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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Ganz einfach ein Mensch: Der Dirigent Gennadi Roschdestwenski ist gestorben – Ein Nachruf von Michael Ernst

18.06.18 (Michael Ernst) -
Er wollte keine Ikone sein, sondern ein Mensch. Nun ist der Dirigent Gennadi Roschdestwenski verstorben. 87 Jahre und bis fast zuletzt im Dienste der Musik – die großen Meastri sterben aus.

Das Glück der Reprise

15.06.18 (Eleonore Büning) -
Nicht alle Kreativen suchen die Einsamkeit. Nicht alle Künstler sehnen sich nach einer vita contemplativa und ziehen sich zum Denken und Dichten zurück ins Gehäus’, wie der heilige Hieronymus. Der Komponist Dieter Schnebel brauchte Menschen um sich herum. Er war immer unterwegs, bis zum Schluss, man traf ihn in Konzerten und Ausstellungen, auf Festivals und Akademien, im Publikum oder auf dem Podium, sanft, aber streitbar, still, aber stur. Und alleweil angetrieben von der wohl wichtigsten Kraftquelle seines Schaffens: der Neugierde.

Der Komponist Dieter Schnebel ist tot

21.05.18 (dpa, Schott Musikverlag) -
Er starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren an einem Herzleiden in Berlin, wie sein Sohn Andreas Schnebel der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuerst hatte Deutschlandfunk Kultur über den Tod Schnebels berichtet.

Ein richtig Guter

12.05.18 (Andreas Kolb) -
„War ich gut?“ – konnte Cecil Taylor seine Zuhörer nach einem furiosen Solokonzert fragen – ob er wohl darauf hoffte, seine Zuhörer hätten alle verfremdeten und versteckten BluesLicks, Bob-Phrasen und typische Jazz-Harmonien wahrgenommen, die er in seiner Improvisation „versteckt“ hatte? Es war immer alles da, die ganze Jazzgeschichte, aber eben „abstrakt“. Verstanden und bewundert hatte sein Publikum mit Gewissheit seine Performance, seinen Tanz auf der Tastatur, der sich nicht auf die Virtuosität eines Fingersatzes reduzieren ließ: Taylor spielte stets mit seinem gesamten Körper Klavier. Nicht umsonst wurde er immer wieder als Schlagzeuger und Perkussionist am Klavier beschrieben.

Eine Passion für einen Nicht-Christen

30.04.18 (Anna Schürmer) -
Hermann Keller hatte sein Lieblingszitat Arnold Schönberg abgelauscht: „Kunst ist der Notschrei jener, die an sich das Schicksal der Menschheit erleben.“ In den Worten erkannte der Berliner Komponist und Pianist, Improvisator und Avantgardist sich selbst: „Wenn ich mir vornehme, ich will etwas Extremes machen, dann wird das nix. Ich muss das natürlich erfahren haben und zwar freudvoll aber eben auch bitter – das gehört immer beides zusammen.“

Jazz-Musiker Cecil Taylor mit 89 gestorben

08.04.18 (dpa) -
Der einflussreiche Jazz-Pianist Cecil Taylor ist tot. Der Mitbegründer des freien Improvisationsstils Free Jazz sei am Donnerstag im Alter von 89 Jahren seinem Haus im New Yorker Stadtteil Brooklyn gestorben, berichtete die „New York Times“ am Freitag unter Berufung auf seinen gerichtlichen Vormund Adam Wilner. Informationen zur Todesursache gab es zunächst nicht.

Die Seele von Trikont

08.04.18 (Viktor Rotthaler) -
Die ungewöhnliche Todesanzeige seiner „ökolibertären Freunde“ in der SZ brachte es Anfang März auf den Punkt: „‚Trikont – Unsere Stimme‘, die Musik, die er verlegte, drückte unser Lebensgefühl aus. Musik von unten, aus den Kellern der Rebellion und den Stuben der Volksmusik. Aufsässig, melancholisch, melodisch, schrill. Er hatte keine Angst vor dem Hergebrachten, sei es in Bayern oder Louisiana. In seinem Eigensinn und seiner Unabhängigkeit war er unbeirrbar.“

Ein zweigeteiltes Leben für die Musik

06.04.18 (Michael Zwenzner) -
Die Eintrittskarten zum musica-viva-Wochenende mit Werken von Gérard Grisey und Georges Aperghis Mitte März waren (so die Freundin) schon bestellt, doch der Sitzplatz im Herkulessaal blieb leer, eine schmerzliche Lücke in der Musikwelt nicht nur Münchens tat sich unvermittelt auf. Der 1956 in der Metropole an der Isar geborene Komponist Klaus Karl Hübler erlag in seiner Wohnung den Folgen eines Sturzes, der wohl auch mit den Beeinträchtigungen nach einer schweren Erkrankung im Jahr 1989 zusammenhängen dürfte.

Der Jugendorchester-Visionär

30.03.18 (jmk) -
„Während wir eine Wegstrecke einmal bewältigen, ist er sie zweimal hin- und zurückgegangen,“ so charakterisierte eine Mitarbeiterin einmal den Gründer der venezolanischen Jugendorchesterbewegung „El Sistema“. Der 1939 geborene José Antonio Abreu hatte neben seiner musikalischen Ausbildung auch Volkswirtschaft und Jura studiert.

Venezolanischer Musiker und Komponist José Antonio Abreu gestorben [update, 26.3., ausführliche dpa-Meldung]

25.03.18 (dpa) -
Der venezolanische Musiker, Komponist und Gründer eines bahnbrechenden Kinder- und Jugendorchesterprojekts José Antonio Abreu ist tot. Er starb am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren, wie seine Angehörigen mitteilten.
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