bandprofil mit einer eigenen Klangsprache gefunden. Die Musiker, die auch Veranstaltungsreihen initiieren, tragen mit ihrem Schaffen zu einer Bereicherung der Leipziger Jazzszene bei.“

Seit ihrem ersten Zusammentreffen 2017 arbeiten die Musiker kontinuierlich an ihrer Klangsprache und ihrem konzeptionellen Vorgehen auf der Bühne. Das Vibraphon steht dabei im Mittelpunkt des Geschehens. Für diese ungewöhnliche Trio-Besetzung gibt es in der Jazzgeschichte kaum Vorbilder. Sie ist aber bei weitem nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal für die drei Wahl-Leipziger. Die Kompositionen lassen den Musikern alle Freiheiten zur Interpretation und zur Improvisation. Diese Offenheit wird zur ständigen Metamorphose und zum „instant composing“ während der Stücke genutzt. Dadurch werden gängige, jazztypische Strukturen aufgebrochen und neu verhandelt. Absprachen werden immer nur im Hier und Jetzt getroffen, so dass jedes Stück seinen eigenen Charakter erhält und dieser jedes Mal neu austariert wird. Jeder Abend erhält somit sein eigenes Gesicht. Die Art des Zusammenspiels erfordert blindes Vertrauen und gute Kenntnisse der Klangsprache der anderen mitwirkenden Musiker. Dieser hohe Grad an Freiheit und Individualität ist in dieser Form sowohl in Leipzig als auch über die Stadt hinaus etwas Besonderes.

Der Jazznachwuchspreis wird im Rahmen der Leipziger Jazztage verliehen, die vom Kulturamt gefördert werden.

10. Oktober, 20 Uhr, im UT Connewitz (Leipzig, Wolfgang-Heinze-Str. 12a) 

Das könnte Sie auch interessieren: