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Der weltberühmte Dresdner Kreuzchor kann sich die Reinigung seiner Konzertanzüge nicht mehr leisten. Die Sparvorhaben der Landeshauptstadt Dresden zwängen den Chor zu Einschränkungen, teilte das Management am Sonntag in Dresden mit.
Dresden (ddp). In einem ersten Schritt verzichte der fast 800 Jahre alte Knabenchor in seinen Aufführungen in Dresden auf das Tragen von Konzertanzügen, um die Ausgaben für die Reinigung zu sparen. Bereits in der Aufführung des 2. Teils des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach am Wochenende in der Kreuzkirche traten die Kruzianer «in zivil» auf.Würden die Kürzungsvorgaben der Stadt aufrecht erhalten, müssten weitere, kurzfristig wirksame Schritte folgen. Nach gegenwärtig geltenden Richtlinien fehlten im Budget 104 000 Euro.
Kreuzkantor Roderich Kreile sagte: «Ich hoffe, dass die Besucher unserer Aufführungen anerkennen, dass diese erste tief greifende Maßnahme keine \'billige Demonstration\' darstellt, sondern Resultat tatsächlich unhaltbarer Budgetvorgaben ist. Dieser Schritt dient einzig und allein dazu, die Arbeitsfähigkeit des Dresdner Kreuzchores im laufenden Jahr möglichst lange zu erhalten.»
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