Die Tagung der Gesellschaft für Musikpädagogik (GMP) findet vom 20. bis 22. März 2026 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK), Eschersheimer Landstraße 29–39, 60322 Frankfurt im Kleinen Saal statt.
Der Deutsche Musikrat informiert zu „Selbstständigkeit im Musikbereich“
Künstlerische Praxis und Routine
Künstlerische musikalische Praxis als Gegenstand von Unterricht findet nicht nur an Hochschulen, sondern auch an Musikschulen, allgemeinbildenden Schulen und im Privatunterricht statt. Je nach Institution sind an den Unterricht unterschiedliche pädagogische Anforderungen gerichtet, so dass sich auch die Frage nach dem Künstlerischen des Unterrichts jeweils unterschiedlich stellt.
Als allgemeines Spannungsfeld kann in künstlerischen Unterrichten die Anforderung gelten, Lernenden Strategien und Regeln zu vermitteln, die ihnen über das Hier und Jetzt musikalischer Tätigkeit im Unterricht Handlungsoptionen für zukünftige Situationen des Erarbeitens und Aufführens zur Verfügung stellen. Wie kann eine solche Routine vermittelt werden ohne den Anspruch des Künstlerischen zu konterkarieren? Welche Regeln und Strategien unterstützen den künstlerischen Prozess?
Die Jahrestagung der Gesellschaft für Musikpädagogik (GMP) im März in Frankfurt am Main lädt dazu ein, sich aus der Perspektive unterschiedlicher musikpädagogischer Berufsfelder mit den Beziehungen zwischen künstlerischer Praxis und Routine auseinanderzusetzen.
Der genaue Zeitplan der Tagung, die Themen und die Namen der Referent:innen sind dem nebenstehenden Kasten zu entnehmen.
Anmeldungen werden bis 10. März 2026 erbeten an Prof. Dr. Adrian Niegot - adrian.niegot
folkwang-uni.de (adrian[dot]niegot[at]folkwang-uni[dot]de)
Programm
Mitgliederversammlung im Rahmen der Tagung am 21. März
Freitag, 20.3.2026
13:30 Anreise und Kaffee
14:00 Begrüßung
Keynotes:
14:30 Routinen zwischen Stabilisierung und Veränderung. Perspektiven auf Tanz und Tanzwissenschaft (Katja Schneider)
15:15 Routine in künstlerischer Praxis - kann das gut gehen? (Ulrich Mahlert)
16:00 Pause
Freiheit und Entscheidung
16:30 Von Überoutinen zur künstlerischen Freiheit (Corinna Eikmeier)
17:00 Freiheit und Routine in der kollektiven musikalischen Improvisation (Andrea Welte & Katharina Sasse)
17:30 Pause
17:45 Routinen und die Freiheit der Entscheidung (Peter Mall)
18:15 Was und warum (nicht)? Wie beeinflussen (künstlerische) Routinen inhaltsbezogene Entscheidungen im Musikunterricht?
(Juliane Gerland & Malte Sachsse)
Samstag, 21.3.2026
Dimension Kunst
9:00 Schulischer Musikunterricht zwischen musikerzeugendem Tätigsein und künstlerischer Praxis. Eine Positionsbestimmung aus
historischer Perspektive (Katharina Schilling-Sandvoß)
9:30 Eine künstlerisch-systemische Brücke zwischen Kunst und Routine im Instrumentalunterricht (Maren Donner)
10:00 „Zwischentöne“ – Künstlerische Überoutinen in der inklusiven elementaren Musikpraxis (Helene Niggemeier & Nora Peters)
11:00 Inter-Aktionen: Musikunterricht zwischen „Kunst“ und ‚Praxis‘ (Alban Peters)
11:30 Künstlerische Praxis und Routine im Knabenchor (Lea Tigges)
12:15 Notenlesen als künstlerische Praxis im Musikunterricht (Paula Jehnichen)
12:45 Künstlerische Performance im Spannungsfeld von Neuer Musik, Gebärdenpoesie und Aesthetic of Access –
Zum besonderen Verhältnis von Aufführungspraxis und Routine im ensemble in transition (Désiree Hall & Constanze Tinawi)
13:15 Mittagspause + Stadtrundgang
Zeit und gutes Leben
15:30 Musikunterricht als Bühne der Verwandlung und als radikale Gegenwart (Adrian Niegot)
16:00 Zyklische Zeitstrukturen und gutes Leben. Die Rolle von Ritualen, Routinen und Gewohnheiten rund um den Musizierunterricht
(Jan David Wagner)
16:45 Dasselbe, das Gleiche, das Andere: Musikalische Routine als künstlerische Praxis? (Susanne Naumann)
17:15 Den Routinen musikpädagogischer Praxis vertrauen (Rico Hepp)
Sonntag, 22.3.2026
Wissen und Forschen
9:30 Abseits des Gewohnten – „TextArt“ als produktive Anregungskraft, Routinen künstlerischer Praxis zu durchbrechen (Workshop)
(Anna Catharina Nimczik)
10:30 Postdigitale Sensibilität zwischen Alltag und Entalltäglichung. Performative Gruppenkompositionen zu plattformisierten Musik-kon sum-Routinen (Andreas Höftmann)
11:00 Historische Perspektive auf die Ausdifferenzierung „regelbasierter Interpretationsmuster“ (Matthias Goebel)
11:45 Künstlerische Praxis und Künstlerische Forschung im Musikunterricht – Ereignisse, Routinen und ästhetisches Wissen in musikpäda-gogischer Perspektive (Maximilian Piotraschke)
12:15 Kunstschaffen und Individualität. Musikpädagogische Perspektiven (Peter W. Schatt)
12:45 Rückblick auf die Tagung mit Martina Benz
ca. 13:30 Uhr Ende der Veranstaltung
Tagungsgebühr
Die Tagungsgebühr beträgt für Mitglieder der GMP 30,- Euro und für Nichtmitglieder 50,- Euro.
Für alle Studierenden und für die Angehörigen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt entfällt die Tagungsgebühr.
Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr auf folgendes Konto:
IBAN: DE30 7905 0000 0046 2501 71, BIC: BYLADEM1SWU (Sparkasse Mainfranken Würzburg),
Zweck: Tagung 2026
Mitgliederversammlung
Im Rahmen der Tagung findet am 21. März ab 18.00 Uhr die Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Musikpädagogik (GMP) statt, zu der alle Mitglieder der GMP, aber auch alle Tagungsgäste herzlich eingeladen sind.
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