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Wissen Sie, welches Land der größte Abnehmer von Musikinstrumenten aus Deutschland ist? Oder wissen Sie, welchen Umsatz die Unternehmen im Musikinstrumentenbau in Deutschland erwirtschaften? Oder wie hoch zuletzt der Umsatz mit exportierten Musikinstrumenten aus Deutschland war? Oder vielleicht die schönste Frage: Wissen Sie, welches nach Stückzahl gerechnet der Exportschlager aus Deutschland ist? Sie können es nicht nur nachlesen im miz-Themenportal, sondern auch in diesen Postkarten, die das Musikinformat

Wissen Sie, welches Land der größte Abnehmer von Musikinstrumenten aus Deutschland ist? Oder wissen Sie, welchen Umsatz die Unternehmen im Musikinstrumentenbau in Deutschland erwirtschaften? Oder wie hoch zuletzt der Umsatz mit exportierten Musikinstrumenten aus Deutschland war? Oder vielleicht die schönste Frage: Wissen Sie, welches nach Stückzahl gerechnet der Exportschlager aus Deutschland ist? Sie können es nicht nur nachlesen im miz-Themenportal, sondern auch in diesen Postkarten, die das Musikinformationszentrum (miz) analog gedruckt hat. Abb.: miz

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Von Musikinstrumentenbau bis Live-Entertainment

Untertitel
Das neue Online-Portal des Deutschen Musikinformationszentrums bündelt Wissen zur Musikwirtschaft
Vorspann / Teaser

Erstmals bespielte die neue musikzeitung eine eigene Bühne auf der Musikmesse akustika Nürnberg mit Themen aus Hochschule, Musikschule, Handwerk und Handel. Zu Gast auf der nmz-Solisten-Stage waren der Bundesinnungsverband Instrumentenbau, die SOMM, der Bund Deutscher Orgelbauer, der Bund deutscher Klavierbauer, der Bundesverband Musikunterricht. Musik machten unter anderem die inklusive Band Patchwork der Musikschule Fürth, der Gitarrist Gergely Szurgyi von Hanika Gitarrenbau sowie die Twiolins mit Marie-Luise Dingler und Marta Danilkovich. Mehr dazu auch auf Seite 32 dieser Ausgabe.

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Musikinstrumentenbau im Wandel: Strukturen, Herausforderungen und Perspektiven – so hieß eine Veranstaltung des Deutschen Musikinformationszentrums (miz) auf der nmz-Solisten-Stage in Halle 7. Stephan Schulmeistrat vom miz und Dr. Martin Lücke, Macromedia University, führten die Zuhörer zusammen mit ihren Gästen Günter Lobe, Obermeister der Streich- und Zupfins-trumentenmacherinnung Erlangen, Armin Hanika, Hanika Gitarren, Andreas Harke, Geschäftsleitung Alfred Jahn GmbH & Co. KG und Christoph Endres, Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk, durch die Themenwelt des neuen Portals.

Mit dem neuen Online-Portal Musikwirtschaft will das miz erstmals einen zentralen Zugang zu aktuellen Daten und Analysen über die Musikwirtschaft in Deutschland schaffen. Im Zentrum des Portals stehen analytische Fachbeiträge zu den zentralen Branchen der Musikwirtschaft: von Kreativen, Musikverlagen und Verwertungsgesellschaften über Live Entertainment und den Recorded-Music-Markt bis hin zu Musikinstrumentenbau und Musikfachhandel. Die Beiträge analysieren Strukturen und Marktmechanismen, ordnen aktuelle Entwicklungen ein und machen die vielfältigen Verflechtungen zwischen den einzelnen Bereichen sichtbar. Herausforderungen wie die Veränderung des Recorded-Music-Markts durch Streaming und KI werden ebenso aufgegriffen wie der Konkurrenzdruck durch Billigimporte im Musikinstrumentenbau oder erhöhte Ticketpreise im Live-Segment durch Teuerungen bei Gagen, Mieten und Personal. Über die Fachbeiträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis hinaus bietet das Themenportal einen umfassenden Zugang zu Daten und Akteuren der Branche: Ein recherchierbares Verzeichnis von Unternehmen, Verbänden und Institutionen ermöglicht differenzierte Einblicke in Strukturen und Tätigkeitsfelder der Musikwirtschaft. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Musikatlas, der die Akteure geografisch abbildet und regionale Schwerpunkte sichtbar macht. Statistiken, Studien, musikpolitische Dokumente, ein Tutorial zum Urheberrecht sowie Hinweise auf Tagungen und Weiterbildungen erweitern das Informationsangebot.

