Die erweiterte Jazz-Radiowoche vom 27.06. bis 03.07.2022


(nmz) -
Ein kleiner Blick in die Radiowoche 26: Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin / Hommage an Charles Mingus im Wiener Porgy & Bess / Lionel Hampton / Lisbeth Quartett / Neuer Klavierjazz aus der Ukraine und Russland / Benyamin Nuss spielt Frederic Rzewski / Über Hände beim Musizieren / Bundesbegegnung Jugend jazzt in Lübeck / Isfar Sarabski Quartett im Oktober 2021 in Hamburg / Mary Halvorson – Code Girl | Jazzfest Berlin, November 2021 / Monheim Triennale 1 / Die Jones-Brüder – Aufnahmen von Hank, Thad und Elvin Jones / Johanna Borchert / Musik von Jubilar Joe Zawinul aus dem Wiener Funkhaus / Der amerikanische Pianist Gerald Clayton / Free Jazz Festival Saar 2022 / Weather Report: „8:30“ (1980).
26.06.2022 - Von mh

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Aktuell wieder ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

Inhalt


Senderliste:


mo – 27.06.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:30:00 | Ö1
Hommage an Charles Mingus im Wiener Porgy & Bess

Der 1979 verstorbene, US-amerikanische Kontrabassist und Komponist Charles Mingus hätte am 22. April 2022 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Einen Tag später beging man im Wiener Jazzclub Porgy & Bess dieses Jubiläum mit einem eigens konzipierten, zweiteiligen Abend: Im ersten Teil brachten Bassist Gregor Aufmesser und Saxofonist Clemens Salesny mit ihrem Sextett Kompositionen aus unterschiedlichen Schaffensperioden Mingus’ -von „Peggy’s Blue Skylight“ bis „Devil Woman“ -zu Gehör, wobei der Klavierpart auf Martin Bayers Gitarre übertragen wurde. Im zweiten Teil des Abends war die Bearbeitung der Kompositionen von Mingus’ Album-Klassiker „The Black Saint and the Sinner Lady“ aus dem Jahr 1963 zu hören, interpretiert in elfköpfiger Orchesterbesetzung. Eine spektakuläre und würdige Hommage an Charles Mingus! Gestaltung: Marlene Schnedl

20:03 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur
In Concert: Festival Jazzdor Strasbourg-Berlin

Kesselhaus der Kulturbrauerei. Aufzeichnung vom 07.06.2022. Sylvain Cathala Trio feat. Kamila Jurban: Kamilya Jubran Oud, Gesang; Sylvain Cathala, Saxofon; Sarah Murcia, Kontrabass; Christophe Lavergne, Schlagzeug / Wassim Halal und Gamelan Puspawarna „Polyphemie“

Moderation: Matthias Wegner Zwei Deutschlandpremieren bei Jazzdor mit international besetzten Ensembles.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Giant Steps in Jazz Extended Version: Lionel Hampton

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Heute mit: Lisbeth Quartett: Release | Chris Torkewitz: NY Ensembles | Jakob Dinesen Quartet feat. Jeff „Tain“ Watts: Unconditional Love

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazztoday – Neues aus Köln

Mit dem „Jürgen Friedrich Large Ensemble“, Johannes Ludwig „Vagabond Souls“ und „Heiner Schmitz & Cologne Contemporary Orchestra“. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts


di – 28.06.2022


01:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Tonart: Jazz – Moderation: Manuela Krause

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

20:05 bis 21:00 | SWR 2
SWR2 Jazz Session: SWR2 Jazz College – Mit dem Paul Walke Trio, „Kruhm“ und dem Lisa Wilhelm Quartett

Von Julia Neupert. Nach der Premiere im Herbst – jetzt die zweite Ausgabe des SWR2 Jazz College aus Mainz! Dort präsentierten sich Ende Mai im Roten Saal der Musikhochschule an einem Konzertabend drei Nachwuchsbands aus den Jazzinstituten in Mannheim, Stuttgart und Mainz. In dieser Jazz Session senden wir Ausschnitte von dem kleinen Minifestival.

