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Alle Artikel kategorisiert unter »Meininger Staatstheater«

Jens Neundorff von Enzberg wird neuer Intendant am Meininger Staatstheater

21.03.20 (dpa) -
Meiningen - Der gebürtige Ilmenauer Jens Neundorff von Enzberg wird neuer Intendant am Meininger Staatstheater. Er trete zur Spielzeit 2021/22 die Nachfolge von Ansgar Haag an, dessen Intendanz dann nach 16 Spielzeiten auslaufe, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Der Stiftungsrat der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach folge mit der Entscheidung einer Empfehlung einer Findungskommission.

Fliegen ohne Absturzgefahr – Puccinis „La Rondine“ am Meininger Staatstheater

02.12.19 (Joachim Lange) -
Hörbar Freude an diesem Ausflug in das Zwischenreich von Oper und Operette hatte man am Meininger Staatstheater. Ein lichterloh brennender Konzertflügel vor wogendem Meer und darüber hinwegziehenden Wolken bildet das poetische Schlussbild der Meininger Inszenierung von Bruno Berger-Gorski. Das Ensemble bediente das Pathos des letzten Meisters der ganz großen italienischen Gefühlsoper sowie die Leichtigkeit des Plaudertons, den er eben auch drauf hat, findet Joachim Lange in der Besprechung der Premiere.

Einmal Orient und zurück – Mozarts „Entführung aus dem Serail“ wird in Meiningen gefeiert

26.05.19 (Joachim Lange) -
Mit der „Entführung aus dem Serail“ zollte Mozart einer damals grassierenden Türkenmode auf der Opernbühne seinen Tribut. Turban war 1782 in. Wobei in Wien die Erinnerung an die versuchte Einnahme der Stadt durch die osmanischen Heere hundert Jahre zuvor noch kein Märchen aus alten Zeiten war. Europa und die Türken, das „Abendland“ und der Orient sind ein historisches Dauerthema. Die aktuelle Spielart davon ist längst jenseits aller Reisefolklore im Alltagsbewusstsein verankert. Nicht zuletzt, dass am Freitag vor der Premiere mit den Beethoven-Klängen der Europahymne an die Wahlen erinnert wurde, zeugt – nur einmal um die Ecke gedacht – davon. Joachim Lange mit Details.

Georges Bizets Dauerbrenner „Carmen“ am Staatstheater Meiningen

30.09.18 (Joachim Lange) -
In Thüringen erlebt „Carmen“ gerade eine Mini-Konjunktur. In Erfurt hat Guy Montavon die Spielzeiteröffnung mit den Domstufenfestspielen einer ganz speziellen „Carmen“-Variante vorbehalten: Liebe und Eifersucht zwischen unzähligen Autowracks. Ein imposanter Rahmen, mit dem er das Erfolgsstück in die Gegenwart holte. Mit all den akustischen Ecken und Kanten, die sich bei so einem Freiluftspektakel halt nicht vermeiden lassen. Auch in Meiningen hat Intendant Ansgar Haag die französische Spanienoper an den Anfang der neuen Spielzeit gesetzt.

Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals „Ariadne auf Naxos“ in Meiningen bejubelt

17.04.18 (Joachim Lange) -
Mit dem Titel der Oper „Ariadne auf Naxos“ hat man – in diesem Falle – nur die halbe Wahrheit. Er erfasst die kleine Oper, in die ein junger Komponist unter den Fittichen seines alten Musiklehrers sein ganzes Herzblut gelegt hat. Natürlich mit dem ganz großen mythischen Gegenstand, die Verzweiflung der von Theseus auf Naxos zurückgelassenen Ariadne, ihrer Todessehnsucht und der spektakulären Ankunft eines Gottes. Sie hält den – in Meiningen wie ein Deus ex machina aus dem Schnürboden einschwebenden Gott Bacchus – für den Gott des Todes. Und er hält sie (obwohl ein Gott) auch irrtümlich für die Zauberin Circe. Das Tröstliche daran ist, dass sich beide irren. Bacchus ist für Ariadne (und für das mitfiebernde Publikum) eindeutig die bessere Wahl. Und sie für ihn natürlich auch, so dass einer Apotheose der Musik und der Stimmen nichts mehr im Wege steht.

(K)ein Blick aufs Meer … – Anthony Pilavachi entfesselt in Meiningen Mozarts Cosi fan tutte

20.11.17 (Joachim Lange) -
In der Rezeptionsgeschichte der letzten Jahrzehnte hat sich auf den Bühnen eine Art Konsens über die Modernität von Mozarts dritter DaPonte Oper herausgebildet. Dem prüden 19. Jahrhundert war dieses Laborexperiment über erotische Anziehungskraft, ihr Auflodern und Abebben, den beständigen Konflikt zwischen Konvention und Leidenschaft zu unmoralisch.

Weltuntergang – oder doch lieber nicht? György Ligetis „Le Grand Macabre“ inszeniert von Herbert Fritsch in Meiningen

02.10.17 (Joachim Lange) -
Ein Sängerfest ist ja nicht das erste, worauf man kommt, wenn die Namen György Ligeti (1923-2006) und Herbert Fritsch (66) fallen. Dass der Komponist mit seiner musikalischen Groteske über den Großen Makabren aus dem Jahre 1978 eine Steilvorlage für den Meister des Overacting liefert, das konnte man sich aber gut vorstellen. Und die Rechnung ist jetzt in Luzern, und bei zwei Vorstellungen in Meiningen, auch aufgegangen.
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