Buch-Tipps 2013/02


(nmz) -
Hans Werner Henze und seine Zeit +++ Max Liedtke/Horant Schulz: Knabenchor – Last, Glück, Lebenschance? Eine Untersuchung am Beispiel des Windsbacher Knabenchors +++ Heiko Wandler: Technologie und Sound in der Pop- und Rockmusik. Entwicklung der Musikelektronik und Auswirkungen auf Klangbild und Klangideal
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Hans Werner Henze und seine Zeit, hg. v. N. Abels/E. Schmierer, Laaber-Verlag, Laaber 2013, 350 S., Abb., Notenbspe., € 34,80, ISBN 978-3-89007-766-6

Henze, der Ende Oktober vergangenen Jahres verstarb (Foto: Charlotte Oswald), durfte die Aufnahme in die große Reihe der Komponisten-Monographien bei Laaber leider nicht mehr erleben. Der Band versammelt Beiträge von 14 Autoren, die sich mit Ausnahme von zwei Aufsätzen zu den „politischen Liedern“ und den „Instrumentalkonzerten auf literarische Vorlagen“ ganz auf den Bereich der szenischen Werke konzentrieren.

Max Liedtke/Horant Schulz: Knabenchor – Last, Glück, Lebenschance? Eine Untersuchung am Beispiel des Windsbacher Knabenchors, Wißner, Augsburg 2012, 156 S., Abb., € 19,80, ISBN 978-3-89639-845-1

Thomaner, Domspatzen oder die jüngeren Windsbacher eint ein elitärer Anspruch, der das spätere Leben prägen soll, der in Chor, Schule und Internat aber nicht ohne Druck durchzusetzen ist. Wie sich die vielfach kritisierten pädagogischen Methoden entwickelt haben und wie die Bilanz für die Schüler letztlich ausfällt, wird in einer Befragung der Abschlussjahrgänge 1947 bis 2010 untersucht – mit überwiegend positivem Resultat.

Heiko Wandler: Technologie und Sound in der Pop- und Rockmusik. Entwicklung der Musikelektronik und Auswirkungen auf Klangbild und Klangideal, Electronic Publishing Osnabrück 2012, 271 S., € 29,90, ISBN 978-3-940255-26-6

Die Tatsache, dass der Klang elektroakustisch erzeugter und durch moderne Studiotechnik bearbeiteter Musik unsere akustische Umwelt maßgeblich prägt, macht die Reflexion der wechselseitigen Beeinflussung von Technik und Ästhetik zum hochinteressanten Thema. Der Band ist zugleich ein instruktiver Beitrag zur Instrumentenkunde und ein Vorstoß in einen noch zu wenig beachteten Bereich der Musikhistoriographie.

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