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Der Autor Prof. h.c. Christoph Mayer. Foto: Nadine Targiel

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Briefe zur Musizierendengesundheit

Untertitel
Der Autor Prof. h.c. Christoph Mayer, Geiger, Instrumentalpädagoge und Musikphysiologe arbeitet als Technik- Coach mit der PWE violin technique® und als Dozent im Bereich Musizie­rendengesundheit.
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

ist Musizierendengesundheit für Euch ein Thema, das Euch interessiert oder mit dem Ihr schon zu tun habt? 

Ich möchte gerne meine eigenen Er­fahrungen, Gedanken und Ideen mit Euch teilen. Dazu schreibe ich Euch ei­nige Briefe, die ich ganz bewusst per­sönlich halte, denn was könnte persön­licher sein als unsere Gesundheit? 

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Nach einem harten Probentag, oder wenn wir intensiv geübt haben, kann es schon mal „zwicken“, wahrschein­lich haben alle von uns schon mal diese Erfahrung gemacht. Wenn das ab und zu einmal passiert, ist das nicht wei­ter schlimm. Nach etwas Dehnen und einer heißen Dusche geht es wieder, oder? Aber lasst uns das nicht unter­schätzen! Unser Körper hilft uns, in­dem er Warnsignale gibt. Was ich ge­rade geschildert habe, wäre die erste Warnstufe. Es gibt drei davon. 

Bei der nächsten Warnstufe mit häu­figerem Unwohlsein und/oder Ver­spannungen sollten wir handeln, be­vor echte körperliche Beschwerden und ständige Schmerzen beim Spiel als letzte Warnung auftreten. Es ist nö­tig, diese Warnsignale richtig zu ver­stehen, anstatt darüber hinwegzuge­hen, weil es uns in dem Moment nicht passt, weil wir es uns scheinbar „gera­de jetzt nicht leisten können“, oder mit welchen Gründen auch immer wir uns vertrösten. 

Spätestens bei der letzten Stufe sollten wir über Ursachen und Veränderungen nachdenken, denn die schlimmste Folge einer Fehleinschät­zung ist sicherlich der zeitweise oder komplette Verlust der Spielfähigkeit. Tatsächlich war ich vor ziemlich vielen Jahren selbst an genau diesem Punkt. Davon erzähle ich Euch später mehr. Aber so viel kann ich Euch schon sa­gen: Damals gab es keine dieser vie­len Möglichkeiten, die heute zum The­ma Musizierendengesundheit angebo­ten werden, die vielen Publikationen, Workshopangebote, Fortbildungs­kurse, Musikersprechstunden und so weiter. 

In jedem Fall sollten wir uns ganz grund­sätzlich präventiv vor Überlastung und ihren Folgen schützen. Womit könnten wir alle also anfangen? Zuerst einmal müssen wir verstehen, dass wir Spit­zensportlerinnen und -sportler im Be­reich Musik sind. Quasi nicht nur Ton­künstler, sondern auch „Tonsportler“... 

Deshalb: Wie alle Sporttreibende müssen wir uns dringend aufwärmen, also unseren Körper auf die Leistung und Belastung vorbereiten. Natürlich ohne Instrument, es ist ja nicht das Ein­spielen, was ich meine. Und nach dem „Sport“ machen wir Cool-Down, also die angespannte Muskulatur dehnen, strecken und ihr damit die Entspan­nung „erlauben“. 

Das reicht erstmal, oder? 

Alles Weitere schreibe ich Euch, wenn Ihr mögt, im nächsten Brief. 

Bis dahin liebe Grüße 

Euer Christoph 

Und bleibt neugierig! 

 

Infos: www.technikcoaching-cm.de 

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