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Igor Levit. Foto: MC Hurek

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Emanzipierter Künstler

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Nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2022 gründet Igor Levit ein eigenes CD-Label
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Julia Fischer hat es vorgemacht: 2021 löste sie sich vom Major Label Decca und gründete den JF CLUB, auf dessen Website sie nicht nur Aufnahmen veröffentlicht, sondern auch einen Einblick hinter die Kulissen gewährt und über Kompositionen spricht und schreibt. Damit hat sie die Oberhoheit über ihre künstlerische Arbeit wieder in die eigenen Hände bekommen.

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Pianist Igor Levit bewegten bei der kürzlichen Gründung eines eigenen Labels noch einmal andere Gründe: Sein Label NO SILENCE entstand unmittelbar unter dem Eindruck des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 in Israel. Nach einem Abend unter dem Titel „Gegen das Schweigen, gegen Antisemitismus“, die Levit gemeinsam mit anderen Künstlern am Berliner Ensemble organisierte, fasste er den Entschluss, sein geplantes Unternehmen NO SILENCE zu nennen.

Die ersten drei Alben erscheinen am 23. Oktober 2026 in Zusammenarbeit mit Sony Classical. Lukas Sternath, Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs und BBC New Generation Artist, gibt hier sein Debüt mit Werken von Franz Liszt und Franz Schubert. Auf dem zweiten Album findet sich Ludwig van Beethovens 3. Symphonie „Eroica“, in der Klavierbearbeitung von Franz Liszt, gespielt von Igor Levit und kombiniert mit Arnold Schönbergs „Ode an Napoleon“ mit dem Dirigenten Antonello Manacorda, der Kammerakademie Potsdam und der Burgschauspielerin Dörte Lyssewski.

Igor Levit selbst hat darüber hinaus Erik Saties radikales Schlüsselwerk „Vexations“ aufgenommen, das in einer auf 840 Exemplare limitierten Sonderedition mit NFC-Chip und signiertem Notenblatt aus der Aufnahmesession erscheint.

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