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Kölner LOFT. Foto: © Thomas Ahrendt

Christine Siegert und Kulturministerin Ina Brandes (links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern der Spielstättenprogrammprämie am 10. Dezember 2025 im Kölner LOFT. Foto: © Thomas Ahrendt

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Landesmusikrat NRW 12/2025: Nachrichten

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Kulturministerin zeichnet Spielstätten aus, über den Landes-Chorwettbewerb, den School:Award:Music und das Instrument des Jahres 2026
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Unverzichtbar für die kulturelle Infrastruktur – Kulturministerin Ina Brandes zeichnete 21 Spielstätten aus 

Die Verleihung der Spielstättenpro­grammprämien NRW am 10. Dezem­ber im LOFT in Köln brachte Gäste aus Kultur, Politik und der freien Musiksze­ne zusammen und machte einmal mehr deutlich, welch zentrale Rolle die freien Spielstätten für die musikalische Vielfalt Nordrhein-Westfalens spielen. Hausherr Benedikt Müller eröffnete den Abend mit einem herzlichen Willkommen und erläuterte das Netz an kulturellen Un­ternehmungen, für das die Adresse des Lofts steht. 

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Die Verleihung der Spielstättenpro­grammprämien NRW am 10. Dezem­ber im LOFT in Köln brachte Gäste aus Kultur, Politik und der freien Musiksze­ne zusammen und machte einmal mehr deutlich, welch zentrale Rolle die freien Spielstätten für die musikalische Vielfalt Nordrhein-Westfalens spielen. Hausherr Benedikt Müller eröffnete den Abend mit einem herzlichen Willkommen und erläuterte das Netz an kulturellen Un­ternehmungen, für das die Adresse des Lofts steht. 

Die Präsidentin des Landesmusikrats NRW Christine Siegert würdigte die engagierte Arbeit der Spielstätten der freien Szene, die trotz schwieriger Rah­menbedingungen kuratorische Kon­zepte entwickeln, Programme organi­sieren und musikalischen Nachwuchs ebenso fördern wie experimentelle Projekte. Sie erinnerte daran, wie un­verzichtbar diese Orte für eine leben­dige, diverse Musiklandschaft sind und wie sehr sie zum gesellschaftlichen Zu­sammenhalt beitragen. 

Sie und Moderator Abhilash Arackal hoben die kulturpolitische Bedeutung der Spielstättenprogrammprämie NRW hervor, die vom Ministerium für Kul­tur und Wissenschaft und dem Landes­musikrat NRW bereits zum 17. Mal ver­geben wurde. Auch in Zeiten knapper Kassen zeige die Fortführung des För­derinstruments ein klares Signal der Wertschätzung gegenüber denjenigen, die Tag für Tag mit Leidenschaft Musik möglich machen. 

Kulturministerin Ina Brandes freute sich, 21 Spielstätten auszuzeichnen. Sie erhalten zusammen 130.000 Euro. Im Jahr 2026 sollen es 180.000 Euro sein, wie die Ministerin ankündigte – eine Anerkennung für herausragende Pro­gramme in Jazz, improvisierter Musik, avanciertem Pop und deren Grenzbe­reichen. Ina Brandes betonte die ge­sellschaftliche und kulturelle Bedeu­tung der unabhängigen Musikorte und hob hervor, wie wichtig ihre kontinu­ierliche Arbeit für die kulturelle Infra­struktur des Landes sei. Anschließend überreichte sie persönlich die Urkun­den an die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Häuser. 

Eine Prämie in Höhe von 12.000 Euro erhält das Domicil (Dortmund), je­weils 8.000 Euro gehen an die Gold­kante (Bochum), das Loch (Wupper­tal), die Werkstatt (Gelsenkirchen) und das zakk (Düsseldorf). Das Ar­theater (Köln), der Bilker Bunker/ Schleuse 2 (Düsseldorf), die Klang­brücke (Aachen), das Loft (Köln) und die Parzelle im Depot (Dortmund) er­halten eine Prämie von je 6.000 Euro. Je 5.000 Euro bekommen die Black Box im Cuba (Münster), der Bunker Ulmenwall (Bielefeld), das Dumont (Aachen), die Insel (Wuppertal), der Jazz Club Minden, der Jazzkeller Kre­feld, die Jazz-Schmiede (Düsseldorf), das Katakomben Theater (Essen), das King Georg (Köln), der ORT (Wupper­tal) und der Salon de Jazz (Köln). 

