Berlin - Der Berliner Senat hat den Besetzern des Kunsthauses Tacheles in Mitte laut einem Medienbericht Unterstützung´zugesagt. Er rechne nicht mit einer Zwangsversteigerung und Räumung des Kunst- und Veranstaltungszentrums in der Oranienburger Straße, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz am Montag im RBB-Inforadio. Er habe den Betreibern des Tacheles bei einem Treffen die Solidarität der Landesregierung bekundet.
Der Gläubiger des Grundstückseigners, die HSH Nordbank, strebt eine Zwangsversteigerung des Tacheles an. Dazu sagte Schmitz, Bilder von der Räumung des Gebäudes könnten kaum im Interesse der Bank sein. Dies müsse man versuchen, der Bank klar zu machen. Er werde deshalb einen Brief an die HSH Nordbank schreiben und Kontakt mit dem Hamburger Senat aufnehmen.
Hintergrund der Auseinandersetzungen ist die Insolvenz einer Tochtergesellschaft der Fundus-Gruppe, der das Gelände gehörte. Fundus wollte dort ursprünglich rund um das denkmalgeschützte Tacheles Wohn- und Geschäftshäuser bauen. Die mehrheitlich den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende Bank als Hauptgläubigerin will jetzt das Areal verkaufen.