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
Jazz Live: Einatmen und Loslassen – Das Lisbeth Quartett

Charlotte Greve, Altsaxofon; Manuel Schmiedel, Piano; Marc Muellbauer, Bass; Moritz Baumgärtner, Schlagzeug. Aufnahme vom 6.4.2022 aus dem Kölner Loft

Am Mikrofon: Thomas Loewner. Das Lisbeth Quartett ist seit 2009 eine Konstante der deutschen Jazzszene – obwohl die Bandleaderin, Saxofonistin Charlotte Greve, schon lange in New York lebt. Regelmäßig erarbeitet die Gruppe in Berlin neues Repertoire und geht damit auf Tour. Beim Konzert im Loft stellt sie erstmals das Programm der aktuellen Platte „Release“ vor. Die Musik dokumentiert einen Schritt ins Offene: Machte Charlotte Greve als Komponistin ihren Mitspielern anfangs noch Vorgaben, die bis in kleinste Details ausgearbeitet waren, verzichtet sie inzwischen häufig auf fest ausgeschriebene Parts. Das Ergebnis: eine atmosphärische Musik voll weit gespannter Bögen, die von Energie und Loslassen erzählt.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Jazz Grooves

Die ganze Welt des Jazz. Bekannte Namen, Newcomer und spannende Entdeckungen, Höhepunkte aus der Jazzgeschichte, besondere Jazzereignisse und Tipps zum Konzertgeschehen der Region.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Thomas Loewner

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Sounds of Sister Moon – Kosmische Musik und ihr Bezug zur Welt

Ein Dialog mit dem Mond – das ermöglicht das partizipative Projekt SISTER MOON der Münchner Klangkünstlerin Martine-Nicole Rojina. Menschen senden ihre Stimmen zum Mond, zurück kommt ein von der Mondoberfläche gezeichnetes Echo. In dieser kosmischen Sphäre, in die viele weitere Komponist*innen mit ihrer Musik und Klangkunst eintauchen, liegen verschiedene Dinge nah beieinander: ein technologisch-wissenschaftliches Interesse und spirituelle, metaphysische Bedeutungsebenen etwa. Ist das Universum als Projektionsfläche künstlerischen Arbeitens ein Gegenentwurf zu einer zeitgenössischen Musik, die sich eher auf die konkrete Alltags- und Medienwelt bezieht? Eine Sendung von 2019 über Mond-Echos, Science Fiction und astrologische Musik. Eine Sendung von Julian Kämper

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz and More: An den Rändern des Jazz

Am Mikrofon: Bianca Schwarz. Heute mit: Ark Noir: See You On The Other Side | Foaie Verde: Phoenix | Martell Beigang: Musical Matrix

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: News & Roots – Neuer Klavierjazz aus der Ukraine und Russland

Mit der russischen Pianistin Olga Reznichenko und mit den beiden ukrainischen Pianisten Vitalii Kyianytsia und Vadim Neselovskyi. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts


mi – 29.06.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Revolutionär, emotional und radikal zärtlich – Benyamin Nuss spielt Frederic Rzewski

Frederic Rzewski war eine schillernde Erscheinung in der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts, ein Avantgarde-Pianist und Komponist mit Hang zur Improvisation. Benyamin Nuss setzt ihm ein klingendes Denkmal.

Nuss, selbst pianistischer Grenzgänger zwischen den Musikwelten von Klassik, Jazz und Computerspielemusik widmet sich Werken von Rzewski. Der US-amerikanische Komponist wurde 1938 in Massachusetts geboren, lebte in den Siebzigern in Italien und lehrte von 1977 bis 2003 im belgischen Lüttich. Rzewskis bekanntestes Werk ist der Zyklus „The People United Will Never Be Defeated“. Er basiert auf dem chilenischen Revolutionslied „¡El pueblo unido, jamás será vencido!“ von Sergio Ortego und spinnt es in 36 Variationen fort. Frederic Rzewski vereint Protest, Avantgarde, Virtuosität, musikalischen Aufschrei, Märsche und Poesie und besticht mit schlichten, volksliedhaft tänzerischen Melodien, entfesselt erwartbare und unerwartete Töne. Die vier Stücke der „North American Ballads“ basieren ebenfalls auf Protestliedern, die bei Streiks und Gewerkschaftsauseinandersetzungen in Kohleminen und Baumwollfabriken gesungen worden sind. Benyamin Nuss stellt sich diesen Herausforderungen mit unbändiger Spielfreude, enormer Virtuosität und erstaunlicher Improvisationskunst.

