Leipzig würdigt am 3. März an seinem 50. Todestag den Dirigenten und Komponisten Alfred Szendrei (1884–1976) mit einer Gedenktafel in der Dufourstraße 38. Szendrei wirkte von 1918 bis 1924 als Erster Kapellmeister am Leipziger Opernhaus.
Die Gedenktafel wurde von der Leipziger Künstlerin Franziska Neubert gestaltet. Blechbläser des MDR-Sinfonieorchesters und der Synagogalchor Leipzig übernehmen die musikalische Begleitung der Einweihung um 10 Uhr. Dazu sind alle Leipzigerinnen und Leipziger herzlich eingeladen.
Ab 1924 prägte Alfred Szendrei als Musikdirektor die Entwicklung des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig, dem heutigen MDR-Sinfonieorchester, der ältesten Formation unter allen deutschen Rundfunk-Orchestern. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Szendrei von den Nationalsozialisten ausgegrenzt und verfolgt. Er emigrierte 1933 nach Frankreich und 1940 in die USA, wo er nach einer erneut erfolgreichen Karriere im Alter von 92 Jahren in Los Angeles verstarb. Im Haus Dufourstraße 38 in Leipzig lebte Alfred Szendrei (1884–1976) von 1920 bis 1926.
Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur, die Musikwissenschaftlerin Dr. Allmuth Behrendt und Maximilian Winkler, Musikwissenschaftler, Autor der Biografie „Alfred Szendrei“, weihen gemeinsam mit Thomas Fleck, Vorstand des MDR-Sinfonieorchesters, feierlich die Gedenktafel ein.
Hauptbild
Alfred Szendrei mit dem Leipziger Rundfunkchor und Sinfonieorchester im MIRAG-Rundfunkstudio 1924
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© Archiv des Rundfunkchores Leipzig
Hauptrubrik
Einweihung einer Gedenktafel zur Erinnerung an Alfred Szendrei
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