Neues Rektorat an der MUK

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien


(nmz) -
Sein Amt als Rektor übernahm Dr. Andreas Mailath-Pokorny bereits vergangenen Herbst, Anfang März ließ er sein erstes Semester in einer Antrittsrede Revue passieren. Mit der Bestellung von Dr. Rosemarie Brucher als Prorektorin ist das Leitungsteam der Universität nun komplettiert.

Im September 2018 trat Dr. Andreas Mailath-Pokorny seine Stelle als Rektor der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) an und folgte damit auf Dr. Franz Patay. „Eine Universität zu leiten, die so viel Enthusiasmus versprüht und künstlerische Kompetenzen vereint, das hat eine große Kraft und bereitet täglich Freude“, resümiert Dr. Mailath-Pokorny.

Kunst und Wissenschaft

Seine berufliche Karriere startete der promovierte Jurist im Diplomatischen Dienst des Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten. Im Kabinett des damaligen österreichischen Bundeskanzlers Franz Vranitzky war er bis 1996, zuletzt als Büroleiter, tätig. Danach leitete er die Sektion für Kunstangelegenheiten im Bundeskanzleramt und wechselte 2001 in die Wiener Stadtregierung, wo er bis Mai 2018 als Stadtrat für Kultur und Wissenschaft - 2015 um die Bereiche Sport, Information und IKT erweitert - im Amt war.

Die langjährige Erfahrung im Kultur- und Bildungsbereich sowie außergewöhnlich gute Kontakte zu national und international relevanten Institutionen und Personen bilden die ideale Voraussetzung, um die Geschicke der einzigen Universität im Eigentum der Stadt Wien zu lenken. „Das Wienerische“ soll auch in der akademischen Ausbildung in den kommenden Jahren noch stärker in den Vordergrund rücken. Die MUK ist zudem um einen hohen Stellenwert der Verbindung von Lehre, Kunst, Wissenschaft und Forschung bemüht. „In einer Universitätsstadt wie Wien soll nicht nur die Zusammenarbeit der Hochschulen untereinander eine bedeutende Rolle einnehmen, sondern das Miteinander in der Vermittlung von Wissen und Werten in der Gesellschaft und über die Landesgrenzen hinaus ist von tragender Bedeutung. Es ist uns wichtig, die Musiktradition der Stadt hochzuhalten, zu pflegen und weiterzuführen“, betont Mailath-Pokorny in seiner feierlichen Antrittsrede am 5. März.

Partnerschaftliche Leitung

Mit Mai 2019 wurde die Stelle des Prorektorats nachbesetzt: Die studierte Theaterwissenschafterin und Germanistin Ass. Prof.in Dr.in Rosemarie Brucher steht nun gemeinsam mit Rektor Dr. Andreas Mailath-Pokorny an der Spitze der Institution. Dieser erwartet sich dadurch einen wesentlichen Input im Bereich der Wissenschaft: „Wir wollen die Exzellenz an der Universität ausbauen und unsere Alleinstellungsmerkmale nicht nur definieren, sondern selbstbewusst darstellen. Im Bereich der künstlerischen Forschung müssen wir – stets im Bewusstsein unserer Vergangenheit – neue Themenfelder erschließen. Mit der Bestellung von Rosemarie Brucher wird uns das bestens gelingen.“
Brucher war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien sowie der Universität der Künste Berlin und seit 2013 am Zentrum für Genderforschung der Kunstuniversität Graz, das sie auch stellvertretend leitet, tätig, zuletzt als Assistenzprofessorin für Theaterwissenschaft. Von 2014 bis 2016 wirkte sie zudem als Max Kade Research Fellow und in der Folge als Visiting Assistant Professor am German Department der New York University. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Performance Art, Wiener Aktionismus, Subjekt- und Differenztheorie, Gender Studies sowie die Verschränkung von Kunst, Philosophie und Psychowissenschaften um 1900.

Ihrer neuen Herausforderung blickt Rosemarie Brucher mit Spannung entgegen: „In Fragen der Forschung sehe ich das große Potenzial der MUK in der produktiven Verschränkung von Kunst und Wissenschaft, worunter ich ein wechselseitiges sich aufeinander Einlassen und voneinander Lernen in den je spezifischen Auseinandersetzungen und Fragestellungen verstehe. Hierbei ist es mir ein großes Anliegen, alle an der MUK vertretenen Fächer im Bewusstsein ihrer unterschiedlichen Voraussetzungen gleichermaßen einzubeziehen.“ An Ideen für die Zukunft mangelt es beiden nicht. Mailath-Pokorny und Brucher werden den erfolgreichen Weg der MUK fortsetzen und konsequent ausbauen.

www.muk.ac.at

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