Frederic Rzewski: The People United Will Never Be Defeated / North American Ballads. Benyamin Nuss, Klavier. Aufnahmen aus dem Kölner Funkhaus

21:05 – 22:00 | SWR2
SWR2 NOWJazz: HANDSPIEL – Über Hände beim Musizieren

Von Franziska Buhre. Wie Musiker*innen ihren Instrumenten Töne entlocken, scheint uns so selbstverständlich, dass wir den ausführenden Körperteilen kaum Beachtung schenken – den Händen. Dabei können ein Lauf über die Klaviertasten, Griffe und erweiterte Techniken auf Saxofonklappen, ein Streichen über ein Trommelfell oder rhythmisches Klatschen überaus faszinieren. Wie empfinden Musiker*innen ihre „Handhabe“ selbst, welcher Fürsorge bedürfen ihre Hände und erlernten sie ihren Beruf eigentlich als Handwerk? Die Sendung begibt sich anhand verschiedener Instrumentalist*innen auf Spurensuche.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Moderation: Manuela Krause

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazzfacts: What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Bei der letzten Aufnahmesession vom 23. bis 25. Mai spielte das hr-Jazzensemble etliche neue Kompositionen ein. Mit dabei waren dieses Mal: Christof Lauer, Sebastian Sternal, Bastian Weinig, John Schröder, Maximilian Shaikh-Yousef und Stefan Lottermann. Hören Sie heute den zweiten Teil dieser aktuellen Produktion.

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Jazz aus Nürnberg: Special

Die neue Band TwoTwo der Saxofonisten Lutz Häfner und Markus Harm mit ihrem Debütalbum „Sweet & Sour“. Moderation und Auswahl: Beate Sampson


do – 30.06.2022


17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

21:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk
JazzFacts: Das Ziel ist die Bühne – Die 18. Bundesbegegnung Jugend jazzt in Lübeck

Von Jan Tengeler. Seit 1997 versammelt die „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ den talentierten und ambitionierten Jazz-Nachwuchs aus ganz Deutschland. Konzipiert ist die Veranstaltung des Deutschen Musikrates als Mischung aus Wettbewerb, Festival, Konzertpodium, Kontakt- und Informationsbörse, aber auch als Workshop und Seminar. Dass dabei diverse Preise vergeben werden – u.a. die begehrte Zusage einer Produktion im Deutschlandfunk Kammermusiksaal – ist ein wichtiger, aber nicht dominierender, Aspekt. Entscheidend sind Austausch und öffentliche Praxis – das Ziel ist die Bühne. 2022 fand die Bundesbegegnung mit 13 Ensembles in Lübeck statt. In der Sendung werden herausragende Bands vorgestellt.

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz: Jazzland NRW – Neues von Heiner Schmitz, Moritz Preisler und Johanna Klein

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Werke von Michael Quell in einer BR-KLASSIK-Koproduktion

Michael Quell: „energeia aphanés II“ und „energeia aphanés III – physis“ (der gelbe klang); „String I“ (Benjamin Fischer, Oboe); „String III – Branes“ (der gelbe klang)

22:30 bis 23:00 | hr2-kultur
Jazz Now: Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen

Am Mikrofon: Daniella Baumeister. Heute mit: Francois de Ribaupierre: Lune de Jour | David Murray Brave New World Trio: Seriana Promethea | Stephen Philip Harvey Jazz Orchestra: Smash!

22:50 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor elf

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: All that Jazz – „It’s wonderful to be here. It’s certainly a thrill“

Das Rick Hollander Quartet spielt Stücke aus „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles

Mit Brian Levy (Flöte, Saxofon), Paul Brändle (Gitarre), Munguntovch Tsolmonbayar (Kontrabass) und Rick Hollander (Schlagzeug, Steel Drum, Gesang)

Aufnahme vom 13. Februar 2022 im Konzertstadl in Reimlingen bei Nördlingen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel


fr – 01.07.2022


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Sleep (an attempt at trying) – Von Arturas Bumšteinas

Mit: Kyrre Bjørkås (Stimme), Ilia Belorukov (Holzblasinstrumente), Dominykas Vyšniauskas (Flügelhorn), Tadas Žukauskas (Violine), Kêstutis Pleita (Viola), Anthony Pirog (Gitarre), Leonard van Voorst (Perkussion), Arturas Bumšteinas (Klavier, Akkordeon, Perkussion und Violine)

Moderation: Marcus Gammel. Musikaufnahmen: Arturas Bumšteinas und Thomas Monnerjahn. Komposition und Realisation: Arturas Bumšteinas. Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011. Länge: 54’30

Kurz nach Mitternacht. Sie sind noch wach? Dann haben wir ein paar Lieder für Sie! Musik von den Insomniacs, The Sleepless International und anderen. Nebenbei reden wir über Schlaflosigkeit, gerne auch mit Ihnen! Rufen Sie an: 08 00 22 54 22 54!

