Aufbruch in neue Klangwelten

Eine Festivalkonferenz zum Thema „Schule & Klangforschung“ am 23. Mai 2019 in Berlin


(nmz) -
Wie klingt Schule? Welche Hörräume lassen sich forschend und experimentierend erkunden und entwickeln? Und was geschieht, wenn sich Schülerinnen und Schüler auf das Spiel mit Klängen einlassen? Wie verdichten sich im kollaborativen Prozess Klangerfahrungen zu Hörkonzepten? Diese Fragen inspirieren das Programm KLANGRADAR, das auf einem Konzept des Komponisten Burkhard Friedrich basiert und unter dessen künstlerischer Leitung durchgeführt wird.
Ein Artikel von nmz-red

Fantasie und Kreativität sind für ihn zentrale Ressourcen, die in der kreativen Auseinandersetzung der Schüler/-innen mit ihrem eigenen Hören geweckt werden und nicht nur für den Musikunterricht neue Wege eröffnen: „Das forschende Arbeiten mit Klängen unseres Alltags, das Experimentieren mit Klangobjekten und Klangerzeugern kann verglichen werden mit dem Sammeln außergewöhnlicher, unentdeckter klanglicher Schätze. Das gemeinsame Erforschen und Zusammenfügen der gefundenen klanglichen Materialien fordert und fördert die individuellen kreativen und sozialen Kompetenzen und trägt damit erheblich zur Persönlichkeitsbildung bei.“

Nach fünf erfolgreichen Jahren an Berliner Schulen wird KLANGRADAR mit Unterstützung der PwC-Stiftung seit diesem Jahr bundesweit skaliert. Diese Weiterentwicklung ist für das Netzwerk Junge Ohren und seine Partner Anlass, eine Konferenz zum  Thema „Schule & Klangforschung“ aufzulegen. „Aufbruch in neue Klangwelten“ heißt es am 23. Mai 2019 im Berliner TAK Theater Aufbau Kreuzberg. Angesprochen sind Künstler*innen, Komponist*innen und Vermittler*innen sowie (Musik) Lehrer*innen, die mit Konzepten der Klangforschung in Schule befasst sind oder sich damit auseinandersetzen möchten. 

Mit Denkanstößen aus ihrer eigenen künstlerischen, vermittlerischen und wissenschaftlichen Arbeit inspirieren Catherine Milliken und Barbara Balba Weber (Hochschule der Künste Bern) das Thema der Diskussion am Vormittag: „Wie klingt die Schule der Zukunft?“. Dabei stehen schulische Entwicklungspotenziale im Blick, die durch Klangforschungsprozesse angestoßen werden können. Auf dem Podium ist unter anderem Tobias Hömberg (Hochschule für Musik Dresden), um diese Frage im Dialog mit dem Publikum weiterzudenken.

Das Programm des Nachmittags stellt in „Shortcuts“ erprobte Konzepte für die kreative und experimentelle Arbeit mit Klängen im Umfeld Schule vor. Praxisnahe Einblicke in ihre Projektarbeit geben unter anderem die Stimmkünstlerin und Komponistin Ute Wassermann, der Künstlerische Leiter des Geräuschladens „ohrenhoch“ Knut Remond, der App-Musiker Matthias Krebs sowie der Soundkünstler Manuel Schwiers. Neben Impulsen und Interaktionen haben die Konferenzgäste Gelegenheit, im Rahmen eines Rundgangs mit den Künstler*innen individuell in den Austausch zu kommen.

KLANGRADAR bietet Raum für unterschiedliche künstlerische Ausrichtungen. Jede Klasse arbeitet mit einem oder einer Komponist/-in über den Projektzeitraum fest zusammen. Es ist ein Merkmal des Programms, dass diese künstlerischen Persönlichkeiten auch in ihrer Individualität als Impulsgeber/-innen in die Gruppe wirken. Die entstehenden Gruppenkompositionen unterscheiden sich dadurch auch in der Wahl ihrer Mittel: Von der Arbeit mit Naturmaterialien oder selbstgebauten akustischen Klangerzeugern über elektroakustisches Ins-trumentarium und Aufnahmetechnik bis hin zu Apps decken die Gruppenkompositionen ein breites Spektrum ab. Im Rahmen der Konferenz stellen insgesamt sechs aktuell an KLANGRADAR beteiligte Schulklassen ihre Kompositionen in zwei Experimental-Revuen vor und geben der Veranstaltung damit Festivalcharakter.


Informationen zur Anmeldung unter www.klangradar.de sowie www.jungeohren.de/klangradar.
Festivalkonferenz „Aufbruch in neue Klangwelten: Schule & Klangforschung“
Donnerstag, 23. Mai 2019 (10.00–18.00 Uhr), TAK Theater Aufbau Kreuzberg, Prinzenstraße 85 F, 10969 Berlin

Das könnte Sie auch interessieren: