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Teilnehmende des ersten Durchgangs des Schülermentorenprogramms Musik: EMP/Rhythmik 2025/2026. Foto: Fabry

Teilnehmende des ersten Durchgangs des Schülermentorenprogramms Musik: EMP/Rhythmik 2025/2026. Foto: Fabry

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Nachwuchs für Elementare Musikpädagogik

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Das Schülermentorenprogramm Musik: EMP/Rhythmik geht 2027 in die zweite Runde
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Mit dem Schülermentorenprogramm Musik: EMP/Rhythmik will Baden- Württemberg Jugendliche frühzeitig für die Elementare Musikpädagogik gewinnen. Nach dem Pilotdurchgang 2025 startet das Programm im Januar 2027 in eine zweite Runde. 

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Als im September 2025 dreizehn junge Menschen aus Baden- Württemberg an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) in Stuttgart für das erste Workshop-Wochenende des Pilot­projekts „Mentorenprogramm Elemen­tare Musikpädagogik (EMP)/Rhythmik“ zusammenkommen, können die meisten sich unter „Elementarer Musikpä­dagogik (EMP)“ und „Rhythmik“ zu­nächst nur wenig Konkretes vorstellen. Genau das soll das Programm ändern: Es will angesichts des Fachkräfteman­gels Jugendliche frühzeitig für das Be­rufsfeld gewinnen. 

Das „Mentorenprogramm EMP/ Rhythmik“ wurde 2025 vom Landesver­band der Musikschulen Baden-Württembergs, dem Zentrum für Schulqua­lität und Lehrerbildung (ZSL) und dem Kultusministerium Baden-Württem­berg entwickelt. Es erweitert das seit 1997 bestehende „Schülermentorenpro­gramm Musik“ um den Bereich EMP/ Rhythmik. 

Das Programm verfolgt dabei vor allem zwei Ziele: Angesichts des Fach­kräftemangels in Musikschulen, insbe­sondere im Bereich EMP, soll das Pro­gramm das Interesse an einem Beruf in der EMP wecken. Darüber hinaus qualifiziert das Programm junge Men­schen dazu, eine assistierende Rolle im Bereich EMP/Rhythmik überneh­men zu können. Jugendliche ab 15 Jahren kommen über das Programm mit EMP/Rhythmik und den entspre­chenden Berufsmöglichkeiten in Kon­takt und gewinnen Einblicke in Studi­um und pädagogische Praxis. Viele der Teilnehmenden, das wird im Gespräch deutlich, sind der EMP zuletzt als Kin­dergartenkinder, beispielsweise im Rahmen einer Musikalischen Früher­ziehung begegnet. Sie konnten sich vor ihrer Teilnahme vorstellen „etwas mit Musik“ zu machen, hatten aber oftmals die EMP/Rhythmik als Studienfach und späteres Arbeitsfeld gar nicht auf dem Schirm. 

In den Workshop-Wochenenden, die Ruth Wörner, Dozentin für EMP und Rhythmik an der HMDK Stuttgart, ge­meinsam mit drei Studierenden der EMP im Rahmen eines Praxissemi­nars anleitete, standen Improvisation und Experimentieren im Vordergrund, sowohl mit Instrumenten als auch in der Bewegung. Von Kinderliedern über Sprechverse bis zu Bodypercussion und Klanggeschichten lernten die Teil­nehmenden viele Möglichkeiten ken­nen, um Musik, Sprache und Bewegung in Verbindung zu bringen. 

Die Teilnehmenden entwarfen einer­seits Ideen und Variationen für die Um­setzung in den Hospitationsstunden, entwickelten andererseits aber auch ihre eigenen musikalischen Fähigkei­ten weiter und brachten ihre Kreativi­tät ein. Die Durchführung der Work­shops an der Musikhochschule Stutt­gart bot den Teilnehmenden darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Hoch­schule und Studierende des Studien­gangs EMP kennenzulernen. 

Zwischen den Workshop-Wochenen­den absolvierten die Teilnehmenden an einer Musikschule in ihrem Heimat­ort je zwölf Hospitations- oder Praxis­stunden. Sie hatten so die Gelegenheit, das Gelernte in der praktischen Um­setzung zu beobachten und im kleinen Rahmen selbst auszuprobieren. Betreut wurden sie dabei durch EMP-Fachkräf­te der örtlichen Musikschulen. Neben dem eigenen Anleiten eines Liedes oder eines Fingerspiels konnten die Jugend­lichen dort auch erleben, wie EMP und Rhythmik im beruflichen Kontext ange­wendet werden. Im Rahmen der Work­shops konnten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen bei den Hospita­tionen austauschen und diese gemein­sam reflektieren. 

Auch unabhängig von der späteren Berufswahl können die Teilnehmenden viel aus dem Programm für ihr eigenes Musizieren und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit mitnehmen. Rückbli­ckend nannten sie insbesondere „eine neue Herangehensweise an die Musik“ und einen „neuen Bezug zur Musik“. 

„Ein besonders großes Feld der EMP und der Rhythmik ist auf jeden Fall die Persönlichkeitsentwicklung der ein­zelnen Menschen“, sagt die Dozentin Ruth Wörner über ihren Eindruck vom ersten Durchgang des Mentorenpro­gramms. „Es ist beeindruckend, wie die jungen Menschen plötzlich völlig anders stehen und Musik machen mit den anderen Menschen um sie herum, wie sie aus der Improvisation gestal­ten und wie sie Freude und Lust haben, Musik über Bewegung, Sprache und Sinne auszudrücken.“ 

Das Programm wird als „Schüler­mentorenprogramm Musik: EMP/ Rhythmik“ ab Januar 2027 erneut an­geboten. Die Bewerbung für interes­sierte Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg ab 15 Jahren ist noch bis 6. November 2026 möglich. Weitere Informationen finden sich auf der Website des Landesverbandes der Musikschulen Baden-Württembergs https://www.musikschulen-bw.de/musikmentoren-emp. 

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