Nach dem offiziellen Teil folgten Worte von Hans-Martin Müller, dem Gründer des LOFT und über Jahrzehnte prägende Figur der improvisierten Mu­sikszene Kölns, und Abhilash Arackal stellte die Jury vor, die aus Ulla Oster, Christina Lux, Tim Isfort und Jens Py­per vom Kulturministerium sowie ihm selbst bestand. Ein Quartett sorgte für Jazz im Festakt: Felix Bork an der Trompete, Xaver Bodenstein an der Gi­tarre, Lena Lorberg am Bass und Niklas Wittig am Schlagzeug. 

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Landes-Chorwettbewerb

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Der Landesmusikrat NRW lädt Chöre aus allen Landesteilen zum Leistungs­vergleich und zur musikalischen Be­gegnung ein: Der 12. Landes-Chor­wettbewerb Nordrhein-Westfalen findet am 12. und 13. September 2026 in Dortmund statt. Zur Teilnahme ein­geladen ist die gesamte Bandbreite der Amateur-Chorszene – von Kinder­chören über Vokalensembles bis hin zu großen Konzertchören. Der Wett­bewerb ist das direkte Sprungbrett zum Deutschen Chorwettbewerb, der im Mai 2027 in Leipzig stattfin­det. Zudem hält der Landeswettbe­werb weiter an den bewährten Son­derformaten Interkulturelle Chöre und Schulchöre fest, neu sind Sonder­preise für den besten Chor mit Kin­dern im Grundschulalter und die mit­reißendste Performance im Kinder-und Jugendbereich. Ausschreibung und Anmeldung bis 30. April unter lmr-nrw.de/projekte/wettbewerbe/ 

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SAM – School:Award:Music

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Musik bewegt, verbindet – und ver­dient Anerkennung! Ab dem Schul­jahr 2025/2026 vergeben der Landes­musikrat NRW und der Bundesver­band Musikunterricht NRW erstmals den „SAM – School:Award:Music“: Eine neue Auszeichnung für Schüler:innen, die sich in besonde­rer Weise im schulischen Musikleben engagieren. Alle Grundschulen und weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen sind eingeladen, sich an diesem Verfahren zu beteili­gen und ihren musikalisch engagier­ten Nachwuchs auszuzeichnen. Der Musikpreis stärkt junge Menschen, die sich im Musikleben der Schu­le engagieren oder durch heraus­ragende Leistungen im Fach Musik oder durch besonderes Engagement in Ensembles, AGs, Veranstaltungen oder im Hintergrund schulischer Mu­sikprojekte verdient gemacht ha­ben. Ziel ist es, Eigeninitiative, Team­geist und musikalisches Talent zu würdigen – nicht mit Geld, sondern durch persönliche Wertschätzung. Die Teilnahme ist einfach: Nach den Halbjahreszeugnissen 2026 werden alle Schulen zur Nominierung aufge­rufen. Die Fachkonferenzen Musik können bis zum 15. März 2026 zwei Schüler*innen mit kurzer Begrün­dung vorschlagen. Die Urkunden des Landesmusikrats werden den Schu­len bis zum 1. Juni zugesandt – ideal für die feierliche Übergabe im Rah­men von Konzerten, Abschlussfeiern oder Schulfesten. Darüber hinaus ver­geben der Landesmusikrat, der Bun­desverband Musikunterricht NRW und der Verband Chor- und Ensem­bleleitung Deutschland jährlich ei­nige Sonderpreise, etwa die kosten­freie Teilnahme an Workshops der Landesmusikakademie NRW oder Coachings in Chorleitung. Der „SAM – School:Award:Music“ soll mehr sein als eine Auszeichnung – ein Impuls für gelebte musikalische Kultur an unseren Schulen! 

lmr-nrw.de/projekte/wettbewerbe 

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Tukur Schirmherr

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Ulrich Tukur hat in Nordrhein-West­falen die Schirmherrschaft für das „Instrument des Jahres 2026: Das Ak­kordeon“ übernommen. Einem brei­ten Publikum durch seine Film- und Theaterrollen bekannt, ist Tukur zu­gleich ein virtuoser Musiker, der das Akkordeon seit vielen Jahren auf den Bühnen Deutschlands spielt. Der Lan­desmusikrat gestaltet das Projekt „In­strument des Jahres“ in Zusammenar­beit mit den NRW-Landesverbänden des Deutschen Harmonika-Verbands und des Deutschen Akkordeonlehrer- Verbands. 

lmr-nrw.de/projekte/wettbewerbe

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