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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Adam«

„Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist...“ – Trojahns „Was Ihr wollt“ in Hannover

10.12.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Wenige Minuten nach Beginn der Premiere von Manfred Trojahns zweiter Oper „Was ihr wollt“ an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover rauschte eine Dame aus den vorderen Reihen hinaus und knallte lautstark die Tür: was vermuten ließ, dass es ihr nicht schlecht oder sonst was war, sondern dass sie protestierte. Nanu? Trojahns wuchtvolle Eingangsklänge waren für alles Mögliche geeignet, aber nicht fürs Abschrecken.

„Von wegen Metaphysik“ – „Tristan und Isolde“ am Staatstheater Hannover

18.09.18 (Dieter David Scholz) -
Friedrich Nietzsche nannte den „Tristan“ mit gutem Grund Wagners“ Opus metaphysicum“. Egal, ob man diese Charakterisierung des „inkommensurablen“ Werks auf den Text oder die Musik bezieht: In beiden Fällen straft die Hannoversche Neuproduktion Nietzsche Lügen, denn regielich banaler, musikalisch weltlicher hat man den „Tristan“ selten erlebt. „Weltlich“ durchaus nicht negativ gemeint, denn was ist schon gegen Triebe und Liebe, Kraft und Sinnlichkeit zu sagen?

Bernd Mottl findet in Hannover eine radikale Lösung für den „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner

12.02.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Die Grundproblematik in Richard Wagners 1841 entstandener, 1843 uraufgeführter Oper, mit der der Komponist den traditionellen „Opernstil“ überwinden wollte, ist bekannt und es gibt bei keiner einzigen Inszenierung ein Missverständnis darüber, dass hier weder der Holländer die Senta irgendwie liebt, noch Senta den Holländer: die Partner sind immer Projektionen für eine seelische Sehnsucht, nämlich die nach Erlösung, was ja fortan Wagners Lebens- und Werkthema werden sollte.
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