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Alle Artikel kategorisiert unter »Ursula Gaisa«

Vom Punk zum dunklen Fürsten

22.09.17 (Ursula Gaisa) -
Manchmal scheint sich das Gesetz der Anziehung ganz augenfällig auf Künstlerpersönlichkeiten auszuwirken: Ein tragisches Beispiel ist der Australier Nick Cave, der im Sommer 2015 einen seiner Söhne durch einen LSD-verursachten Klippensturz im englischen Brighton verlor. In den poetischen Songs seiner Band „The Bad Seeds“ tummeln sich genau die tragischen mythischen Gestalten, zu denen er nun im realen Leben zählt: Er ist heute ein vom Leben gezeichneter Held, der trotz allem immer weiter macht – mit seiner Kunst und dem Leben. Am 22. September wird Cave 60 Jahre alt, und der Berliner Comic-Künstler Reinhard Kleist widmet ihm eine Graphic Novel – weniger eine klassische Biografie als eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Werk und dem Mythos, unter dem Titel „Nick Cave – Mercy on Me“.

Beim Singen fühle ich mich frei von allen Sorgen

15.06.17 (Ursula Gaisa) -
Eine kleine Kirche irgendwo in Ostafrika, eine wuselige Großstadt, eine Paar, das sein Land bestellt, ein Jugendlicher unterwegs in den Straßen auf dem Weg zur Chorprobe, ein Herde Kühe vor weiter Landschaft – und darüber ein Kirchenchoral, so beginnt der Musikdokumentarfilm der Regisseurin Julia Irene Peters. Sie begleitet exemplarisch drei Chöre, die an einem Wettbewerb der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias teilnehmen.

DVD-Tipp 2016/12

15.12.16 (Ursula Gaisa) -
„Carlo, Keep Swingin’“ ist das mitreißende Porträt über Carlo Bohländer, der mit dem Frankfurter Jazzkeller die Keimzelle für den Jazz in Deutschland geschaffen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete der Trompeter und Musiktheoretiker im zerbombten Frankfurt am Main das Domicile du Jazz – unter Eingeweihten fortan „der Keller“ genannt. Hier wurde richtig gejazzt. Tagsüber war der Keller ein Proberaum, abends verwandelte er sich in eine nicht enden wollende Jamsession. Die Atmosphäre war sehr besonders: Gagen gab es keine, dafür aber reichlich Schnaps.

Neue Klangwelten zwischen Europa und Australien

05.09.16 (Ursula Gaisa) -
Österreichs südlichstes Bundesland Kärnten mit seiner Hauptstadt Klagenfurt am Wörthersee hat es finanziell gesehen nicht leicht. Der frühere Landeshauptmann Jörg Haider ritt mit seinem Stadion-Neubau 2006 anlässlich der EM 2008 das Land tief in die Schulden, bis heute hat es sich nicht davon erholt. Darunter leidet vor allem die freie Kulturszene. Umso eindrucksvoller ist das kleine feine Festival „Musikforum“, ursprünglich 1968 von Friedrich Gulda ins Leben gerufen, das seit 1987 in einem ehemaligen Zisterzienserkloster vor den Toren der Stadt stattfindet.

Stärker als die Zeit

08.06.16 (Ursula Gaisa) -
Ist 69 das neue 27? – so tönte es Anfang des Jahres aus dem Blätterwald, als kurz hintereinander David Bowie, Lemmy Kilmister und der Schauspieler Alan Rickman („Harry Potter“) das Zeitliche segneten. Wobei „Starman“ David Bowie seinen Tod genauso inszenierte wie den Großteil seines bewegten Lebens: sein Album „Blackstar“ inklusive der Single „Lazarus“ – im Video steht er von den Toten auf, echt gruslig – erschien genau zwei Tage vor seinem Ableben … Planung ist eben das, ähm, halbe Leben.

Von fliegenden Kamelen über dem Kindischen Ozean

30.11.15 (Andreas Kolb) -
Das fliegende Kamel – Uçan Deve. Geschichten von Nasredin Hodscha neu erzählt von Paul Maar +++ Reineke Fuchs – Ein Hörstück nach Texten von J. W. Goethe und Ilse van Heyst. Familienkonzert mit der WDR-Big Band +++ Das kalte Herz. Orchesterhörspiel, Musik: Henrik Albrecht, gespielt von der NDR Radiophilharmonie +++ Jonny Flughase – eine Geschichte von Ute Kleeberg mit Musik von Nadia Boulanger, Robert Schumann und Josef Suk +++ Willy Astor: Kindischer Ozean. Lauschliedergeschichten aus dem Einfallsreich +++ Des Kaisers Nachtigall. SWR Young Classix +++ Jörg Hilbert / Felix Janosa: Ritter Rost und das Haustier. Musical für Kinder. Mit Musik-CD und Noten

Eine ganze Berufsgruppe wird abgehängt

30.04.15 (Ursula Gaisa) -
Lehrbeauftragte, Jazzer, Instrumentalpädagogen und immer mehr Orches­termusiker sind freiberuflich tätig. Der Gründerboom der freien Ensembles Mitte der 80er-Jahre sorgte für ein weiteres Anwachsen von nicht festangestellten Musikern. Die Probleme, die sich sowohl künstlerisch sowie vor allem im Bereich der Daseinsfürsorge für diese Klientel auftun, waren Thema beim Panel „Vogelfrei? Die so genannte freie Szene“ auf der Musikmesse Frankfurt. nmz-Redakteurin Ursula Gaisa diskutierte am Stand von Deutschlandradio, Deutschem Musikrat und neuer musikzeitung mit drei Freiberuflerinnen: mit der Oboistin Birgit Schmieder, die nach 14 Jahren bei den Berliner Symphonikern in die „Freiheit“ wechselte und als gewählte Delegierte der freien Musiker und Lehrbeauftragten in der DOV sprach; mit Tanja Ratzke, der kaufmännischen Geschäftsführerin des Freiburger Ensemble Recherche, sowie mit der Flötistin, Dozentin, Autorin und erster Vizepräsidentin des DTKV, Adelheid Krause-Pichler.

Haus der Musik: Märchen mit glücklichem Ausgang

01.03.15 (Theo Geißler) -
Mit einem feierlichen Konzert-Festakt wurde am 20. Februar, nach zwei Jahren, Sanierung das Regensburger „Haus der Musik“ in bester Innenstadtlage eröffnet. Nachdem die geladenen Gäs-te erst eine Führung durch das frisch renovierte Präsidialpalais im klassizistischen Stil erhalten hatten, flanierte man quer über den Platz zum Theater Regensburg, wo die Festredner, darunter Musikschulleiter Wolfgang Graef-Fograscher, Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Theater-Intendant Jens Neundorff von Enzberg und schließlich der Präsident des Bayerischen Musikrates Thomas Goppel zu Wort kamen. Das Philharmonische Orchester des Theaters sorgte für die Umrahmung, ebenso das Junge Theater Regensburg, das neben der Städtischen Sing- und Musikschule im Haus der Musik beheimatet sein wird. nmz-Herausgeber Theo Geißler wurde von der gelungenen Stadtkulturmaßnahme zu folgendem Märchen inspiriert. [ug]

Haus der Musik in Regensburg eröffnet

23.02.15 (Ursula Gaisa) -
Mit einem feierlichen Konzert-Festakt wurde am vergangenen Freitag, dem 20. Februar, nach zwei Jahren Sanierung das „Haus der Musik“ am Bismarckplatz in bester Innenstadtlage in Regensburg feierlich eröffnet.

Silber-Streif

02.02.15 (Andreas Kolb) -
„Für Abonnenten mit SILBERHORN“ lesen Sie oben rechts auf dem Titelblatt. Unser neues, komplett vierfarbiges Magazin im Halbformat, das Sie in dieser Ausgabe als Beilage vorfinden, löst ab sofort die JazzZeitung ab, und wenn Sie sich fragen, was der Titel wohl bedeuten mag, dann sei hier nur so viel verraten, dass die nmz-Redaktion und ihre Gäste durchaus nicht nur trockene Musikfachleute sind, sondern auch von geistigen und kulinarischen Genüssen etwas verstehen.
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