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Das Young Jazz Collective Ingelheim begeistert auf der Bühne des Jazz-Festivals der Musikschule im WBZ Ingelheim. Foto: © Kristina Stelter

Mitreißend, energiegeladen und voller Spielfreude: Das Young Jazz Collective Ingelheim begeistert auf der Bühne des Jazz-Festivals der Musikschule im WBZ Ingelheim. Foto: © Kristina Stelter

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Jazz in Ingelheim: Die RockPopJazz Factory

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Vier Ensembles beim Jazzfestival im Kloster Engelthal Wasem zum Jubiläum der Musikschule im WBZ Ingelheim
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Die RockPopJazz Factory (RPJ Facto­ry) der Musikschule im WBZ Ingelheim steht seit fast zehn Jahren für musika­lische Vielfalt. Seit ihrer Gründung 2017 ist die Abteilung vor allem mit Rock-und Pop-Ensembles präsent. In den ver­gangenen Jahren hat sich jedoch auch der Jazz zu einem festen und leben­digen Bestandteil des Angebots ent­wickelt – als bewusste Erweiterung des musikalischen Spektrums. 

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„Unser Kern war und bleibt die Band­arbeit in Rock und Pop“, sagt Kerstin Haberecht, Leiterin der RPJ Factory. Mit zwölf festen Ensembles in unter­schiedlichen Altersgruppen und Stil­richtungen und einem umfassenden Angebot im Bereich des Instrumental-und Vokalunterrichts hat sich die Ab­teilung längst einen Namen gemacht. Zugleich eröffnen sich immer mehr Möglichkeiten auch für Jazzinteres­sierte, insbesondere für Jugendliche. 

Die RPJ Factory bietet ein breites Spektrum musikalischer Bildung: Schon Grundschulkinder können im „GrooveLAB“ erste Erfahrungen an Bandinstrumenten sammeln. Ältere Schülerinnen und Schüler erhalten ne­ben dem Bandunterricht auch leistungs­orientierte Förderung in Rock, Pop und zunehmend im Jazz. Besonders talen­tierte Jugendliche werden zudem in der studienvorbereitenden Ausbildung be­gleitet. „Es geht uns darum, jedem die Chance zu geben, sich musikalisch aus­zuprobieren und weiterzuentwickeln – unabhängig vom Genre“, betont Christel Bieger, Leiterin der Musikschule. 

Ein besonderer Höhepunkt dieser Entwicklung war Ende Februar 2026 das Jazzfestival im Kloster Engelthal in Ingelheim: Als Auftakt zum 70-jäh­rigen Jubiläum der Musikschule prä­sentierten vier Ensembles an dem historischen Ort im Rahmen von „Wa­sems Kulturscheune“ einen Abend, der in dieser Form Premiere hatte und die wachsende Jazzszene in Ingelheim ein­drucksvoll sichtbar machte. Das Pu­blikum zeigte sich begeistert und be­lohnte die Darbietungen der Bands mit Standings Ovations und langanhal­tendem Applaus. 

Miles Away 

Das Ensemble Miles Away setzt sich aus erfahrenen Musikerinnen und Mu­sikern zusammen und interpretierte klassische Jazzstandards auf moderne Weise. Mit einer Mischung aus virtuo­sen Soli, groovigen Rhythmen und ex­perimentellen Klängen begeisterte die Band aus Rhythmusgruppe und fünf Bläsern ihr Publikum. Besonders die eigenen Kompositionen und Arrange­ments, die sich an den großen Vorbil­dern des Modern Jazz wie Miles Davis orientieren, zeigen die kreative Band­breite des Ensembles. 

Tune up! 

Das Saxophon-Ensemble Tune up! hat sich in den letzten Jahren auf eine Be­setzung mit Alt- /Sopran-, Alt-, 2 Te­nor- und 2 Baritonsaxophonen einge­spielt. Das Programm umfasste Ar­rangements aus Klassik und Jazz, wie sie bei keinem typischen Saxophonabend fehlen dürfen, sowie spezielle Arrangements und Eigenkompositionen für diese besondere Besetzung. So klang „Peter Gunn“ durch die zwei Baritonsaxophone besonders kraft­voll, während auch Arrangements wie „Lucky Seven“ mit Leiterin Kerstin Ha­berecht eindrucksvoll aufgeführt wer­den konnten. 

Young Jazz Collective Ingelheim 

Das Young Jazz Collective Ingelheim gehört seit zwei Jahren als festes Ju­gendensemble zum Angebot der Mu­sikschule und hat sich in der kurzen Zeit bereits einen Namen gemacht. Die jungen Musikerinnen und Musiker brin­gen frischen Wind in die Jazzszene und überzeugen durch ihre Energie, Kreati­vität und den Mut, neue Wege zu gehen. Das Ensemble hat kürzlich äußerst er­folgreich bei „Jugend jazzt“ teilgenom­men und zeigte mit einer beeindru­ckenden musikalischen Performance, wie lebendig und zukunftsorientiert der Jazz in Ingelheim ist. 

Brass4Life 

Brass4Life unter der Leitung von Niklas Müller ist eine Bläserformation, die mit groovigen Arrangements und mitreißenden Rhythmen das Publi­kum begeisterte. Die Band verbindet Elemente aus Jazz, Funk und Soul und schafft so einen einzigartigen Sound, der sowohl traditionelle als auch mo­derne Einflüsse vereint. Besonders die dynamischen Live-Auftritte und die interaktive Bühnenpräsenz machen Brass4Life zu einem Highlight jedes Konzerts. 

„Es ging uns darum, unseren eige­nen Ensembles eine Bühne zu geben und zu zeigen, was in den letzten Jah­ren gewachsen ist“, erklärt Christel Bieger. „Das Festival bot nicht nur den Ensembles und ihrem Publikum eine Plattform, sondern zeigte auch der Öf­fentlichkeit, wie lebendig und vielfältig die Jazzszene in Ingelheim inzwischen ist. Gerade im Jubiläumsjahr ist es uns wichtig, auch Räume außerhalb der Mu­sikschule zu bespielen.“ 

Mit Blick auf zehn Jahre RockPopJazz Factory im Jahr 2027 ist ein Ziel, den Jazzbereich – und besonders die Arbeit mit Jugendlichen – weiter zu stärken. „Jazz ist kein Trend, sondern eine Berei­cherung unseres Angebots“, sagt Kerstin Haberecht. Das Jazzfestival im Kloster Engelthal war damit mehr als ein Kon­zertabend: Es war ein sichtbares Zei­chen dafür, dass Jazz in Ingelheim ange­kommen ist – und bleiben wird. 

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