Ernst Klaus Schneider zum 90. Geburtstag +++ Kazuki Yamada übernimmt das DSO +++ Amerikanische Stifter für Richard-Wagner Museum
Personalia 2026/05
Kazuki Yamada übernimmt das DSO
Kazuki Yamada übernimmt zur kommenden Saison die Position des Chefdirigenten beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO) und tritt damit die Nachfolge von Robin Ticciati an, der das Orchester von 2017 bis 2024 leitete. Die Ernennung wurde bereits im vergangenen Jahr bekanntgegeben. Das offizielle Antrittskonzert ist für den 4. Oktober vorgesehen. Die Saison 2026/2027 steht unter dem Motto „Ach, Mensch“. Die Programme greifen verschiedene gesellschaftliche Themen auf, darunter Teilhabe, Nachhaltigkeit, Vertreibung, Religion und Liebe.
Amerikanische Stifter für Richard-Wagner Museum
Jeffrey und Nadežda Brinck sind enthusiastische Liebhaber der europäischen Kultur, der Oper und vor allem der Werke Richard Wagners. Viele Jahre lang besuchten sie auch die Bayreuther Festspiele und das Richard-Wagner-Museum im Haus Wahnfried. Brinck ist überdies leidenschaftlicher Sammler und hatte dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth bereits 2011 42 Briefhandschriften aus seiner bemerkenswerten Wagner-Sammlung als Schenkung überlassen. Obwohl infolge der Covid-Pandemie und aus Altersgründen das Reisen für sie schwieriger wurde, verfolgten Jeffrey und Nadežda Brinck die Arbeit von Museum und Archiv in freundschaftlicher Verbundenheit mit Direktor Dr. Sven Friedrich stets mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie, insbesondere auch die Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung zwischen 2010 und 2015. In der Folge beschlossen sie, ihre Sammlung und ihr Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch dem Museum und Archiv zu vermachen. Auf Friedrichs Anregung wurde hierzu nun am 17. April die „J & N Brinck-Foundation“ mit Sitz in Bayreuth als Begünstigte des Vermächtnisses errichtet. Zweck der Stiftung ist laut Satzung die anteilige Förderung des Erwerbs wertvoller Ergänzungen des Archivs, der Erhaltung und Pflege seiner Sammlungen, die Einführung verbesserter Mittel und Technologien zwecks Erleichterung der Verbreitung der Sammlung in der Öffentlichkeit und der Finanzierung von Instandhaltung und Betrieb des Museums. Den Vorstand bilden Museumsdirektor Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.
Enthusiastischer Vermittler
Ernst Klaus Schneider zum 90. Geburtstag
Wenn man mit Klaus Schneider telefoniert, kann man nur staunen über den wachen, klaren Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Musikpädagogik und den ungebrochenen Enthusiasmus in Sachen Vermittlung – jenem Bereich, der zur wichtigsten Facette seines Lebensthemas Musik geworden ist. 1998 hatte er zusammen mit Hermann Große-Jäger und Joachim Harder damit begonnen, den Studiengang Musikvermittlung an der Detmolder Musikhochschule aufzubauen, den er dann von der Pilotphase in den regulären Betrieb führte und bis 2008 leitete. Zuvor hatte er nach dem Studium (Schulmusik, Geographie und Englisch) 15 Jahre lang Musik am Gymnasium unterrichtet und dann als Professor in Essen und Detmold gelehrt.
Seine Wirkung ins Musikleben hinein entfaltete Klaus Schneider nicht nur indirekt durch die Musikvermittler:innen, die nach ihrer Ausbildung in Detmold viele der neu entstehenden Abteilungen bei Orchestern, Konzerthäusern und Festivals prägten. Unermüdlich war er auch selbst aktiv und setzte die von ihm entwickelten Formate für Familien-, Kinder- oder Schulkonzerte um, etwa beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, im Festspielhaus Baden-Baden oder im Rahmen der von ihm ins Leben gerufenen Detmolder Konzertreihe „Concertino piccolino“ für 4- bis 6-jährige Kinder. In zahlreichen Publikationen reflektiert er seine Arbeit, etwa als Autor und Herausgeber des Bandes „Hörräume öffnen – Spielräume gestalten. Konzerte für Kinder“ (Regensburg, ConBrio 2011).
Am. 6. Mai feiert Ernst Klaus Schneider seinen 90. Geburtstag – die nmz gratuliert herzlich! jmk
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