Arturas Bumšteinas ist ein Nachtmensch. Wie viele Künstler nutzt auch der litauische Komponist die nocturne Stimmung gern zum Arbeiten und Fabulieren. Hellwach wurde Bumšteinas, als er auf einem Flohmarkt eine Sammlung von akustischen Einschlafhilfen entdeckte. Sofort erwarb er die Kassetten und ließ sie immer wieder an seinem Ohr vorüberziehen. Der Schlaf blieb zwar aus, dafür entfalteten die Bänder aber eine zutiefst hypnotische Wirkung. Bumšteinas begann, das Klangmaterial mit eigenen Aufnahmen anzureichern. Mit Diktiergeräten, Kassettenrekordern, Bandmaschinen und Computern orchestriert er ein nächtliches Schattenspiel der Klänge.

Arturas Bumšteinas, geboren 1982 in Vilnius, arbeitet an der Schnittstelle von Sound, Musik und Kunst. Werke in den Bereichen experimentelle Musik, Klanginstallation, Radio Art, Theatermusik, akustische Klangarbeiten. 2017 war Bumšteinas Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, 2021 Artist in Residence der Camargo Foundation. Seine Kompositionen wurden auf zahlreichen Festivals präsentiert, darunter Holland Festival, Unsound, Tectonics, Sensoralia, AngelicA, Vilnius Jazz, Ultraschall Berlin, Sonic Circuits. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: „thus time goes by“ (2018).

14:05:00 | Ö1
Isfar Sarabski Quartett im Oktober 2021 in Hamburg

Aserbaidschan stellt für viele Europäer:innen noch immer eine Terra incognita dar, was etwa die Musikszene betrifft. Zwischen persischer und arabischer Musik ist die aserbaidschanische Tradition der Mugham-Musik verortet, die seit Jahrhunderten ohne Notation von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Vor dieser Musikform, die von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde, verneigt sich auch der 1989 in Baku geborene Pianist Isfar Sarabski, indem er seinem fulminanten Jazz-Trio mit dem außergewöhnlichen Kontrabassisten Makar Novikov sowie Alexander Mashin am Schlagzeug die Langhalslaute Tar hinzufügt, gespielt vom Virtuosen Behruz Zeynal.

Sarabski, der in Baku und Boston studiert hat und 2009 den Klavierwettbewerb des Montreux Jazz Festival im Alter von 19 Jahren gewinnen konnte, verbindet seinen Mugham-Jazz mit Leichtigkeit mit Zitaten von Tschaikowsky und John Coltrane, um dann nahtlos in einen Swing-Blues zu verfallen. Das Konzert aus dem Rolf Liebermann Studio des NDR in Hamburg vom 22. Oktober 2021 hinterließ ein restlos verzücktes Publikum.  Gestaltung: Helmut Jasbar

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

22:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Jazz

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
BR-KLASSIK – Jazztime: Bühne frei im Studio 2 für das LBT

Mit Leo Betzl (Klavier), Maximilian Hirning (Kontrabass), Sebastian Wolfgruber (Schlagzeug). Aufnahmen vom 22. und 23. Juni 2022 im Münchner Funkhaus. Moderation und Auswahl: Beate Sampson


sa – 02.07.2022


09:05 bis 10:00 | SWR 2
SWR2 Musikstunde: Jazz across the border

Mit Günther Huesmann. Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer „global language“ geworden. „Jazz across the border“ hört auf unterhaltsam-informative Weise hin.

17:05 bis 17:55 | Bayern 2
Jazz & Politik: Politisches Feuilleton

17:50 bis 18:00 | SWR 2
SWR2 Jazz vor sechs

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
Live Jazz: Mary Halvorson – Code Girl | Jazzfest Berlin, November 2021

Am Mikrofon: Jürgen Schwab. Mary Halvorson – Code Girl || Mary Halvorson, g | Amirtha Kidambi, voc | Adam O’Farrill, tp | Brian Settles, ts | Michael Formanek, b | Tomas Fujiwara, dr | Jazzfest Berlin, Silent Green, Betonhalle, November 2021

20:04 bis 23:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Der Sound der Gegenwart legt in Monheim an – Monheim Triennale 1

Worüber soll man sich mehr wundern: über eine kleine Stadt, die sich in Krisenzeiten langfristig an ein neues Festival für experimentelle Musik bindet oder über das sagenhafte Line-up aus unterschiedlichsten Musikszenen?

