Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Raschle«

Theaterdirektor Striese ist ein feiner Kerl: Die MuKo Leipzig glänzt mit DDR-Parademusical

22.09.20 (Roland H. Dippel) -
Beginn einer Wiedergutmachung nach sträflich langem Versäumnis? Am Freitagabend gab es im Westbad die Premiere von „Bretter, die die Welt bedeuten“. Der DDR-Operettenpapst Otto Schneidereit nannte Gerhard Kneifels Operetten-Musical eine „Preußische Posse“. Nur acht Monate nach der Uraufführung war die Premiere an der Musikalischen Komödie am 12. Dezember 1970. Jetzt gelangte das frühere Erfolgsstück wegen Sanierungsverzögerungen in der Ausweichstätte zur beglückenden Wiederentdeckung.

Digitale und echte Konzerte: Leipzigs klassische Musik kommt wieder

15.06.20 (Roland H. Dippel) -
Seit Anfang Juni fährt der klassische Musikbetrieb auch in Leipzig hoch: Ein Konzert-Streifzug durch die Thomaskirche zum digitalen Bach-Marathon, ins Gewandhaus, zum Sommerfestival des Gewandhauses und zum Kultursommer Grünau: Es gibt Hygienekonzepte und es gibt Hygienekonzepte – jeder Veranstaltungsort entwickelt andere Schutzregeln. Am besten man ist für alles gerüstet: Atemschutz bzw. kein Atemschutz. Oder vielleicht doch die einfachste Lösung: Kein Publikum, kein Atemschutz und digitale Euphorie. Ein Bericht von Roland H. Dippel.

Polysexuelle Umzugsoperette: „Der Vogelhändler“ im Leipziger Westbad

03.11.19 (Roland H. Dippel) -
Klamauk, Kabarett, Kammerspiel – das alles ist die Neuproduktion von Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ im Westbad, der Ersatzspielstätte der Musikalischen Komödie für das Haus Dreilinden im aktuellen Renovierungszustand. Rainer Holzapfel macht bei seinem Leipziger Regiedebüt den Umzug selbst zum Thema eines Theaters auf dem Theater. Dieses klammert Themen wie Besetzungspolitik und Besetzungscouch nicht aus, rückt sie allerdings in ein schillernd polyamouröses Licht. Nicht alle Premierengäste schätzten die szenische Seite des musikalischen Festes, unser Rezensent Roland H. Dippel schon.

Parkbank-Gigolos und Liebesträume – Die Musikalische Komödie Leipzig reüssiert im Westbad

28.09.19 (Roland H. Dippel) -
Premiere Eins der Musikalischen Komödie in der Alternativspielstätte Westbad mit nur 200 Metern Entfernung zum Stammort. Das Haus Dreilinden in Leipzig-Lindenau wird aufwändig renoviert. Man hat viel vor: Licht- und Tonanlage kommen endlich auf den optimalen Stand. Ein neuer fahrbarer Orchestergraben minimiert Umbauzeiten und die neue Bestuhlung auf in Stufen ansteigenden Reihen von der früheren Parkettebene zum Rang ermöglicht optimale Sicht. Die Platzkapazität wird von 522 auf 640 erhöht. Für diese Maßnahmen sind 7,6 Mio. Euro aus Mitteln im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Ost – Aufwertungsgebiet Leipzig West und einem Eigenanteil der Oper Leipzig vorgesehen. Auf Zugstücke muss das Publikum im Westbad nicht verzichten, bis das Ensemble, wenn alles nach Plan läuft, im November 2020 mit einer festlichen Eröffnung das Stammhaus wieder in Besitz nehmen wird. Roland H. Dippel über die Spielzeit-Eröffnung in der Harmonie-Blech zu Schlager-Gold geschmolzen wurde.

Leonard Bernsteins „On The Town“ in der Musikalischen Komödie Leipzig

28.01.19 (Roland H. Dippel) -
„On The Town“ kam im Jubiläumsjahr 2018 zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein definitiv zu kurz. Dabei klotzt das 1944 am Broadway uraufgeführte und aus dem Sujet des Balletts „Fancy Free“ entwickelte Musical nur so von Attacken gegen den Geschlechterrollen-Wahn im Amerika der Jahre um 1940. Bernstein kehrt mit den Textbuch-Autoren Betty Comden und Adolph Green konventionelle Kontakt-Anbahnungsstrategien um. Wer kapert sich wen beim 24-stündigen Landgang der Matrosen Gabie, Ozzie und Chip?

In die Freiheit entkommen – Die Musikalische Komödie in Leipzig entdeckt Albert Lortzings „Casanova“

14.06.18 (Joachim Lange) -
Ein Besuch der Musikalischen Komödie in Leipzig Lindenau umweht immer der dezente Hauch einer Zeitreise in die Vergangenheit. Es ist ein Vorstadttheater mit einer besonderen Aura, wirkt auf sympathische Weise wie aus der Zeit gefallen. Hat (neben der Staatsoperette in Dresden) als Haus für dieses eine Genre ein Alleinstellungsmerkmal. Und sein eigenes, sehr treues Publikum. Eines, das zuverlässig nörgelt, weil in der gerade wieder eröffneten und aufgestylten Theaterkneipe (namens Lortzing!) gleich nebenan, alle Erinnerungsfotos wegrenovierten wurden.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: