Mit großer Trauer nimmt der Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. (VBSM) Abschied von Johanna „Hanni“ Fischer, die über viele Jahre hinweg die Elternarbeit an Bayerns Musikschulen mit außergewöhnlichem Engagement, Beharrlichkeit und großer menschlicher Wärme geprägt hat. Bis Oktober 2025 stand sie als Erste Vorsitzende an der Spitze der Landesvereinigung der Elternvertretungen und Fördervereine der Musikschulen in Bayern e. V. (LEV) und war dem VBSM eine verlässliche, kluge und stets konstruktive Partnerin.
Johanna Fischer wird auf dem Musikschultag in Nürnberg 2025 von Markus Lentz als erste Vorsitzende der LEV verabschiedet. Foto: VBSM/Silja Eisenweger
Beharrlichkeit und menschliche Wärme
Seit ihrer Wahl in den Vorstand der LEV beim Bayerischen Musikschultag 2007 in Garmisch-Partenkirchen, zunächst als Schatzmeisterin, setzte sich Johanna Fischer mit ganzer Kraft für die Belange der Eltern, Kinder und Musikschulen ein. Sie erkannte früh das große Potenzial einer starken Elternarbeit und arbeitete unermüdlich daran, Elternvertretungen und Fördervereine an den Musikschulen zu integrieren sowie bestehende sichtbarer und wirksamer zu machen. Besonders am Herzen lag ihr dabei der persönliche Austausch: Sie reiste zu Musikschulkongressen im gesamten Bundesgebiet, knüpfte Kontakte zu Landesverbänden und belebte die Zusammenarbeit mit der Bundeselternvertretung.
Als Johanna Fischer 2019 den Vorsitz der LEV übernahm, erwies sie sich als starke und vorausschauende Kämpferin für die Interessen der Elternvertretungen. Mit großer Beharrlichkeit setzte sie sich dafür ein, die LEV stärker in die Arbeit des VBSM einzubinden und bewirkte, dass die LEV in erweiterten Vorstandssitzungen und Regionalkonferenzen eingebunden wird – heute eine Selbstverständlichkeit, die wesentlich auf ihr Wirken zurückgeht. Johanna Fischer war Ideengeberin, Netzwerkerin und Brückenbauerin. Sie organisierte gemeinsam mit der Hanns-Seidel-Stiftung hochwertige Fortbildungen für LEV-Mitglieder und förderte den direkten Austausch vor Ort durch Vorstandssitzungen an Musikschulen in ganz Bayern. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen blieb sie bis zuletzt Motor und verlässlicher Mittelpunkt ihres Teams. Ihr Engagement reichte weit über die Musikschularbeit hinaus. Ob für Kinder und Jugendliche, Flüchtlingskinder oder Senioren in Pflegeheimen. Stets setzte sie sich dafür ein, musikalische Bildung zugänglich zu machen und Menschen miteinander zu verbinden. Dass der VBSM sie im Jahr 2026 mit der Carl- Orff-Medaille, der höchsten Auszeichnung des Verbandes, ehren will, erfüllte sie mit großer Freude und Bescheidenheit zugleich. Die Verleihung wird nun posthum erfolgen. Der VBSM verliert mit Johanna Fischer eine außergewöhnliche Persönlichkeit, eine leidenschaftliche Fürsprecherin der musikalischen Bildung und eine geschätzte Weggefährtin.
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