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Leben und Himmel. Foto: Hufner

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Himmelwärts. Ein Konzertfestival mit dem PART-Ensemble in der Kreuzeskirche Essen

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Manchmal sind es die besonderen Geschichten, die den Ursprung für künstlerische Kreativität bilden. Die Legende vom wundersamen italienischen Franziskaner-Bruder Josef von Copertino hat nicht nur den Komponisten Jörg Herchet, sondern auch die beiden Musikalischen Leiter des PART-Ensembles – Evelin Degen und Matthias Geuting – inspiriert. So entstand die Idee zum Festival „Himmelwärts“, das am 22. und 23. Oktober 2026 in der Kreuzeskirche Essen stattfindet.

Musikalische Spuren des Schwebens

Laut der Legende war Josef von Copertino nicht nur zu Wunderheilungen, sondern auch zu Levitationen, also zum Schweben ohne Hilfsmittel, fähig. Er wurde zum Schutzpatron der Flieger und im Jahr 1767 heilig gesprochen. Anlässlich seines jährlichen Gedenktages wird jetzt die ihm gewidmete Kantate für Flöte und Zuspielung uraufgeführt. Komponist Jörg Herchet arbeitet seit 1978 an einem Kantatenzyklus zum geistlichen Jahr und hat sein neues Werk für die Flötistin Evelin Degen geschrieben. Die „Kantate zum Festtag des heiligen Josef von Copertino“ ist Ausgangspunkt und Herzstück des Festivals.

Für Juan Allende-Blin

„Himmelwärts“ als Festivalmotto steht für Transzendenz und Aufwärtsbewegung und für den Wunsch nach tiefen Verbindungen, die Sinn und Richtung geben. So ist eine spannende Musik-Auswahl entstanden, die von Barock über Moderne und Avantgarde zur zeitgenössischen Musik führt und – ausgehend von Herchets Kantate – in einer Hommage an den 98-jährigen Essener Komponisten Juan Allende-Blin mündet.

Als langjähriger Wegbegleiter und musikalische Inspirationsquelle des Ensembles hat er für das Festival zwei neue Stücke geschrieben: „De la mano imposible“ basierend auf dem gleichnamigen Gedicht von Gabriel Garcia Lorca und „Disparitions“ für Kontrabass, Orgel und Tanz. Sie stehen im Zentrum des zweiten Konzertabends, durch den die renommierte Autorin und Literaturkritikerin Sieglinde Geisel führt. Komponist Allende-Blin wird in einem Live-Interview ihre Fragen beantworten.

Musik, Bildkunst, Tanz und Rezitation

Nicht nur die Musikstile, sondern auch die Kunstformen werden kombiniert in den insgesamt vier Konzerten des Festivals „Himmelwärts“. Während Sopranistin Nicole Ferrein vier barocke Vokalwerke aus der Sammlung „Il primo libro delle musiche“ von Francesca Caccini vorträgt, hat die Medienkünstlerin Anastasija Delidova eine Bildkomposition geschaffen, zu der das Instrumentalensemble live improvisieren wird. Zu Allende-Blins „Disparitions“ gesellt sich der Tänzer und Choreograph Mateusz Bogdanowicz, Maria Neumann rezitiert im Eröffnungskonzert eine Passage aus der „Fröhlichen Wissenschaft“ von Friedrich Nietzsche.

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