Die nmz beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Regensburg +++ JukeBoxx NewMusic Award 2027 +++ Südtirol Jazzfestival Alto Adige 2026 +++ Theatersommer Schloss Kochberg
Unser Bild zeigt Musikerinnen und Musiker des Bayerischen Landesjugendorchesters beim Konzert 2025 in der Isarphilharmonie München. Foto: Susanne van Loon
Nachrichten 2026/05
Blicke hinter die Kulissen
Die nmz beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Regensburg
In der Woche über Pfingsten, vom 21. bis zum 31. Mai 2026, treffen sich junge Musiker:innen aus ganz Deutschland und von Deutschen Schulen im Ausland in München und Regensburg, wo zum ersten Mal der Bundeswettbewerb Jugend musiziert in diesen beiden bayerischen Gastgeberstädten stattfindet. Mehr dazu auf Seite 30 dieser Ausgabe.
Das Eröffnungskonzert des diesjährigen Bundeswettbewerbs Jugend musiziert am Abend des 22. Mai 2026 im Herkulessaal der Residenz München spielt das Bayerische Landesjugendorchester unter der Leitung der aufstrebenden Dirigentin Ustina Dubitsky aus München. Solist ist der Geiger Korbinian Altenberger, dessen musikalischer Lebensweg ebenfalls in München seinen Anfang nahm. Auf dem Programm stehen Werke von Johannes Brahms und Béla Bartók.
Am 29.5. findet in Regensburg ein sogenanntes Beyond-Borders-Konzert im Neuhaussaal des Staatstheaters Regensburg statt.
Das Preisträger:innen-Konzert findet am 31. Mai ebenfalls in Regensburg statt. Weitere Konzerttermine werden noch bekannntgebeben.
Erstmals begleitet die Social Media Redaktion der nmz den Wettbewerb vor Ort in Regensburg und fängt die besondere Atmosphäre in Videos und Interviews ein. Dazu Social Media-Redakteur Bernhard Plechinger. „Wir sprechen mit Teilnehmenden, Eltern und Jury und geben Einblicke hinter die Kulissen. Gleichzeitig sind alle eingeladen, selbst aktiv zu werden: Kommt mit euren Ideen vorbei oder bringt eigene Videos mit – gemeinsam setzen wir kreative Beiträge für die Social-Media-Kanäle um.“ Anmelden kann man sich bei Jugend musiziert oder auch direkt bei Bernhard Plechinger (b.plechinger
nmz.de (b[dot]plechinger[at]nmz[dot]de) +49 174 9197594). Plechinger (*1994) erhielt von 2016–2020 Kompositionsunterricht bei Prof. Gerhard Müller-Hornbach. Ein Studium bei Prof. Moritz Eggert und Kurse bei Stefan Hakenberg und Georg Friedrich Haas schlossen sich an.
JukeBoxx NewMusic Award 2027
Wettbewerb für Gegenwartsmusik und Medienkunst mit neuen Ausschreibungskriterien
Die Christoph und Stephan Kaske Stiftung und die neue musikzeitung (nmz) schreiben seit 2017 international den JukeBoxx NewMusic Award aus. Der Award richtet sich an Teams aus zwei Künstler:innen: eine:n Komponist:in und eine:n Video-Künstler:in, die gemeinsam ein Werk im Bereich der zeitgenössischen Musik und Medienkunst realisieren und einreichen. Auch wenn Koproduktionen wünschenswert sind, wird nicht explizit ausgeschlossen, dass Audio und Video von derselben Person kommen.
Ziel des Preises ist es, die künstlerische Zusammenarbeit zwischen Komposition und Videokunst zu fördern. Eingereicht werden können ausschließlich gemeinschaftlich entwickelte und realisierte Arbeiten, bei denen Musik und visuelle Ebene inhaltlich, strukturell und ästhetisch eng aufeinander bezogen sind. Erwartet wird eine eigenständige audiovisuelle Produktion, in der Musik und visuelle Gestaltung konzeptionell und gestalterisch gleichwertig und eng miteinander verbunden sind.
Es werden keine Konzert-Videoaufnahmen zugelassen, auch nicht in künstlerisch bearbeiteter Form. Nur von der Jury ausgezeichnete und ausgewählte Videos werden künftig auf der JukeBoxx NewMusic-Seite hochgeladen.
