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Bayerische Landesausstellung 2026 „Musik in Bayern“. Fotos: Ursula Gaisa

Bayerische Landesausstellung 2026 „Musik in Bayern“. Fotos: Ursula Gaisa

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Bayerische Landesausstellung 2026 „Musik in Bayern“ im TonYversum in Freyung
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Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der fast fertigen Ausstellung durften Pressevertreter:innen Ende April werfen. Versprochen wurde eine musikalische Zeitreise vom Mittelalter bis heute, und es wurde eingehalten.

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Jedes Jahr gibt es in einem der sieben bayerischen Bezirke eine Landesausstellung zu einem bestimmten Thema, und 2026 ist die Musik in all ihren Facetten dran. Veranstalter und Konzeptentwickler sind die Stadt Freyung, das Haus der Bayerischen Geschichte mit Direktor Richard Loibl, der zusammen mit dem ersten Bürgermeister der Stadt Freyung und dem Projektleiter Peter Wolf durch die Ausstellung führte, und der Bayerische Rundfunk. Die am Tor zum Bayerischen Wald gelegene Stadt Freyung wurde übrigens 2025 vom Deutschen Musikrat als „Landmusikort für herausragende Musikkultur im ländlichen Raum“ mit dem Bundespreis ausgezeichnet, denn hier im Dreiländereck Bayern, Böhmen und Österreich ist die inzwischen renommierte Volksmusik­akademie beheimatet.

Das Konzept ist topmodern: Los geht’s im Cineplex Kino am Stadtplatz, wo die Besucher:innen der etwa zehnminütige Film HYMNE des Grimme-Preisträgers Christian Lex erwartet. Er nimmt einen auf verschiedenen Zeitebenen mit zur Buchberger Leite und den Geräuschen der Natur über Menschen, die Musik machen, bis zum Lärm der Großstadt München. Eintauchen, statt nur in Guckkästen schauen, ist die Devise. Immersiv geht es weiter über eine Klangbrücke in die eigentlichen historischen Ausstellungsräume des neu geschaffenen TonYversums im ehemaligen Pröbstlhaus. Dort erwartet die Besucher:innen am Anfang der Ausstellung ein „Spektakel“ im größten Raum des Gebäudes – Musik als gesellschaftlicher Zusammenhalt, als Gemeinschaft: Ein theatralischer Festzug musizierender Menschen führt durch Bayerns Musikgeschichte: von Klöstern und Domkirchen über die Reichsstädte und höfischen Bühnen, vom Sängerfest in Nürnberg bis zu den Bayreuther Festspielen, von den Münchner Brettlbühnen um 1900 bis in die Gegenwart.

Auch die dunklen Seiten Nationalsozialismus und Verfolgung jüdischer Künstler:innen werden nicht ausgespart. Im Zuge der Säkularisierung wurden Glocken zu Geld gemacht. Die Ausstellung setzt Akzente und Schlaglichter bis in die Gegenwart: Haindling, das Disco Fieber in München oder die Well-Brüder. Es gibt eine begehbare Partitur und einen Raum mit drehbarer Zuschauertribüne in der Mitte, die verschiedene Quartette erlebbar machen. Seltene Instrumente können an einer Art Dirigierpult angewählt und zum Klingen gebracht werden. Von der Militärmusik über Goaßlschnalzer und Kuhglocken bis zum Klang der Dreschflegel und Johann Nepomuk Mälzels historisches Metronom, „Musik in Bay­ern“ ist so facettenreich wie seine Geschichte und Bewohner vom ländlichen Raum bis in die Großstädte. Das zeigt und macht die Ausstellung fühlbar. Ein Raum der Stille und ein Tanzkurs zum Mitmachen, an vieles ist gedacht. Und es werden Gefühle geweckt, wenn man die selbst gebaute Gitarre eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg betrachtet… Für die tschechischen Nachbarn wurden die Texte zweisprachig gestaltet.

Noch bis 8. November wird es zudem an jedem einzelnen Ausstellungstag ein umfangreiches und quer durch alle musikalischen Sparten gehendes Live-Musikprogramm an verschiedenen Spielstätten in und um Freyung geben, vieles ist kostenfrei zugänglich. Verantwortlich für die musikalische Programmgestaltung ist der musikalische Leiter der Volksmusikakademie Roland Pongratz.

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