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Bayerischer Rundfunk

BR-Programmdirektor für Kultur steht auf Kippe

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BR-Programmdirektor für Kultur steht auf Kippe - Verlängerung offen

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Vertragspoker im Top-Management des Bayerischen Rundfunks: Intendantin Wildermuth will den Vertrag ihres Kultur-Programmdirektors Björn Wilhelm verlängern - doch im Rundfunkrat gibt es Zweifel.

Beim Bayerischen Rundfunk (BR) steht die Zukunft von Kultur-Programmdirektor Björn Wilhelm überraschend auf der Kippe. Der Vorschlag von Intendantin Katja Wildermuth, den Vertrag des 51-Jährigen ab März nächsten Jahres zu verlängern, bekam im Rundfunkrat nicht die nötige Mehrheit, wie der öffentlich-rechtliche Sender auf Anfrage bestätigte.

Wilhelm verantwortet die Kulturdirektion des öffentlich-rechtlichen Senders seit 2022. Die Spannbreite reicht von Kultur, Wissen, Bildung und Dokumentation über Unterhaltung und Heimat bis hin zu Film, Serie, Klassik und umfasst auch die Klangkörper mit den international berühmten Orchestern. Der Kultur-Bereich ist bei der viertgrößten ARD-Anstalt eine von zwei Programmdirektionen, der andere Programmbereich ist die Information.

Rundfunkrat hat letztes Wort

Die Top-Manager der insgesamt fünf Direktionen des öffentlich-rechtlichen Senders sind in der höchsten Führungsebene direkt Intendantin Wildermuth verantwortlich. Alle Vorschläge für die Top-Positionen kommen von ihr. Der Rundfunkrat muss aber als Aufsichtsgremium zustimmen.

Über die Besetzung der Kultur-Programmdirektion kann dem BR zufolge bei der nächsten Rundfunkratssitzung im Oktober erneut entschieden werden. Möglich ist dann auch ein anderer Vorschlag Wildermuths. Allerdings hatte die Senderchefin Wilhelm selbst zum BR geholt. Er gilt als ein enger Vertrauter der Intendantin in der Senderleitung.

Wildermuth sagte: «Wir werden die kommenden Wochen nutzen, um das Gespräch mit den Gremien zu suchen und zugleich das Vorgehen für die Oktobersitzung festzulegen.» Wilhelm selbst gab keine Stellungnahme ab. Seine aktuelle Amtszeit läuft noch bis Ende Februar 2027.

Andere Personalien wurden angenommen

Bei der Rundfunkratssitzung, die am Montag in Nürnberg stattgefunden hatte, standen auch andere Vorschläge Wildermuths zum Top-Management des Senders zur Entscheidung an. Sie wurden in den jeweils geheimen Abstimmungen alle angenommen.

So wurde Kemal Görgülü künftiger Direktor für Produktion und Technik, er kommt vom deutsch-französischen Sender Arte. Stellvertreter der Intendantin bleibt nach den Entscheidungen des Rundfunkrats Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel. Diese Funktion wurde bis Ende Januar 2031 verlängert. Im Amt bestätigt wurde auch die juristische Direktorin Eva Majuntke - bis Ende Februar 2032.

 

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