Das Werk darf nicht vor Januar 2024 komponiert beziehungsweise realisiert worden sein.
Die Einreichung erfolgt innerhalb der Ausschreibungsfrist in Form eines hochwertigen Musik-/Videoclips mit einer Dauer von zirka 5–6 Minuten über jukeboxxnewmusic.net
Die Übermittlung erfolgt über einen Server freier Wahl. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2027.
Der Preis ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert und wird bei Koproduktionen zu gleichen Teilen an die beiden beteiligten Künstler:innen vergeben (Zwei mal 2.000 Euro).
Pro Ausschreibungsjahr darf jedes Künstler:innen-Team nur ein Werk einreichen. Ehemalige Preisträgerinnen sind von einer erneuten Teilnahme ausgeschlossen.
Eine unabhängige Jury, bestehend aus Vertreter:innen der Stiftung und der nmz, entscheidet über die Preisvergabe.
Industrie-Charme und Berggipfel
Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige 2026
Vom 26. Juni bis zum 5. Juli 2026 lädt das Südtirol Jazzfestival Alto Adige dazu ein, in über 50 Konzerten die aktuellen Strömungen des europäischen Jazz zu entdecken. Zwischen Industriearchitektur, urbanen Plätzen und alpinen Landschaften entsteht ein Programm mit ungewöhnlichen Hörerlebnissen. Die Eröffnung des Festivals findet am 26. Juni im NOI Techpark in Bozen statt: Zum zweiten Mal in Folge beginnt es mit einem Jazzorchesterkonzert. Dieses Jahr wird das norwegische Gard Nilssen’ Supersonic Orchestra den Auftakt gestalten. Die Formation aus Bläsern und dreifach besetzter Rhythmusgruppe entfaltet eine Wucht, die den Begriff „Supersonic“ – auf Deutsch „Überschall“ – als unmittelbar physische Erfahrung definiert. Das Ensemble prägt zugleich das gesamte Eröffnungswochenende und den weiteren Festivalverlauf, wenn einzelne Musiker:innen des Orchesters in wechselnden Projekten an unterschiedlichsten Schauplätzen im Land zu erleben sind. Mit dieser Wahl unterstreicht das Festival seinen Fokus auf den zeitgenössischen europäischen Jazz und lässt aktuelle Entwicklungen rund um das Thema „Sound“ zum Herzstück des Programms werden. Während die Late-Night-Konzerte im Batzen Sudwerk und das KABARILA Jazz Ritual – bereits in seiner vierten Ausgabe – für bewährte Festivalatmosphäre sorgen, erweitert sich das Spielfeld in diesem Jahr deutlich. Neue Locations wie das AHOI-Minigolf und der Alcide-Berloffa-Park in Bozen, das Haus Guggenberg in Brixen oder die Freie Universität Bozen holen den Jazz mitten in den urbanen Alltag. Gleichzeitig bleibt die Natur ein zentraler Bestandteil des Festivalgedankens.
Theatersommer Schloss Kochberg
Der Theatersommer 2026 des Liebhabertheaters Schloss Kochberg in Thüringen findet vom 9. Mai bis 19. September an den Wochenenden statt. Gespielt wird im original erhaltenen Privattheater des 18. Jahrhunderts. Oper, Schauspiel und Konzerte werden in historischer Aufführungspraxis präsentiert. Im Rahmen des Theaterjahres Thüringen setzt das Programm einen Schwerpunkt auf das Theater der Goethezeit im authentischen historischen Raum. Unter dem Motto „Vorhang auf: Theater!“ stehen Opern, Konzerte und Lesungen im Mittelpunkt.
Mitwirkende sind unter anderem Corinna Harfouch, Eva Mattes, Barbara Schnitzler und Helmut Mooshammer. Ergänzt wird das Programm durch Lesungen mit Musik sowie Konzerte mit Ensembles wie lautten compagney BERLIN, Capella Jenensis und dem Thüringer Bach Collegium. Gezeigt werden außerdem Inszenierungen wie „Scherz, List und Rache“, „Die Theatralischen Abentheuer“, „Auf der Suche nach der besten Welt“ und „Die Mitschuldigen“. Das Kochberger Gartenvergnügen am 16. Mai ergänzt das Programm.
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