Durchreisende Promis auf Stippvisite gibt es woanders. Prominenz gibt es durchaus bei der Monheim Triennale, aber die Musikerinnen und Musiker dieser Festivalneugründung sind gekommen, um zu bleiben. Sie sind gekommen, um miteinander in immer neuen unvorhergesehen Konstellationen zu spielen ohne sich dabei um Genregrenzen zu scheren: Radikale Improvisationen, Songkunst und Soundart werden hier nicht getrennt verhandelt, sondern als das gehört, was sie vor allem sind: Aktuelle Musik und soziale Interaktionen. Auf der Bühne des Festivalschiffs, im Cafe „Zum Goldenen Hans“ aber auch in Kirchen und Schulen. Im letzten Jahr beeindruckten Supergroups in der sogenannten „Prequel“-Ausgabe mit 14 Stars unterschiedlicher Szenen von Köln bis Kampala. Nach dieser Ouvertüre treten bei der ersten offiziellen Ausgabe 2022 nun 16 Klangprotagonisten mit ihren „Signature Projects“ zwischen Jazz, Global, Electronica und Neuer Musik an.

Farida Amadou meets Camae Ayewa aka „Moor Mother“ / Sam Amidon Band & Very Special Guest Marc Ribot / Kris Davis „Emergence Quartet“ / Hibo Elmi aka Hibotep mit Nihiloxica „Ruhan“ / Sofia Jernberg „Hymns and Laments“ / Park Jiha „The Gleam“ / Robert Landfermann „Rhenus“ / Ingrid Laubrock „Dreamt Twice, Twice Dreamt“ / Phillip Sollmann X Oren Ambarchi X Konrad Sprenger / Jennifer Walshe’s „Bizarre Supergroup“ with Matmos and Wobbly. Aufnahmen von der MS RheinGalaxie

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Jazztime: Die Jones-Brüder – Aufnahmen von Hank, Thad und Elvin Jones

Von Hans-Jürgen Schaal. Der Begriff „Jones“ ist nicht selten in der Jazzwelt. Drei wichtige Jazzmusiker dieses Namens waren tatsächlich leibliche Brüder: der Pianist Hank Jones (1918 – 2010), der Trompeter Thad Jones (1923 – 1986) und der Schlagzeuger Elvin Jones (1927 – 2004) – und alle drei hinterließen bleibende Spuren in der Jazzgeschichte. Hank war einer der führenden Pianisten im Hard Bop und Cool Jazz, während Thad als Trompeter und Arrangeur die Big Band-Welt prägen sollte und Elvin in den 1960er-Jahren zum Inbegriff der rhythmischen Befreiung wurde.

22:05 – 22:49, DLF Köln
Ostasien modern

Revisited Forum neuer Musik 2015: José Maceda und Jung-eun Park. Am Mikrofon: Frank Kämpfer

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: Offenheit und Wunder: Zu Gast Johanna Borchert

Moderation: Nabil Atassi. Zu Gast in Late Night Jazz: Johanna Borchert. Nach ihrem gefeierten Album „FM Biography“ war es zuletzt etwas stiller geworden um die gebürtige Bremerin, die lange in Berlin lebte und inzwischen Kopenhagen ihr Zuhause nennt. Jetzt meldet sie sich zurück und ist sich treu geblieben: Sie steht für musikalische Innovation, Offenheit und genreübergreifende Kunst. Ihr neues Album „Amniotic“ entstand anlässlich ihrer zweiten Schwangerschaft, die sie sehr offen thematisiert und sich mit dem Wunder der Reproduktion auseinandersetzt. In dieser Ausgabe Late Night Jazz kommt sie zum Gespräch und bringt von ihr komponierte und ausgesuchte Musik mit.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Dialog der Kulturen – Aktuelle Projekte des Goethe-Instituts

Die Zusammenarbeit des Bundesjugendorchesters mit dem Jugendorchester aus der Ukraine. Vorgestellt von Uta Sailer

23:08:00 | Ö1
Musik von Jubilar Joe Zawinul aus dem Wiener Funkhaus

Am 7. Juli 2022 hätte Österreichs berühmtester Jazzmusiker Joe Zawinul seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der 2007 verstorbene Wiener Pianist und Keyboarder, der 1959 in die USA übersiedelte, um in der Folge an der Seite von Trompeter Miles Davis sowie mit seiner gemeinsam mit Saxofonist Wayne Shorter geleiteten Band Weather Report Rock-Jazz-Geschichte zu schreiben, gilt als einer der weniger Europäer, die die Entwicklung des Jazz mitgeprägt haben. Gerhard Graml wird in dieser Jazznacht an den musikalischen Weltbürger aus Wien -Erdberg erinnern. Dabei werden auch Teile der Solo-Produktion erklingen, die Zawinul 1987 im Auftrag des damaligen ORF-Jazzredaktionsleiters Paul Polansky im Wiener Funkhaus aufgenommen hat. Damit, sowie mit Aufnahmen der ORF-Bigband, die in ihrer eine Dekade währenden Existenz (1971-81) im Wiener Funkhaus ihr Hauptquartier hatte, beschließt diese Jazznacht auch den heutigen Ö1 Funkhaustag.  Gestaltung: Gerhard Graml


so – 03.07.2022


00:05:00 | Ö1
(Fortsetzung) Musik von Jubilar Joe Zawinul aus dem Wiener Funkhaus

13:00 bis 14:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen: Mit dem Tango in den Konzertsaal – Die Musik von Astor Piazzolla

Am Anfang seiner Komponistenlaufbahn stehen klassische Orchesterwerke, schnell aber entdeckt Astor Piazzolla, dass der Tango seine eigentliche Musik und das Bandoneon sein Instrument ist. Zum 30. Todestag am 4. Juli zeigen Kaisers Klänge Piazzollas Musik in ihrer ganzen Bandbreite: von den frühen Sinfonien über die berühmten Tangos bis hin zur Tango-Oper und den späten Ausflügen in den Jazz.

17:10:00 | Ö1
Die H.C. Artmann-Vertonungen des vergangenen Jahres

Die Grenzen zwischen Dichtung und Musik sind fließend; nicht umsonst steckt schon dem Namen nach in der Lyrik ein Saiteninstrument. Und bei manchen Großen der Dichtkunst sind nicht nur die Texte an sich schon hochmusikalisch, sie laden auch noch zu komplexeren Vertonungen ein. H.C. Artmann gehört hier zweifellos dazu, und die musikalische Einladung in seiner Poesie wurde immer wieder und in sehr vielfältiger Weise angenommen, allein im Artmann-Jubiläumsjahr 2021 etwa von Willi Resetarits + Stubnblues auf ihrem Album „Elapetsch“, aber auch von den Duos Skrepek/Wizlsperger und SchrammelBach. Letztere (Peter Hudler, Cello und Gesang, sowie Andreas Teufel, Schrammelharmonika und Gesang) haben Artmanns „Requiem Viennense“ vertont und es in ihre Begegnung von Schrammelmusik mit J.S. Bach integriert, während sich Wolfgang Vincenz Wizlsperger auf dem Album „aus da dintn“ auf Gelesenes und Gesprochenes beschränkt, das wiederum von Paul Skrepek nur mit „Schlagzeug und Dseigs“ in großartige Musik verwandelt wird.  Gestaltung: Michael Neuhauser

19:00 bis 20:00 | hr2-kultur
hr-Bigband: Konzerte und Produktionen u.a. mit: Symphonic Jazz

Am Mikrofon: Gregor Praml. Konzerte und Produktionen u.a. mit: Symphonic Jazz | MDR-Sinfonieorchester & hr-Bigband; Ltg. Dennis Russell Davies | Gewandhaus Leipzig, März 2022, Teil 1

19:31 bis 20:00 | SWR 2
SWR2 Jazz: Peaceful Sounds – Der amerikanische Pianist Gerald Clayton

Von Thomas Loewner. „Bells On Sand“, das aktuelle Album des New Yorker Pianisten Gerald Clayton, ist eine Reflektion über Gelassenheit im Bewusstsein davon, wie die Zeit verrinnt. Clayton hat dafür Musik komponiert, die Ruhe und Leichtigkeit ausstrahlt, die sich vor der Jazzgeschichte verneigt und zugleich mit beiden Füßen in der Gegenwart steht. Mit legendären Gästen wie dem Tenorsaxofonisten Charles Lloyd und Claytons Vater, dem Kontrabassisten John Clayton, auf der einen Seite und der jungen portugiesischen Sängerin Maro auf der anderen Seite schlägt Gerald Clayton zugleich eine Brücke zwischen verschiedenen Jazz-Generationen.

