Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 19.08. bis 25.08.2019


18.08.19 -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 34: Interview mit Walter Zimmermann von Irene Kurka / Die Musik des Berliner Komponisten Hauke Harder / Wittener Tage für Neue Kammermusik 2019 / Kompositorische Strategien für eine Neue Musik des 21. Jahrhunderts / 45 Jahre Arditti Quartett / Forum neuer Musik 2009 – ,La otra america’ / Der Komponist und Musikforscher Jakob Schönberg / Musik zum 30-jährigen Krieg / Acht Brücken Festival in Köln / Musik der Minderheiten Südwestchinas.
18.08.2019 - Von mh, KIZ


Podcast von Irene Kurka ::: neue musik leben

46 – Interview mit Walter Zimmermann – Komponist

Walter Zimmermann mit Einblicken in sein Leben als Komponist und Kompositionsprofessor. Er spricht offen über Herausforderungen in seinem Alltag und gibt großartige Tipps für alle Musiker.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


19.08.2019


keine Sendung


20.08.2019

00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Akribisches Hören – Die Musik des Berliner Komponisten Hauke Harder

Von Matthias R. Entreß. (Wdh. v. 18.11.2014). Als Vertreter eines extremen Minimalismus hat Hauke Harder jedwede Gefühlsäußerung aus seiner Musik verbannt, zugunsten einer rationalen Perspektive, die auf die akustisch-physikalischen Phänomene des Klangs fokussiert ist.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Klaus-Peter Werani: „Drei Räume“ (Klaus-Peter Werani, Viola); Nikolaus Brass: „Zeichen, Zeichnungen – Drawings“ (TrioCoriolis); Eva Sindichakis: „Joseph Beuys und sein schwarzer Raum“ (Arno Waschk, Klavier); Stephan Stiens: „Achilles Moves“ (Guitar Company); Nicolaus Richter de Vroe: Trio (Henrik Wiese, Flöte; Aljoscha Zierow, Trompete; Lukas Maria Kuen, Klavier); Alexander Strauch: „Linie und Block“ (Quartetto Maurice); Christoph Reiserer: „Differenzen“ (Carin Levine, Flöte; Stefan Blum, Vibraphon; Zoro Babel, Elektronik); Markus Schmitt: „Siebenkäs-Musik“ (Barbara Kink, Violine; Sebastian Hess, Violoncello; Moritz Eggert, Klavier)

20:04 bis 22:30 | WDR 3
ARD Radiofestival. Konzert: Wittener Tage für Neue Kammermusik 2019

Sarah Maria Sun, Stimme; Marco Blaauw, Trompete; Carl Rosman, Klarinette; Dirk Rothbrust, Schlagzeug; Eklekto + Neseven, Leitung: Ondrej Adámek; Quatuor Diotima; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Michael Wendeberg.

Ondrej Adámek: Schlafen gut. Warm. für szenisch agierendes Vokalensemble und 3 Schlagzeuger, Uraufführung / Mikel Urquiza: Alfabet für Sopran, Trompete, Klarinette und Schlagzeug, Uraufführung / Clara Iannotta: Moult für Kammerorchester, Uraufführung / Misato Mochizuki: Brains für Streichquartett, Deutsche Erstaufführung / Sara Glojnaric: Artefacts #2 für Stimme, kleines Schlagzeug und Tape, Uraufführung / Ondrej Adámek: Man Time Stone Time für 4 Vokalsolisten mit Objekten und Kammerorchester, Uraufführung / Spiel Stationen: Ausschnitte aus Arbeiten von Manos Tsangaris und Barblina Meierhans. Aufnahmen vom 10. bis 12. Mai aus dem Saalbau und der Rudolf Steiner Schule

Alles neu. Für die Wittener Tage für neue Kammermusik entstehen in jedem Frühjahr – u.a. im Auftrag des WDR – Dutzende neuer Werke. Hier geht es seit 50 Jahren um das erste Mal. Das Kammermusikfestival, das sich ganz der Uraufführung verschrieben hat, wird seit 1969 von der Stadt Witten und dem WDR ausgerichtet.

In diesem Jahr stand der Komponist Ondrej Adámek im Mittelpunkt. Spontaneität, spielerischer Witz und ein ausgesprochener Theatersinn kennzeichnen die Musik des 1979 geborenen tschechischen Komponisten, von dem mehrere neue Werke auf dem Programm standen. Eines wurde vom WDR Sinfonieorchester aus der Taufe gehoben, das in Witten in kompakter Sinfonietta-Besetzung antritt. Das französische Quatuor Diotima war diesmal vertreten mit neuen Streichquartetten u.a. von Misato Mochizuki. Zu den Interpretinnen zählt auch die Sopranistin Sarah Maria Sun, die Neues von Sasha J. Blondeau, Sara Glojnaric und Mikel Urquiza uraufführte.

Wohin steuert die Musik? Komponisten und Interpreten reisen für ein Wochenende an die Ruhr, um das Publikum hören zu lassen, was die Gegenwart bewegt.


21.08.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Eberhard Klemmstein: Fantasie über ein Thema von Joseph Haydn (Sebastian Theile, Klarinette; Marteau Ensemble); Heinz Winbeck: „Denk ich an Haydn“ (Städtisches Orchester Solingen: Bernhard Lang); Waldram Hollfelder: Variationen über ein Thema von Johann Pachelbel (Nürnberger Akkordeonorchester: Willy Münch); Marcus Maria Reißenberger: „MEM 3“ (Rebecca Martin, Mezzosopran; Ensemble Kontraste: Peter Hirsch); Volker Blumenthaler: „et homo factus est“ (Ensemble Phorminx); Werner Heider: „Musik-Geschichte“ (Werner Heider, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Muhai Tang)


22.08.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Vor 20 Jahren – Kompositorische Strategien für eine Neue Musik des 21. Jahrhunderts

Der japanische Komponist Yuji Takahashi im Gespräch mit Emmanuelle Loubet

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Gustav Geierhaas: Streichquartett in G (Seitz-Quartett); Carl Englert: „Stimmungen“, op. 54 (Paul Sanders, Klavier); Walter Haupt: „Lasermusik“ (Ein Schlagzeugensemble: Walter Haupt); Fred M. Bauersachs: „Die Bergpredigt“, op. 36 (Bernhard Leonardy, Orgel); Siegfried Fink: „Motion Pictures II“ (Jochen Sponsel, Jeff Beer, Bernd Kremling, Schlagzeug; Werner Berndsen, Realisierung, Tonband)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik – 45 Jahre Arditti Quartett


23.08.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Knallfunken – Von Raviv Ganchrow

Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019. Länge: ca. 54’30. (Ursendung)

Bei Hochspannung kommt es zu Funkenbildung. An den Blitzableitern der Funkstation Nauen empfängt Raviv Ganchrow Impulse weit entfernter Gewitter, wandernder Kraniche und schwärmender Bienen.

Bei Hochspannung kommt es zu Funkenbildung. Dieses physikalische Gesetz ist Vorrausetzung für die drahtlose Kommunikation. Man könnte daher sagen: Die Bezähmung von Blitzen läutet die Geburtsstunde des Radios ein.

Das Hörstück „Knallfunken“ nutzt Miniaturblitze, um Funkenbildungen hörbar zu machen. An den Blitzableitern der Funkstation Nauen empfängt Raviv Ganchrow Impulse weit entfernter Gewitter. Das Hörstück gleicht einem Schaltkreis aus spannungsgeladenen Spulen, funkenprühenden Kupferverbindungen, tropischen Gewittern, wandernden Kranichen, schwärmenden Bienen, Gegenden in Zentralasien und Südamerika, ionosphärischen Brechungen und Herbstwind.

„Knallfunken“ ist Teil einer Trilogie, die physikalisch-materielle Aspekte der drahtlosen Übertragung erforscht.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Klaus Hinrich Stahmer: „Épitaphe“ (Württembergischer Kammerchor: Dieter Kurz); Wolfram Graf: „Bewegungen“, op. 212 (Pikap Quartett); Andreas Dohmen: „Porträts und Wiederholung“ (Neue Vocalsolisten Stuttgart: Manfred Schreier); Violeta Dinescu: „Flügel und Trümmer“ (Sorin Petrescu, Klavier); Heinrich J. Hartl: „Der Pharisäer und der Zöllner“ (Cantabile Limburg: Jürgen Faßbender); András Hamary: Suite (Armin Fuchs, Markus Bellheim, Klavier; Stephanie Carr, Christian Wissel, Perkussion); Werner Jacob: „Cantate Domino canticum novum“ (Maja Tabatadze, Sopran; Mirjam Scheur, Alt; Alex Grigorev, Tenor; Frans Huijts, Bass; Studium Chorale: Hans Leenders)

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
Hörspiel „Heimsuchung“ (1/2) von Jenny Erpenbeck

Mit Paul Herwig, Walter Hess, Peter Fricke, Julia Loibl, Christiane Roßbach, Stefan Wilkening und anderen. Komposition: UIrike Haage. Regie: Katja Langenbach, BR 2009

Kann man Heimat bauen? Ist sie tatsächlich festzulegen auf einen Flecken Erde und den Besitz eines Hauses? Oder ist Heimat die Kindheit in einem anderen Land, die mit Kriegsausbruch für immer verloren ging? Kann Heimat ein Land sein, aus dem man vertrieben wurde? Von der „Heimsuchung“ erzählt das zweiteilige Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck. Über ein Jahrhundert hinweg, von der Kaiserzeit bis in die Nachwendezeit, verfolgt es die Lebenssituationen der wechselnden Bewohner, Nachbarn und Besucher eines Hauses im Brandenburgischen. Die Geschichte Deutschlands bzw. Europas spiegelt sich an dieser Heimstatt. Den Anfangspunkt dieses historischen Reigens bildet ein Großbauer, der sein Waldgrundstück an einem märkischen See verkauft: unter anderem einem Architekten und einem jüdischen Tuchmacher. Der Grund, der stets für die landwirtschaftliche Nutzung und als Mitgift vorgesehen war, wird zu einer Erholungsoase für Berliner Sommerfrischler. Mit großer Liebe zum Detail errichtet der Architekt in den 1920er Jahren für sich und seine Frau ein Sommerhaus. Von den politischen Veränderungen der Nazizeit profitiert er. Dem jungen jüdischen Nachbarn, der seine Familie zurücklässt und emigriert, kauft er sein Erbgrundstück für die Hälfte des Verkehrswertes ab.

22:30 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Im Dienste des Live-Soundtracks – Musik im Berliner Babylon-Kino

Von Simon Schomäcker. Das Berliner Babylon-Kino wurde 1929 als Stummfilmkino gegründet und feiert entsprechend in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Stummfilme bilden immer noch einen großen Schwerpunkt im Programm des Babylon. Es existiert noch die originale Kino-Orgel, es steht aber auch ein Konzertflügel zur Verfügung und kürzlich wurde sogar eigens ein Kino-Orchester gegründet, das Original-Soundtracks oder auch Neukompositionen zu Stummfilmen spielt.


24.08.2019


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2009 – ,La otra america’

Coriún Aharonián: Homenaje a la flecha clavada en el pecho de Don Juan Díaz de Solís, Tonbandstück / Tato Taborda: Disparo – Tato Taborda, multiinstrumentale Struktur ,Geralda’ / Alexandre Fenerich, Sound / Ana Maria Rodriguez: Radiostation der vergessenen Städte – Na’ama Golan, Trompete; Alexandre Babel, Perkussion; Ana Maria Rodriguez, Live-Elektronbik. Aufnahmen vom 4. und 5.4.2009 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln. Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Ein wichtiges Moment auf dem Wege zu künstlerisch Eigenem war und ist für Komponierende aus Lateinamerika die Einbeziehung der Elektroakustik. Das Forum neuer Musik 2009 gab dem eine Bühne. Der uruguayische Komponist Coriún Aharonián (1940-2017) war sich des politischen Potenzials dieser Technologie sehr wohl bewusst. 1974 montierte er hyperrealistisch bearbeitete Klänge traditioneller Flöteninstrumente und widmete diese dem unbekannten Indio, der dem spanischen Eroberer der Region Río de la Plata vor 500 Jahren einst einen Pfeil in die Brust schoss. Der Brasilianer Tato Taborda (*1960) musiziert mit der multiinstrumentalen Struktur ,Geralda’ – einer Musikmaschine, die zahlreiche Instrumente, elektroakustische und elektronische Quellen vereint. Mit ihr erforscht der Komponist die akustische Kulisse von Rio und deren natürliche Lebensumwelt. Für die in Argentinien geborene, in Berlin lebende Komponistin Ana Maria Rodriguez sind Computer und mediale Klangwelten Alltag und Bezugsort. Künstlerische Identität ist nicht mehr an einen geografischen Ort, vielmehr an ein Unterwegssein gebunden.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: „… den Melismen der orientalischen Juden nachlauschend“ – Der Komponist und Musikforscher Jakob Schönberg

