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Alle Artikel kategorisiert unter »Claus Lochbihler«

Der geschmolzene Kern

14.12.17 (Claus Lochbihler) -
Seine Noten rückte Thelonious Monk (1917–1982) nur ungern raus. Am liebsten gar nicht. Seine Mitmusiker sollten sich seine Songs und Kompositionen ‚erhören‘. Monk, berichtete John Coltrane später, war der Überzeugung, ein Musiker müsse ein Musikstück möglichst ohne Noten erlernen. Rein nach Gehör – weil er es so schneller und besser ‚fühlen‘ würde. Also spielte Monk seinen Schülern und Mitmusikern seine Stücke am Klavier vor – immer und immer wieder. Und nur, wenn es nach Gehör gar nicht weiterging, zog Monk die Noten hervor. Coltrane: „Wenn ich ein Stück zum größten Teil drauf hatte, ließ er mich damit allein. Dann ging er raus, zum Einkaufen oder ins Bett. Und ich übte weiter, bis ich es ziemlich gut konnte. Dann rief ich ihn und wir spielten es zusammen. Manchmal schafften wir nur ein Stück pro Tag.“

Der Karl Lagerfeld des Arrangierens

28.10.16 (Claus Lochbihler) -
Claus Ogerman war ein Mensch, der mit einer gewissen Verwunderung auf das Interesse an seiner Person reagierte. Seine Arbeit als Arrangeur für die Größen des amerikanischen Jazz (Stan Getz, Bill Evans, Wes Montgomery, Frank Sinatra, Oscar Peterson etc.) und des brasilianischen Bossa-Nova-Sounds (Tom Jobim, João Gilberto), aber auch mit Pop- und Soul-Sängern, verglich er mit einer für ihn typischen Mischung aus Understatement und Selbstsicherheit gern mit der eines musikalischen Rahmenmachers.

Der Musiker, der sich mit sich selbst multipliziert

05.09.16 (Claus Lochbihler) -
In seinen Videos multipliziert sich Jacob Collier (21) nicht nur musikalisch, sondern auch optisch: Wie in einem Setzkasten ist der Multiinstrumentalist aus London darin als Solo- und Backgroundsänger, als Pianist, Schlagzeuger und Keyboarder zu sehen. Alles gleichzeitig und so ansteckend virtuos, dass seine Musikvideos bereits mehr als 6,5 Millionen Mal geklickt wurden. Zu seiner Fangemeinde zählen auch Musiklegenden wie Quincy Jones, Pat Metheny und James Taylor, die ins Schwärmen geraten, wenn der Name Jacob Collier fällt. Im Interview mit Claus Lochbihler erzählt der junge Engländer, wie er sich fühlt, wenn er neue Musik postet, was Brian Wilson mit dem Komponisten Benjamin Britten verbindet, und warum man als Jazzer auch Death Metal hören kann.

„Bau bloß keinen Scheiß, Brad!“ – Claus Lochbihler im Gespräch mit Brad Mehldau

14.03.14 (Claus Lochbihler) -
Der Jazz-Pianist als Rock-Gitarrist: Brad Mehldau hat mit dem Schlagzeuger Mark Guiliana ein Album („Taming the Dragon“, Nonesuch/Warner) aufgenommen, das zwischen Dubstep-Grooves und Synthie-Schwaden, Jazzimprovisation und Prog-Rock pendelt. Im Interview erklärt Mehldau, warum sich hinter futuristischen Klängen ein Trip in die eigene Jugend verbirgt und was die Sehnsucht nach Gitarrensounds damit zu tun hat.

Zwischen Country Soul und Nat King Cole: Diana Kralls Konzert in der Münchner Philharmonie

17.07.13 (Claus Lochbihler) -
Samtrotes Licht, das eine Plüschsofastimmung verbreitet. Im Hintergrund ein paar Ständer mit Sternen, die an gebackene Riesenkekse erinnern würden, wenn sie nicht auch leuchten könnten. Und am rechten Bühnenrand ein altes, symbolträchtiges Grammophon, von dem Diana Krall später verraten wird, dass es aus dem Fundus ihres Vaters stammt.

„Nat King Cole hat keinen größeren Fan als mich“ – der Sänger und Gitarrist George Benson im Gespräch

15.07.13 (Claus Lochbihler) -
Der große George Benson über sein erstes Instrument – die kleine Ukulele – und seine größten Vorbilder: Nat King Cole, vor dem er sich auf seinem neuen Album tief verbeugt, und Grant Green, der für Benson der „Sänger unter den Jazzgitarristen“ war.

Der Wasserfarben-Gitarrist: Bill Frisell im Gespräch über John Lennon, Inspiration und persönliche Limits als Chance

02.11.12 (Bill Frisell) -
Mit seinem filmmusikalischen Projekt „The Great Flood“ gastiert Bill Frisell Anfang November in Wien, Ludwigshafen und Straßburg. Im Interview erzählt der Gitarrist, warum er sich so oft von Film und Malerei inspirieren lässt, was ihn mit dem Comic-Künstler Gary Larson verbindet und weshalb seine letzte CD-Einspielung den Songs von John Lennon galt.

Pling-Pling: das „Ukulele Orchestra of Great Britain“ im Münchner Prinzregententheater

15.02.12 (Claus Lochbihler) -
Bei vielen Konzerten wird alles immer noch lauter, größer und bombastischer. Ganz anders das „Ukulele Orchestra of Great Britain“ (UOGB) am Montag im ausverkauften Prinzregententheater: Da wird die Mini-Ukulele, die die sieben Musiker als Running Gag immer wieder hervorzuziehen, kleiner und kleiner. Bis sie irgendwann kurz vor Konzertende auf ein gerade noch spielbares Minimum an Niedlichkeit zusammengeschrumpft ist.

Zwei rechte Hände: Grandioser Auftakt einer Deutschlandtournee: Joshua Redman und Brad Mehldau bei „Jazz in Kongress“ in München

20.11.11 (Claus Lochbihler) -
Man sollte alles liegen und stehen lassen und den beiden auf ihrer Tournee hinterher reisen. Was nämlich Joshua Redman und Brad Mehldau zum Auftakt ihrer Deutschlandtournee in München boten, übertraf an Schönheit, Gefühlsintensität und spannender Improvisationskunst alles, was man von beiden schon mal zu hören bekam. Und auch das war nie von schlechten Eltern.

„Seine Ohren sind so ‚deep‘!“ Ab heute (17.11.) auf Deutschland-Tour: Brad Mehldau und Joshua Redman

17.11.11 (Claus Lochbihler) -
Wenn der Saxophonist Joshua Redman und der Pianist Brad Mehldau bei ihren Duo-Auftritten der nächsten Tage nur so halb gut klingen und improvisieren, wie sie übereinander reden, dann darf man sich auf DAS Konzertereignis dieses Jazz-Herbstes freuen.
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