Freda Kaeßmann ist Freiwillige im Sozialen Jahr Kultur in der Musikakademie Schloss Weikersheim, Marcel Stroh absolviert einen Bundesfreiwilligendienst im Logierhaus und Laurin Heinz verstärkt, ebenfalls im Rahmen eines BFD, das Team des Generalsekretariats. Was sie motiviert und ihre Idee für das kommende Jahr ist, erzählen sie selbst:
Tausche Schule gegen Schlosspark – die neuen Freiwilligen der JMD. Foto: K. Bildstein
Sich einbringen, ausprobieren und weiterentwickeln
Ich bin Freda, 19 Jahre alt und komme aus München. Seit der Grundschule spiele ich Bratsche und habe schon in verschiedenen Orchestern mitgespielt. Bei meinem FSJ bei der JMD finde ich die vielen unterschiedlichen Gruppen spannend, die in der Akademie zusammenkommen. In meiner ersten Woche konnte ich bei den Konzerten des International Chamber Music Campus gleich bei der Bewirtung und beim Einlass mithelfen. Gleichzeitig habe ich festgestellt, wie viel Computerarbeit hinter dem Alltag einer Musikakademie steckt. Interessant finde ich auch, dass ich hier die Möglichkeit habe, Instrumente wie einen Kontrabass einfach einmal selbst auszuprobieren. Ich bin neugierig und hoffe, in diesem Jahr herauszufinden, welche berufliche Richtung zu mir passen könnte. Ich bin gespannt, mein eigenes Projekt zu organisieren, den Kleinkunstwettbewerb „Leben eben“ und freue mich besonders auf die Oper nächsten Sommer, weil ich dort die vielen Bereiche hinter einer Produktion kennenlernen kann – von Technik und Kostümen bis zum Bühnenbild und den Proben.
Mein Name ist Marcel, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Krautheim in Hohenlohe. Nach meinem Fachabitur im kaufmännischen Bereich habe ich mich für einen Bundesfreiwilligendienst im Logierhaus der Musikakademie entschieden: Dort empfange ich Gäste, gebe Schlüssel aus, nehme Buchungen vor, telefoniere mit Kunden und kümmere mich um ihre Anliegen. Außerdem helfe ich in der Küche und achte darauf, dass beispielsweise das Foyer ordentlich ist. Besonders gut gefällt mir die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen:innen. Überrascht haben mich vor allem die unterschiedlichen Arbeitszeiten und wie abwechslungsreich eine Tätigkeit an der Rezeption sein kann. Für meine Entscheidung für ein BFD war vor allem der Wunsch ausschlaggebend, etwas für die Gesellschaft zu leisten, mich einzubringen und weiterzuentwickeln. Musik ist eine große Leidenschaft von mir: In meiner Freizeit höre ich gerne Musik und produziere auch meine eigenen Songs. Deshalb macht es mich sehr glücklich, mit so vielen Menschen in Kontakt zu kommen, die sich ebenfalls dafür interessieren.
Ich bin Laurin, 18 Jahre alt, komme aus Bretzfeld und bin in diesem Jahr der „Bufdi“ im Generalsekretariat. Ich spiele Saxophon und habe schon während meiner Schulzeit bei Veranstaltungen in der Ton- und Lichttechnik mitgewirkt. Mit meiner Schule war ich zu Gast in der Musikakademie und habe die einzigartige Atmosphäre hier erlebt. Umso mehr freue ich mich, nun ein ganzes Jahr in dieser besonderen Umgebung verbringen zu dürfen. Im Generalsekretariat reichen meine Aufgaben von der Postverwaltung bis hin zur Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen. Als erstes Highlight habe ich mich beim Jugendorchester-Symposium um die Technik gekümmert, von der Kaffeemaschine bis hin zu Mikros und Aufnahmegeräten. Schön finde ich, dass die Kolleginnen und Kollegen jederzeit ein offenes Ohr haben und weiterhelfen. Für mich ist der Kontakt mit den Gästen interessant, weil ich viel über die unterschiedlichsten Musikgruppen und Menschen mit ihren musikalischen Hintergründen erfahre. Ich freue mich darauf, Kompetenzen zu stärken, die ich für meinen weiteren (noch offenen) Berufsweg mitnehmen kann.
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