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Personalia 09/2026

Untertitel
Barbara Haack / Johannes Wiedenhofer / Wolfgang Sandner / Aurel Dawidiuk / Eckart Besch
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Barbara Haack +++ Johannes Wiedenhofer +++ Wolfgang Sandner +++ Aurel Dawidiuk +++ Eckart Besch

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Barbara Haack

Den Projekten des Deutschen Musik­rats sind Beiräte zugeordnet, die die Projekte mitgestalten und in grundsätzlichen Fragen beraten. Ein Beirat besteht aus bis zu zwölf Mitgliedern. Sie werden durch das Präsidium des Gesellschafters für die Dauer von vier Jahren berufen. Nachstehend finden Sie die Mitglieder des Jugend musiziert-Beirates für die Berufungsperiode 2026 bis 2030: Dieter Boden, Maj Bommas, Silke D‘Inka, Friedrich-Koh Dolge, Harald Maier, Mario Müller, Stephan Sturm, Andrea Tober, Maximilian Volbers und Friedrun Vollmer.

Neue Beiratsvorsitzende ist die bisherige stellvertretende Beiratsvorsitzende Barbara Haack, die damit Ulrich Rademacher ablöst, der das Ehrenamt sei 2017 ausübte. Mehr zu ihm und seiner Verabschiedung auf Seite 18 in einem persönlich gehaltenen Abschiedsgruß von Barbara Haack und Wolfgang Graef.

Barbara Haack ist seit 1. April neue Generalsekretärin des AMJ (Arbeitskreis Musik in der Jugend), dessen Ziele Bildung und Begegnung von Kindern und Jugendlichen im Medium der Musik auf nationaler und internationaler Ebene sind. Haack studierte Romanistik, Germanistik und Betriebswirtschaft. Zudem bildete sie sich zur Mediatorin und Wirtschaftsmediatorin weiter. Die Kulturmanagerin und Journalis­tin verfügt über vielfältige Erfahrungen im Musikverbandsbereich. Beim Landesmusikrat Niedersachsen war sie fünf Jahre lang als Bildungsreferentin für den instrumentalen Nachwuchsbereich verantwortlich. Viele Jahre hat sie als Verlagsleiterin des ConBrio Verlags und Mitherausgeberin der neuen musikzeitung das Musikleben in Deutschland kennengelernt und intensiv begleitet. Barbara Haack war langjährige Vizepräsidentin der Jeunesses Musicales Deutschland und leitete zuletzt die Kommunikation des Deutschen Kulturrates. Mit der neuen Aufgabe wird sie den traditionsreichen Wettbewerb Jugend musiziert künftig beraten, begleiten und gemeinsam mit dem Musikrat, der Wettbewerbsleitung und den Beiratsmitgliedern an seiner Zukunftsfähigkeit arbeiten.

Johannes Wiedenhofer

Der Münchner Komponist hat den mit 10.000 Euro dotierten Fanny Mendelssohn Kompositionspreis erhalten. Die Auszeichnung wurde beim Festival KlangART Vision für zeitgenössische Musik in Halberstadt/Sachsen-Anhalt verliehen. Wiedenhofer ist Schüler von Minas Borboudakis und studiert derzeit Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München sowie Komposition am Mozarteum Salzburg. Er konnte sich unter 25 Bewerbern durchsetzen: Der Preis erinnert an Fanny Hensel-Mendelssohn (1805–1847), eine deutsche Komponistin der Romantik.

Wolfgang Sandner

Der Musikkritiker und Jazzautor Wolfgang Sandner hat den mit 10.000 Euro dotierten Hessischen Jazzpreis 2026 erhalten. Das hat Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels im August bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet während des Hessischen Jazzpodiums am 26. September 2026 in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt statt.

Im Votum des Beirat Jazz heißt es „Durch seinen inhaltlich profunden wie intellektuell differenzierten Schreibstil schafft es Sandner, nicht nur eine an musikalischen sowie an soziokulturellen Entwicklungen interessierte Leserschaft zu halten und zu überzeugen. Seine Fähigkeit, die ästhetischen Dimensionen des Jazz mit dessen musikhistorischer Bedeutung zu verbinden, hat die Grundlage für den heutigen Stand der Jazzforschung in Deutschland entscheidend mitgeprägt.“

Der promovierte Musikwissenschaftler war Produzent der Plattenfirma Wergo, bevor er 1981 zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung wechselte, für die er fast drei Jahrzehnte als Musik­redakteur arbeitete und für die er noch immer regelmäßig Kritiken verfasst. Zu verschiedenen Themen und Persönlichkeiten des Jazz verfasste er in seiner Laufbahn Bücher, unter anderem Biografien von Miles ­Da­vis und Keith Jarrett sowie über das Schaffen von Heiner Goebbels.

Aurel Dawidiuk

Der erst 25-jährige Aurel ­Dawidiuk übernimmt die künstlerische Leitung der Bochumer Symphoniker. Der Dirigent, Organist und Pianist gilt als jüngster Generalmusikdirektor hierzulande.

Dawidiuk, der auch die Intendanz des Anneliese Brost Musikforum Ruhr übernimmt, wird zum Antritt in Doppelfunktion als Pianist und Dirigent Stücke von Joseph Haydn, Johannes Brahms und Paul Hindemith zu Gehör bringen. Er wolle nun nicht „alles anders und verrückt“ machen, sagte das aus Hannover stammende Multitalent auf einer Pressekonferenz zu seinem Start, aber neue Ideen und Schwerpunkte für die kommenden drei Spielzeiten bringe er mit.

Sein Antrittskonzert mit den Bochumer Symphonikern will der frischgebackene Generalmusikdirektor am 5. September nicht am Stehpult dirigieren, sondern vom Klavier aus.

Eckart Besch

­Eckart Besch gehört zu den gro­ßen Musikern unserer Zeit. 1958 gewann er den 1. Preis im internationalen ARD-Wettbewerb und wurde mit 32 Jahren einer der jüngsten Professoren in Deutschland an der Musikhochschule in Hamburg.

Besch konzertierte als Klaviervirtuose mit den Berliner-, Hamburger- und Münchner Philharmonikern, dem Tonhallen-Orchester Zürich, der Tschechischen Philharmonie Prag. Er führte 40 verschiedene Klavierkonzerte, uunter anderem die von Ernst

Toch, Max Reger und Eduard Erdmann auf. Sie sind in Aufnahmen verschiedener Rundfunkanstalten dokumentiert und somit vor dem Vergessen bewahrt. Als Kammermusiker inspirierte Eckart Besch György Ligeti, das Horntrio zu komponieren, das er zusammen mit Hermann Baumann und Saschko Gawriloff uraufführte und in 70 Konzerten in Europa vortrug. Die umfangreichen Kenntnisse aus seiner Studienzeit in Hamburg als Kompositionsstudent bei Philipp Jarnach und Klavierstudent bei Ferry Gebhardt, dem Schüler Edwin Fischers, und Student bei Eduard Erdmann, gab Besch als Klavierprofessor an deutschen Musikhochschulen, unter anderem in Det­mold, Hamburg und München weiter.

Am 30. Dezember wird Eckart Besch 95 Jahre alt. (Gerhard Folkets)

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