Der unbekannte Schönberg: Während Arnold Schönberg weltweit für den Aufbruch in die musikalische Moderne steht, ist sein entfernter Verwandter Jakob Schönberg, der ebenfalls Komponist war, heute vergessen. Für Jakob Schönberg, 1900 in Fürth geboren, waren insbesondere die traditionellen jüdischen Gesänge der Synagoge Impuls für sein eigenes Schaffen. Er erforschte sie in seiner Dissertation von 1926 und strebte auf ihrer Basis nach einer genuin jüdischen Kunstmusik. Er arbeitete zudem als Musikkritiker der „Nürnberger Zeitung“ und Musikberater für den Rundfunksender „Deutsche Stunde in Bayern“, aus dem später der Bayerische Rundfunk hervorging. 1933 wurde Schönberg aus allen seinen beruflichen Tätigkeiten entlassen und ging nach Berlin, wo er sich im „Jüdischen Kulturbund“ engagierte, der einzigen Möglichkeit für jüdische Künstler, noch aufzutreten. Die Verfolgung verstärkte seine zionistische Haltung und er sah seinen Beitrag zu dieser Bewegung darin, die deutschen Juden mit der Folklore der jüdischen Bevölkerung in Palästina vertraut zu machen. Sie sollte die kulturelle Basis bilden, auf der ein zukünftiger Staat Israel im Heiligen Land zu einer eigenen musikalischen Identität finden sollte. Schönberg gab 1935 einen wegweisenden Sammelband mit Volksliedern aus dem Land Israel heraus: „Schirej Eretz Israel“ rief in der bedrängten jüdischen Welt Deutschlands ein großes Echo hervor. In „Musik der Welt“ beleuchtet Wolfgang Schicker zusammen mit dem Musikforscher und Pianisten Jascha Nemtsov die Beschäftigung und kreative Auseinandersetzung Jakob Schönbergs mit den traditionellen Melodien des Judentums und die Suche nach einer „neuen“ jüdischen Kunstmusik.


25.08.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Es geht ein dunkle Wolk herein – Musik zum 30-jährigen Krieg

Der längste Krieg, der jemals auf deutschem Boden stattfand, hat auch viel Musik mit sich gebracht, von 1618 bis heute. Zahlreiche Lieder erzählen vom Prager Fenstersturz und seinen Folgen.

Dramatische Musikwerke schildern die Schlachten und die Schrecken des Krieges. Dazu lassen die Landsknechte ihre Gesänge erklingen, die Marketenderin tanzt, die Sturmglocken läuten und die Bauern beten um Frieden.

20:04 bis 23:00 | WDR 3
ARD Radiofestival. Konzert – Acht Brücken Festival in Köln

Patricia Kopatchinskaja, Violine; Sol Gabetta, Violoncello; Tia Fuller Quartet; Königliches Concertgebouw Orchester Amsterdam, Leitung: Peter Eötvös.

Peter Eötvös: Alle vittime senza nome / Michel van der Aa: Doppelkonzert für Violine und Cello, Uraufführung / Witold LutosIawski: Konzert für Orchester. Diamond Cut, Jazz mit dem Tia Fuller Quartet. Aufnahmen vom 9. Mai aus der Philharmonie und vom 3. Mai aus dem Funkhaus.

„Alle vittime senza nome“, den namenlosen Opfern – so nannte Peter Eötvös seine Trauermusik für die vielen Flüchtlinge, die im Mittelmeer ertrinken. Beim Komponieren hatte er die Gesichter einzelner Personen vor Augen, aber auch das unvorstellbare Gedränge der dicht im Boot stehenden Menschen. Erschütternde Bilder, die sich in zarten Melodien der Soloinstrumente und im massiven Klang des vollen Orchesters spiegeln. Um Individuum und Masse geht es auf anderer Ebene auch in Witold LutosIawskis „Konzert für Orchester“ – der Titel des Konzertabends bringt das Spannungsverhältnis auf den Punkt.

Die Kritik dazu von Juan Martin Koch in der nmz.

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Die Kunst der verstimmten Klänge – Musik der Minderheiten Südwestchinas

In Yunnan hört man überall Musik. Musik ist ein bedeutender Teil des Lebens – es gibt Musik zum Laufen, zum Essen und Trinken, zum Gruß, zum Abschied, zur Brautwerbung, für die Hochzeit oder für Beerdigungen. Manche Feste werden tagelang gefeiert, dann wird ohne Unterlass gesungen und getanzt, auch die Nächte hindurch. So beschreibt es Professor Zhang Xingrong von der Kunsthochschule Yunnan in Kunming, der die bildschönen, aber schwer zugänglichen Gebiete in den Bergen Yunnans in den 1980er und 1990er Jahren Dutzende Male besuchte, um die Musik der über 25 Minderheiten in der Provinz Yunnan in Südwestchinas auf Tonband aufzunehmen. In Yunnan werden einzigartige Musikinstrumente, ungewöhnliche Spieltechniken und virtuoser Gesang bis heute kultiviert. Manche Melodien sind so ungewöhnlich, komplex und überraschend, dass man sich an diese Musik erst ein wenig gewöhnen muss. Neben Aufnahmen von Zhang Xingrong, werden auch die Forschungsarbeiten von der amerikanischen Musikethnologin Helen Rees in dieser Musikreise nach Südwestchina eine wichtige Rolle spielen. Eine Sendung von Helen Hahmann

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