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Alle Artikel kategorisiert unter »21. Jahrhundert«

Leuchtturm ohne Strahlkraft – Uraufführung der Kammeroper „To the Lighthouse“ in Bregenz

17.08.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Literaturkenner nennen Virginia Woolfs 1927 erschienenen Roman „Die Fahrt zum Leuchtturm“ in einem Atemzug mit „Ulysses“ von James Joyce und Prousts „Recherche“: in der Technik des nur teilweise ordnend gefilterten Bewusstseinsstroms wird das Innenleben einer Sommergesellschaft auf der Isle of Skye vor und nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt. Auf der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses wurde nun der Versuch einer „Bewusstseinsstrom-Oper“ des griechischen Komponisten Zesses Seglias (* 1984) uraufgeführt.

Musikfonds: 900.000 Euro für Förderung zeitgenössischer Musik vergeben

11.08.17 (dpa) -
Der neue Fonds für zeitgenössische Musik hat seine ersten Förderungen vergeben. 86 Projekte können mit zusammen fast 900 000 Euro rechnen, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) als Initiatorin des Projekts am Donnerstag mitteilte.

Künstlerische Sensibilität: Der argentinische Komponist Damián Gorandi ist der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2017

21.07.17 (PM) -
Damián Gorandi heißt der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2017 der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Beim Kompositions-Meisterkurs im Rahmen der 58. Weimarer Meisterkurse konnte der aus Südamerika angereiste 25-jährige Komponist die Jury mit seinen Werken von sich überzeugen. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Gorandi nun im Jahr 2018 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Außerdem werden seine Werke während seines Aufenthalts in Weimar in Konzerte des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) eingebunden.

Der Hörer muss den Code knacken

20.07.17 (Moritz Eggert) -
Es ist meine feste Überzeugung, dass die Verächter Neuer Musik keineswegs von „Dissonanzen“, „Atonalität“ oder „Geräuschen“ abgeschreckt werden. Das sind einfach nur unbeholfene Hilfsbegriffe, die in Wirklichkeit ein ganz anderes Unbehagen ausdrücken, nämlich das Unbehagen vieler Hörer, nichts zu verstehen. 

Kompositionswettbewerb „Neue Szenen“ ausgeschrieben

19.07.17 (PM) -
Internationaler Kompositionswettbewerb der Deutschen Oper Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ausgeschrieben. Zum vierten Mal schreibt die Deutsche Oper Berlin in Kooperation mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin den Internationalen Kompositionswettbewerb „Neue Szenen“ aus. Bis zum 15. September 2017 können sich junge Komponistinnen und Komponisten bis 35 Jahre mit einer Arbeitsprobe eines musiktheatralen Werkes bewerben.

DVD-Tipps 2017/07

18.07.17 (Juan Martin Koch) -
Arnold Schönberg: Moses und Aron. Thomas Johannes Mayer, John Graham-Hall u.a., Orchestre et Chœurs de l‘Opéra national de Paris, Philippe Jordan. Regie: Romeo Castellucci. BelAir +++ Michael Glinka: Ruslan und Ljudmila. Albina Shagimuratova, Mikhail Petrenka u.a. Chor und Orchester des Bolshoi Theaters, Vladimir Jurowski. Regie: Dmitri Tcherniakov. Bel Air +++ Carlisle Floyd: Susannah. Susan Hellman Spatafora, Olin Blitch u.a. St. Petersburg Opera Orchestra an Chorus, Mark Sforzini. Regie: Michael Unger. Naxos

Grundlagen klären, Diskussion offen halten

18.07.17 (Juan Martin Koch) -
Neue Musik, zeitgenössische Musik, Gegenwartsmusik … Der Diskussionsbedarf über diese grundsätzlichen Benennungen – jüngst auch in dieser Zeitung – ist hoch. Ein guter Zeitpunkt also für ein Lexikon, das die zu diesem Themenfeld gehörigen Begrifflichkeiten klärt, historisch einordnet und gegebenenfalls auch problematisiert.

Bruch in der Komfortzone: Gregor Schwellenbachs „Dronen-Oper“ im Bonn

12.07.17 (Stefan Pieper) -
Die Vernichtung von Menschen erfolgt heute nicht selten aus der Komfortzone heraus. An einem sicheren Ort fernab vom Kriegsschauplatz erlebt der mit dem Abfeuern tödlicher Fluggeschosse beauftragte „Drohnen-Operator“ die Tragweite seines Tuns nur von Monitoren aus. Töten als „Nine to five“- Job? Die Kameras können jedes Detail ins Visier nehmen, um den Einschlagsort exakt zu berechnen. Was ist dort unten für ein Leben? Wie sehen die Menschen dort unten und ihr Alltag aus? Wie reden, schlafen, lachen, essen, beten, lieben, arbeiten sie? Der unbekannte Drohnenpilot in Lothar Kittsteins Text „Autopilot“ empfindet zumindest noch so etwas wie Neugier darauf. Lebt hier ein Restbestand von Empathie? Auch wenn diese im eigenwillig verfremdeten Sprechgesang reichlich surreal anmutet...

Barcode-Scanner und Extended-Technique-Goldgrube: Konzert des „Neuen Kollektivs München“

12.07.17 (Alexander Mathewson) -
Das Konzert des „Neues Kollektiv München“ am 6. Juli hat eine interessante Auswahl zeitgenössischer Musik im Münchner Gasteig angeboten – von elektronischer Improvisation bis zur virtuosen Solo-Musik. Es war durch herausragendes spielerisches Können geprägt, dennoch gab es êin paar Schwierigkeiten, die eher kompositorischen Ursprungs sind.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 10.07. bis 16.07.2017

09.07.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 28. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Sarah Nemtsov, Michael Floredo, Gerhard Rühm, das Tao und die Wiener Gruppe, Gérard Grisey und Zeitgenossen in Salzburg, Per Nørgård, Alper Marals Musik, Henri Chopin, Experimentelle Musik aus Neu Delhi, Komponisten des ADevantgarde-Festivals München, Herbert Blomstedt als Dirigent zeitgenössischer Musik, das Unisono in der zeitgenössischen Musik, Komponieren mit Henry David Thoreau, Michael Gielen, Walter Benjamin zum 125. Geburtstag, ICAS Radio, Oase Haifa, Höhepunkte vom Ulrichsberger Kaleidophon 2017, Zur Problematik neuer Diesseitigkeit, Frischen Wind im Geigenbau und den Prix Palma Ars Acustica.
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