Zentrale Ergebnisse des neuen Themenportals im Überblick

  • Die Musikwirtschaft ist stark verflochten und arbeitsteilig organisiert: Kreative, Verlage, Verwertungsgesellschaften, Recorded-Music-Markt, Live-Entertainment sowie Musikinstrumentenbau und -handel greifen eng ineinander. Wertschöpfung entsteht in komplexen, oft internationalen Netzwerken.
  • Streaming gewinnt immer mehr an Bedeutung: 85,8 Prozent der Musiknutzung erfolgt durch Streaming und Downloads gegenüber 14,2 Prozent bei CDs und Vinyl. Vinyl behauptet sich als Nische einer treuen Käuferschicht und wächst auf niedrigem Niveau.
  • Globale Musikstreaming-Diens­te prägen Musikvorlieben, die Verdienstmöglichkeiten von Kreativen und den Zuschnitt von Musik. Songs werden immer kürzer; eingängige Wendungen, Chorus und Hooklines erklingen früher, da zum Beispiel Marktführer Spotify Zugriffe erst ab Sekunde 30 zählt.
  • Künstliche Intelligenz wird zum zentralen Zukunftsthema: KI verändert Produktionsprozesse, Geschäftsmodelle und urheberrechtliche Fragen. Die Branche steht vor grundlegenden Herausforderungen in Bezug auf Rechteklärung, Vergütung und Marktstruktur. Zunehmende Konkurrenz durch KI-generierte Songs erschwert die Sichtbarkeit Kreativer und lässt deren Erlöse weiter sinken.
  • Live-Entertainment bleibt wirtschaftlich zentral, aber volatil: Nach der Pandemie zeigt sich eine Erholung, gleichzeitig bestehen erhebliche Risiken durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und verändertes Konsumverhalten.
  • Internationale Märkte gewinnen weiter an Bedeutung – bei gleichzeitig wachsender Unsicherheit: Exportorientierte Branchen wie der Musikinstrumentenbau sind stark von globalen Entwicklungen abhängig. Währungsschwankungen, Handelskonflikte und geopolitische Krisen wirken sich auf Absatzmärkte aus.
  • Der Musikinstrumentenbau setzt auf Qualität statt Quantität: Mit hochpreisigen, handgefertigten Musikinstrumenten besetzt er ein Marktsegment abseits der konkurrenzlos günstigen Massenimporte aus Fernost.
  • Musikverlage erzielen den überwiegenden Teil ihrer Erlöse mit der Lizenzierung und Verwertung von Text und Komposition. Sie sind wirtschaftliche Partner der Kreativen, stellen deren Werke Interpret:innen, Managements und Musiklabels vor und platzieren die Musik in Film, Werbung und Games. Das klassische Verlagsgeschäft – Druck und Herstellung von Noten – ist heute nur noch bei den E-Musik-Verlagen von Bedeutung.
  • Der Musikfachhandel befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel: Stationäre Fachgeschäfte stehen unter starkem Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel und globale Plattformen.
  • Gleichzeitig bleiben Beratung, Service und regionale Verankerung zent­rale Wettbewerbsvorteile.
  • Viele Kreative können nicht allein von ihrer musikalisch-künstlerischen Tätigkeit leben und haben Portfoliokarrieren. Durch häufig rückläufige Erlöse aus dem Recorded-Music-Geschäft sind sie verstärkt auf das Live-Geschäft angewiesen, sehen sich durch die Teuerung aber mit sinkenden Besuchszahlen konfrontiert.
  • Die Verwertungsgesellschaften bleiben zentrale Akteure im globalen digitalen Wandel: Sie sichern die kollektive Rechtewahrnehmung von Ur­heber:innen und ausübenden Künst­lerinnen und Künstlern und setzen sich für deren faire Vergütung gegenüber Streaming-Plattformen und KI-Anbietern ein.
  • Nachwuchs- und Fachkräftesiche­rung wird zur zentralen Herausforderung: In mehreren Bereichen – vom Musikinstrumentenbau bis zum Live -Entertainment – zeigt sich ein wachsender Bedarf an qualifizierten Fachkräften bei gleichzeitig rückläufigen Ausbildungszahlen.

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