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Logo des Vereins #respondinmusic e.V.

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#respondinmusic besucht acht Schulen in sieben deutschen Bundesländern

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Der im September 2025 ins Leben gerufene, gemeinnützige Kulturelle Förderverein #respondinmusic e.V. setzt sich in seinen Projekten für Zusammenhalt, Demokratie und Vielfalt ein. Vom 22. September bis 2. Oktober 2026 besucht ein vierköpfiges Team internationaler Musiker*innen um Pianistin und Gründungsmitglied Annika Treutler acht Schulen in sieben deutschen Bundesländern, um in Workshops anhand des „Deutsch-Jüdischen Liederbuchs“ über Herkunft, Migration und Zugehörigkeit zu diskutieren.

„Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Werte neu herausgefordert werden, ist es mir besonders wichtig, mit #respondinmusic direkt auf junge Menschen zuzugehen. Wir möchten durch Musik erlebbar machen, wie Vielfalt und unterschiedliche kulturelle Identitäten miteinander bestehen und etwas Gemeinsames entstehen lassen können. Dabei geht es um Demokratie und Erinnerungskultur – und vor allem darum, jungen Menschen zu zeigen, dass sie selbst unsere freie und offene Gesellschaft aktiv mitgestalten können.“ – Initiatorin Annika Treutler

Über #respondinmusic

Das Projekt #respondinmusic wurde ursprünglich von Pianistin Annika Treutler initiiert und wird vom gemeinnützigen Kulturellen Förderverein #respondinmusic e.V. (gegründet September 2025) getragen. Den Vorstand des Vereins bilden aktuell Annika Treutler, Steffen Meder, Johannes Laubscher, Nico Treutler und Ninja Anderlohr-Hepp. Der Verein ist bundesweit tätig und hat seinen Sitz in Berlin.

#respondinmusic steht für die Vermittlung der Werte der offenen Gesellschaft: Zusammenhalt, Demokratie, Vielfalt und entstand im Jahre 2020 im zeitlichen Umfeld des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Mit der (Wieder-)Entdeckung von Musik – seien es Werke verfemter Komponistinnen und Komponisten oder ganze Werkzyklen und Kompendien wie Abraham Zvi Idelsohns „Deutsch-Jüdisches Liederbuch“ aus dem Jahre 1912 – will der Verein einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schaffen in der Überzeugung, dass Musik die Gegenwart verändern und die Zukunft zum Besseren gestalten kann.

Der übergeordnete Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere Musik, von Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie von bürgerschaftlichem Engagement zugunsten steuerbegünstigter Zwecke im Sinne einer offenen Gesellschaft; dies soll durch Konzerte, Education-Projekte sowie Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und -trägern erreicht werden. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

Schirmherr des Projekts ist Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Die Dieter-Fuchs-Stiftung unterstützt die Schultour mit einem Betrag von 50.000,00 Euro, des Weiteren werden die Kosten überregional von der Kurt und Lilo Werner RC Darmstadt Stiftung sowie vom Verein in Eigenmitteln getragen. Regional haben bislang RheinEnergieStiftung, das Bezirksamt Berlin-Neukölln sowie die Bürgerstiftung Salzkotten finanzielle Mittel zugesagt.

Schultour und „Deutsch-Jüdisches Liederbuch“

Zu Beginn des Schuljahres 2026/27, vom 22. September bis 2. Oktober 2026, wird eine zweiwöchige Schultour an sieben Schulen durch die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Annika Treutler (Klavier), Rahel Rilling (Violine), Oliviero Hassan (Viola) und Ayşe Deniz Birdal (Violoncello), vier Musiker:innen mit unterschiedlichen kulturellen, ethnischen, religiösen und sozialen Hintergründen, werden mit Schüler:innen aller Schulformen zusammentreffen, für sie singen, musizieren und improvisieren und über die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die offene Gesellschaft und Identitätskonstruktionen sprechen. Die interaktiven Veranstaltungen dauern jeweils eine Doppelstunde und sind für bis zu 100 Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 9 geeignet. In den Workshops sollen folgende Fragestellungen reflektiert werden: Wer sind wir – was macht uns als Menschen aus? Welche Auswirkungen der NS-Politik gibt es auf die Gegenwart – was geschah im Nationalsozialismus? Welche Vorbedingungen gab es? Wie war der Weg in den Totalitarismus? Welche Werte vertreten wir heute? Was kann jede*r Einzelne tun, um diese Werte zu stärken? Welche Möglichkeiten hat Jede*r, um seine Zukunft positiv zu beeinflussen? In unserer Gesellschaft treten soziokulturelle Verwerfungen bereits in der Schule auf. Das Projekt lädt dazu ein, sich trotz aller Differenzen auf gemeinsame Werte zu verständigen und zu lernen, Differenzen nicht nur auszuhalten, sondern diese Vielfalt als Reichtum zu verstehen.

Das Deutsch-Jüdische Liederbuch von Abraham Zvi Idelsohn steht im Zentrum der Workshops. Es wurde 1912 herausgegeben, überstand in nur wenigen Exemplaren die Zeit des Nationalsozialismus und wurde 2022 neu aufgelegt, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Es enthält eine Sammlung beliebter deutscher und jüdischer Lieder der vorletzten Jahrhundertwende, der Schott-Verlag in Mainz hat dem Projekt Freiexemplare für die pädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt. Je eines der Bücher wird nach dem Ende des Projekts in der jeweiligen Schulbibliothek verbleiben. Das Liederbuch war zum Zeitpunkt des Erscheinens als Assimilationsleistung gedacht und eignet sich auch heute noch hervorragend, Diskurse anzustoßen, zum Nachdenken anzuregen und Identität zu stiften, gerade auch über kulturelle Unterschiede hinweg. Enthalten waren unter anderem Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen jüdisch-christliche Prägung als Role Model in der Gegenwart dienen kann.

Termine und Orte der Schultour
22.9. Hermann Freye Gesamtschule Dissen (Niedersachsen)
23.9. Gesamtschule Salzkotten (Nordrhein-Westfalen)
24.9. Beruskolleg Köln-Ehrenfeld (Nordrhein-Westfalen)
25.9. Droste-Hülshoff-Gymnasium Freiburg (Baden-Württemberg)
29.9. Gutenbergschule Darmstadt (Hessen)
30.9. Heinrich-von-Kleist-Oberschule Lichtenstein/Erzgebirge (Sachsen)
1.10. Ernst-Abbe-Gymnasium (Berlin)
2.10. CJD Christopherusschule Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)

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