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Alle Artikel kategorisiert unter »Nachruf«

Denken in Tönen

07.09.18 (Albrecht Dümling) -
Die Erkenntnis, dass Musik nicht nur tönend bewegte Form, sondern auch inhaltlich geprägt ist, war für Wolfgang Hufschmidt grundlegend. Immer wieder umkreiste sein musikalisches Denken das Verhältnis von Struktur und Semantik. Vielen seiner Werke liegen Texte zugrunde, die er aber nie bloß vertonte, sondern immer kritisch betrachtete.

Die Tagträumerin von Soulville

31.08.18 (Viktor Rotthaler) -
Es war Ende Juni 1968, vor fünfzig Jahren also, als eine afroamerikanische Sängerin ihre eigene Titelstory im Time Magazine bekam: Aretha Franklin. Es waren unruhige Zeiten. Wenige Wochen vorher waren Martin Luther King und Bobby Kennedy, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten ermordet worden. Schwere Schläge für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung, der Aretha Franklin ein Jahr vorher eine Hymne geschenkt hatte: „Respect“. Jetzt war „Lady Soul“ der Star der Stunde.

Israelischer Komponist Noam Sheriff gestorben

27.08.18 (dpa) -
Der israelische Komponist und Dirigent Noam Sheriff ist tot. Daniel Sheriff bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, sein Vater sei am Samstag im Alter von 83 Jahren gestorben. Der 1935 geborene Musiker hatte unter anderem in Berlin und Wien studiert. Sein Debüt hatte er als 22-Jähriger mit der Premiere seines Werks „Festival Prelude“, das Leonard Bernstein 1957 mit dem Israelischen Philharmonieorchester in Tel Aviv aufführte.

Eine Stimme für Jahrzehnte: „Lady Soul“ Aretha Franklin ist tot

16.08.18 (dpa, Johannes Schmitt-Tegge) -
Wer Aretha Franklin live erlebte, dem konnte ihre Stimme ins Mark gehen. Ihr wuchtiger Soul ließ schnell vergessen, dass sie die wenigsten ihrer Hits selbst schrieb. In Jahren voller sozialer Umbrüche in den USA lieferte Franklins Gesang den Soundtrack.

„Ihr Erbe wird weiterleben“ – „Queen of Soul“ Aretha Franklin ist tot

16.08.18 (Christina Horsten, dpa) -
Schon in den vergangenen Tagen hatten Berichte, dass die Sängerin Aretha Franklin schwer erkrankt sei, Fans und Wegbegleiter erschüttert. Jetzt ist die „Queen of Soul“ gestorben – und nicht nur die Musikwelt trauert.

Tómasz Stańko: Eine Trompetenstimme, rau und herzlich, ist verstummt

30.07.18 (Hans Kumpf) -
WARSCHAU. Oft bin ich mit dem Öffentlichen Nahverkehr in Warschau bei dem riesigen Gebäudekomplex des im südlichen Stadtteil Ursynow gelegenen Onkologie-Zentrums vorbeigekommen. Wenn jemand an den betreffenden Haltestellen aus dem Bus stieg, fragte ich mich: Ein Besucher für einen Todkranken? Ein angstvoller Patient vor der Untersuchung? [Erinnerungen an den polnischen Jazzmusiker von Hans Kumpf.]

Nachrufe

03.07.18 (nmz-red) -
John Hiseman +++ Enoch zu Guttenberg

Wegbereiter zwischen den Welten

03.07.18 (Michael Ernst) -
Sein Vater Nikolaj Pawlowitsch Anossow war in den 1930er Jahren ein berühmter Dirigent. Grund genug für den am noch berühmteren Moskauer Konservatorium ausgebildeten Sohn Gennadi, der 1931 in eine klassische Musikerfamilie hineingeboren worden ist, die eigene Laufbahn mit dem Mädchennamen seiner Mutter zu starten. Schlicht und einfach, weil er fürchtete, ansonsten in den Ruf der Vetternwirtschaft zu geraten. Völlig frei davon steht der Name Roschdestwenski heute für eine berühmte Musikerdynastie.

Ganz einfach ein Mensch: Der Dirigent Gennadi Roschdestwenski ist gestorben – Ein Nachruf von Michael Ernst

18.06.18 (Michael Ernst) -
Er wollte keine Ikone sein, sondern ein Mensch. Nun ist der Dirigent Gennadi Roschdestwenski verstorben. 87 Jahre und bis fast zuletzt im Dienste der Musik – die großen Meastri sterben aus.

Das Glück der Reprise

15.06.18 (Eleonore Büning) -
Nicht alle Kreativen suchen die Einsamkeit. Nicht alle Künstler sehnen sich nach einer vita contemplativa und ziehen sich zum Denken und Dichten zurück ins Gehäus’, wie der heilige Hieronymus. Der Komponist Dieter Schnebel brauchte Menschen um sich herum. Er war immer unterwegs, bis zum Schluss, man traf ihn in Konzerten und Ausstellungen, auf Festivals und Akademien, im Publikum oder auf dem Podium, sanft, aber streitbar, still, aber stur. Und alleweil angetrieben von der wohl wichtigsten Kraftquelle seines Schaffens: der Neugierde.
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