19:34:00 | Ö1
Sängerin Ali Gaggl im Studio 2 des Wiener Funkhauses

Ali Gaggl zählt zu den wichtigsten und interessantesten Jazzstimmen Österreichs. Seit mehreren Jahrzehnten belebt die Kärntner Vokalistin -die auch eine gefragte Pädagogin ist -in den unterschiedlichsten Besetzungen die heimischen und internationalen Bühnen, u. a. als ständiges Mitglied des Upper Austrian Jazz Orchestra. Aufgeschlossen gegenüber zeitgenössischen Entwicklungen im Jazz, verbindet Ali Gaggl im Zuge ihres neuen Programms „A Piece of Art“ Aktuelles und Traditionelles, Grooves und besondere harmonische Strukturen, präsentiert in erfrischend erdigen Arrangements. Mit dabei sind heimische Jazzgrößen wie die Saxofonisten Wolfgang Puschnig und Christian Maurer, Pianist Heribert Kohlich und Gitarrist Primus Sitter. Ein musikalischer Ohrenschmaus, der von erfahrenen Jazzpersönlichkeiten kredenzt wird, die sich selbst nichts mehr beweisen müssen. Diese Ö1 Radiosession wird gefördert durch die Verwertungsgesellschaft Rundfunk GmbH („VGR“).  Gestaltung: Ines Reiger

20:04 bis 21:30 | SR2 KulturRadio
JazzNow: Free Jazz Festival Saar 2022

20:55:00 | Ö1
Weather Report: „8:30“ (1980)

1979 befand sich die Band Weather Report am Höhepunkt ihres Ruhmes. Das Quartett mit Keyboarder Joe Zawinul, Saxofonist Wayne Shorter, E-Bassist Jaco Pastorius und Schlagzeuger Peter Erskine unternahm eine Welttournee. Ein Jahr später kam das Doppel-Album „8:30“ heraus. Der Name bezieht sich schlicht auf die Beginnzeit der Konzerte. Zawinul sollte später in den Interviews mit dem Journalisten Gunther Baumann erzählen, er wollte „eine Jazzmusik machen, die im Rhythmus viel stärker ist als das, was man gewohnt war. Und der Rhythmus zählte zu den herausragenden Elementen von Weather Report.“

Zawinul hatte damals bereits einige Hits komponiert, und manche davon finden sich auch auf „8:30“. Nein, „Mercy Mercy Mercy“ ist nicht dabei, aber „In A Silent Way“, 1969 für die Arbeit mit Miles Davis entstanden. „Birdland“ wiederum ist anno 1979 zwei Jahre alt, und alle kennen die Hymne an den New Yorker Jazzclub: Wenn Zawinul das charakteristische Riff anstimmt, jubelt das Publikum sofort. Zu den unvergesslichen Momenten von „8:30“ gehören weiters „Slang“, die Solo-Bass-Nummer von Jaco Pastorius, und natürlich der Opener „Black Market“. Die vierte Seite der ursprünglich als Doppel-LP erschienenen Arbeit entstand nicht live, sondern im Music Room von Joe Zawinuls Haus in Pasadena. Die konzentrierte Studio-Atmosphäre ermöglichte die Entstehung weiterer kleiner klingender Edelsteine, direkt in der Schatzkammer des unvergleichlichen Tastenzauberers.  Gestaltung: Albert Hosp

23:00 bis 00:00 | rbbKultur
Late Night Jazz: Frisch aus Berlin: Neue Konzertreihen und Orte für den Jazz

Moderation: Henry Altmann. Jazz ist tot? Im Gegenteil: Initiativen wie „berta.berlin“, „Loxodon Prism“ oder „Jazzexzess“ bringen tolle Acts live heraus, können auch Digital / stream. Wie machen sie neue Klänge hörbar? Was ist ihr Publikum? Henry Altmann hat sich auf die Suche begeben.

 

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