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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Meuschel«

Krisen-Lügen: „Anoyme Systemfehler, globale Trends“ als Flucht vor Verantwortung

12.12.08 (Stefan Meuschel) -
Unser Autor Stefan Meuschel ist langjähriger Geschäftsführer der Vereinigung deutscher Opernchorsänger und Bühnentänzer (VdO) sowie Herausgeber der Zeitschrift „Oper & Tanz“. In seinem Editorial für die kommende Ausgabe (wir liefern hier einen Vorabdruck) stellt er bekannte „Verantwortungs-Flüchtlinge“ an den Pranger:

Kick mal

01.12.03 (Stefan Meuschel) -

Stefan Meuschel, Geschäftsführer der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e.V. (VdO) nahm eine Rezension von Reinhard J. Brembeck über Glucks „Orphée et Eurydice“ in der Bayerischen Staatsoper („Süddeutschen Zeitung“ vom 22. Oktober 2003) zum Anlass, über das Thema Kritik und Operntheater nachzudenken.

Sinnkrise

01.02.03 (Stefan Meuschel) -

Christina Weiss, die neue Staatsministerin für Kultur und Medien, brachte es im Gespräch mit Bundespräsident Johannes Rau auf den Punkt. Die Frage, wie künftig die öffentlichen Theater und Orchester zu finanzieren seien, meinte sie, sei nichts anderes als ein Teil der generellen Frage nach der künftigen Finanzierung des öffentlichen Dienstes in Deutschland. Auch wenn die Theaterfinanzierung mit gerade mal 0,2 Prozent der Gesamtausgaben der öffentlichen Hände ein winzig kleiner Teil der Frage sei, begrüße sie es sehr, dass „das Theater“ nach eigenen Antworten suche.

Urheber, ausübender Künstler und Produzent

01.11.02 (Stefan Meuschel) -

Der heutige Filmkomponist sei eine Art Chamäleon, meinte Jörg Evers, selbst Komponist und Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA: Urheber, ausübender Künstler und Produzent, oft auch Tonträgerhersteller. Das alles in einer Person mit allen urheber-, leistungsschutz-, und arbeitsrechtlichen Konsequenzen.Der Composers Club (CC), Berufsverband der Filmkomponisten, und der Deutsche Komponistenverband (DKV) hatten im Rahmen der Medientage München 2002 zu einem Symposium geladen, das sich mit den „Spielregeln des Medienmonopoly“ speziell mit dem Thema „Filmmusik und das neue Urhebervertragsrecht“ befasste.

Künstlerkapitän

01.07.02 (Stefan Meuschel) -

Im zweiten Teil seines „Berichts zur Bühnenstruktur“ hatte Christoph Stölzl, seinerzeit Kultursenator der Berliner CDU/SPD-Koalition, dem Abgeordnetenhaus von Berlin am 12. Oktober 2000 Vorschläge zu Einsparungsmöglichkeiten, Rechtsformänderungen und organisatorischen Zusammenlegungen unterbreitet.

Nackter Kaiser

01.05.02 (Stefan Meuschel) -

Ein Kaiser in neuen Kleidern geht als Gespenst in Deutschlands Theaterszene um. Trotz vieler Vornamen wie zum Beispiel „Weimarer“, „Berliner“, „Düsseldorfer“, „Mainzer“ oder „Frankfurter“ ist es stets ein und dasselbe Gespenst mit dem Nachnamen „Modell“.

Das Wunder von Weimar lässt auf sich warten

01.03.02 (Stefan Meuschel) -

„Die Zukunft einer Landeshauptstadt in Deutschland ohne Opernhaus kann ich mir eigentlich nicht denken“, sagt Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel. Und da Erfurts Theatergebäude baufällig ist, wird ein repräsentatives neues Haus hochgezogen. Die auch für Kunst zuständige Ministerin Dagmar Schipanski wünscht sich wenigstens „ein anspruchsvolles Theater in der Mitte unseres Landes“, „das sich an den guten Häusern in der oberen Klasse in Deutschland messen lassen kann“. Pech für Weimar, dass es, 21 Kilometer östlich von Erfurt liegend, offenbar nicht mehr zur Mitte des Landes gehört.

Bayreuth absurd

01.05.01 (Stefan Meuschel) -

Ein „starrsinniger“, „hinterwäldlerischer“, „verbockter Greis“ olle endlich das Feld räumen; die Häme, mit der Stimmen aus der Presse und Politik dies fordern, hat den Boden des Anstands, des Respekts und der Würde verlassen.

Nur noch Fastfood in MacPom?

01.03.01 (Stefan Meuschel) -

Die schlechten Nachrichten überstürzen sich: Die Betriebszuschüsse für das Volkstheater Rostock sollen drastisch gekürzt werden; Intendant Michael Winrich Schlicht beendet seinen Vertrag zum Ende der Spielzeit 2001/02 und weist als Konsequenz der reduzierten Betriebsmittel zwei Schließtage pro Woche auf dem Spielplan aus. Das Theater Vorpommern (Greifswald/Stralsund) kündigt vorsorglich am 31. Januar 2001 acht Orchestermusikern, weil Kosten senkende Haustarifverträge bis zu diesem Termin nicht zustande gekommen waren – obschon deren Notwendigkeit seit Herbst 2000 allen Beteiligten bekannt war. Wen wundert es, dass die Orchestervereinigung sich jetzt mehr auf Kündigungsschutz als auf Haustarifverträge konzentriert?

Akten-Einsicht

01.03.01 (Stefan Meuschel) -

Im Interesse der Opfer der Ausforschungstätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR sind dessen Akten nach der Wende nicht, wie von manchen gefordert, vernichtet worden. Sie werden von der nach ihrem ersten Leiter benannten „Gauck“-Behörde geordnet und verwaltet; innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Rahmens ist, auch heute noch, Einsicht möglich. Die Einsichtnahme hat stets zwei Folgen: Das Opfer erfährt, von wem es bespitztelt wurde und wie eingetretene Schäden in seinem privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Umfeld zu Stande gekommen sind. Und der Spitzel, ob er nun hauptberuflicher oder inoffizieller, informeller Mitarbeiter des MfS war, ist in aller Regel enttarnt. Wie im deutschen Strafrecht üblich, ist das Interesse des Staates – und auch der Öffentlichkeit – weit mehr auf Verfolgung und Bestrafung des Täters gerichtet denn auf Entschädigung des Opfers. Für die Opfer ist das ein schwer zu ertragender Zustand.

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