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Preisträgerinnen und Preisträger des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2026 (Foto: Urban Ruths)

Preisträgerinnen und Preisträger des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs 2026. Foto: Urban Ruths

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Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2026: vier Preise gehen an die UdK Berlin

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Am Sonntagabend ging der diesjährige Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2026 mit einem eindrucksvollen Preisträger*innenkonzert im Konzerthaus Berlin zu Ende. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs wurden vier der insgesamt sechs regulären Preise an Studierende der Fakultät Musik der UdK Berlin vergeben. Die weiteren Preise gingen an Studierende der Hochschulen in Hannover und Lübeck.

In der verganenen Woche fand vom 7. bis zum 11. Januar 2026 mit dem Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb der älteste deutsche musikalische Nachwuchswettbewerb in Berlin statt. Ausgeschrieben waren in diesem Jahr die Fächer Klavier und Kammermusik mit Blasinstrumenten.

32 Pianist*innen und 17 Bläserensembles von 23 deutschen Musikhochschulen nahmen an den Wertungsspielen teil und wetteiferten um Folgeengagements, CD-Produktionen und Preisgelder in einer Gesamthöhe von über 30.000 Euro, darunter der „Preis des Bundespräsidenten“, der einzige Geldpreis, den der Bundespräsident im Bereich der Musik vergibt. Nach zwei Wertungsrunden und einem Finalkonzert fand der Wettbewerb am Sonntag, 11. Januar, seinen Abschluss im Preisträger*innenkonzert im Konzerthaus Berlin gemeinsam mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Gregor A. Mayrhofer.

Mit vier der insgesamt sechs regulären Auszeichnungen sowie dem Preis der Freunde Junger Musiker Deutschland erspielten sich Studierende der Fakultät Musik der UdK Berlin so viele Preise, wie nie zuvor in der Wettbewerbsgeschichte. Dazu Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident der UdK Berlin: „Einmal mehr hat sich mit dem für unsere Musikstudierenden großen Erfolg beim diesjährigen Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb die außerordentliche Qualität der künstlerischen Ausbildung an unserer Universität unter Beweis stellen können: Ich gratuliere den Preisträger*innen im Fach Klavier Shion Ota und Tabea Streicher sowie unseren Ensembles „5um3“ und „Berliner Luftblech“ sehr herzlich. Der Erfolg von Tabea Streicher, die bereits als junge Musikerin im an die UdK Berlin angebundenen Julius-Stern-Institut unterrichtet wurde, zeigt wie wichtig es ist, auch die Nachwuchsförderung institutionell zu untermauern. Die UdK Berlin ist mit ihren eigenen Förderformaten darin äußerst erfolgreich und arbeitet gleichzeitig eng mit Berliner Institutionen wie z. B. den Berliner Musikschulen zusammen, um so talentierten jungen Menschen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt eine breite Zugriffsmöglichkeit auf Kunst und Kultur zu ermöglichen.“

Prof. Eckart Hübner, Dekan der Fakultät Musik an der UdK Berlin, fügt hinzu: „Das eindrucksvolle Preisträger*innenkonzert im Konzerthaus Berlin unterstrich noch einmal das unglaublich hohe Niveau der Teilnehmenden in diesem Jahr. Dass Studierende der UdK Berlin insgesamt vier der sechs regulären Preise erspielen konnten, ist dabei ein absolutes Novum in der Geschichte des Wettbewerbs und erfüllt uns mit Stolz. Die jungen Musikerinnen und Musiker unterstreichen mit diesen Auszeichnungen beispielhaft die Exzellenz der künstlerischen Ausbildung an unserer Hochschule. Wir werden weiterhin alles in unserer Macht stehende tun, um die Qualität der Ausbildung beizubehalten und weiter erfreuliche Meldungen wie diese aus unserer Universität verkünden zu können.“

Die Preisträger*innen:

KLAVIER

  • Erster Preis (Mendelssohn-Preis, 6.000 EUR): Shion Ota (Universität der Künste Berlin)
  • Zweiter Preis (Preis des Bundespräsidenten, 4.000 EUR): Sohta Miura (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
  • Dritter Preis (Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung, 2.000 EUR): Tabea Streicher (Universität der Künste Berlin)
  • Sonderpreis Interpretation Auftragswerk (Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung, 500 EUR): Duoduo Xia (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover)
    Das Auftragswerk „frames (to shift / break out)“ wurde von Elnaz Seyedi komponiert; gefördert durch den „Fanny Hensel-Preis“ der Mendelssohn-Gesellschaft e. V., Berlin

KAMMERMUSIK MIT BLASINSTRUMENTEN

  • Erster Preis (Mendelssohn-Preis, 6.000 EUR): 5um3 (Universität der Künste Berlin)
  • Zweiter Preis (Preis des Bundespräsidenten, 4.000 EUR): Berliner Luftblech (Universität der Künste Berlin)
  • Dritter Preis (Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung, 2.000 EUR): Quantum Quintett (Musikhochschule Lübeck)
  • Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werks des 21. Jahrhunderts (Preis der Elsa-Wera-Arnold-Stiftung, 1.000 EUR)
    Ensemble Ardea (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover). Für die Interpretation von Jörg Widmanns „Quintett“
  • Preis der Freunde Junger Musiker Deutschland (6.000 EUR): 5um3 (Universität der Künste Berlin)

Veranstaltet wird der Wettbewerb von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin. Die künstlerische Leitung obliegt Ulf Werner, ehem. Orchesterdirektor des Konzerthaus Berlin. Schirmherr des Wettbewerbs ist Andris Nelsons, Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Die Juryvorsitzenden waren in diesem Jahr Prof. Rudolf Meister (Klavier) und Prof. Eckart Hübner (Kammermusik mit Blasinstrumenten).

Die Universität der Künste Berlin gehört zu den größten und vielseitigsten Kunstuniversitäten Europas, an der sich künstlerische Lehre und Praxis sowie wissenschaftlicher Diskurs gegenseitig beeinflussen und das akademische Profil prägen. Mit ihrer über 300-jährigen Geschichte ist sie tief in der Stadt Berlin verankert und ist mit jährlich über 700 Veranstaltungen eine bedeutende kulturelle Impulsgeberin. Die UdK Berlin vereint ein breites Spektrum an Studiengängen der Bildenden Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellenden Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften. Ihr Profil wird durch das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin und durch das Jazz Institut Berlin ergänzt. Ihren rund 4.500 Studierenden – von denen etwa ein Drittel international ist – bietet sie exzellente Lehre und Forschung und fördert einen kontinuierlichen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2025 Prof. Dr. Markus Hilgert.

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