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Alle Artikel kategorisiert unter »20. Jahrhundert«

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 23.04. bis 29.04.2018

22.04.18 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 17. Schwerpunkte: Schwerpunkt der Woche ist die ausführliche Berichterstattung aus Witten. Drei Abende lang gibt es Uraufführungen, Erstaufführungen, Letztaufführungen … Selten direkt erwähnt hier: Die Nachtmusiken im Bayerischen Rundfunk mit Bayerischen und Fränkischen Komponistinnen.

Rebell, Visionär, Bewahrer, Erneuerer – Jean Guillou in der Elbphilharmonie

21.04.18 (Guido Krawinkel) -
Bezeichnend ist es allemal, dass das Geburtstagskonzert für Jean Guillou in Hamburg stattfindet – und nicht etwa in Paris. Das Verhältnis des Maître – so huldvoll tituliert man jenseits der Grenze verdiente Organisten – zu seinem Heimatland ist ein Kapitel für sich, eines, das nicht nur Lobeshymnen enthält. Das Sprichwort vom Propheten, der im eigenen Land wenig gilt, bewahrheitet sich hier einmal mehr.

Immanenz und Transzendenz

19.04.18 (Dirk Wieschollek) -
Luigi Nonos zwei (!) Werke mit elementarer Klavierbeteiligung bekommt man selten zu hören. Die Referenzaufnahme von „Como una ola de fuerza y luz“ (1971/72) mit Pollini, Abbado und dem Symphonieorchester des BR stammt von 1973! Nun hat sie eine mindestens ebenbürtige Neueinspielung an die Seite bekommen mit einer dramatisch effektiven Claudia Barainsky, Jan Michiels am markanten Klavierpart, dem WDR Sinfonieorchester unter Peter Rundel und den üblichen Verdächtigen aus dem SWR Experimentalstudio.

unüberhörbar 2018/04

19.04.18 (Hanspeter Krellmann) -
Mauricio Kagel: mimetics. Sabine Liebner, Klavier. Wergo +++ Sergej Prokofieff: Romeo und Julia. Baltimore Symphony Orchestra, Marin Alsop. Naxos +++ Tzvi Avni: Credo. Johannes Gmeinder, Klarinette; Kolja Lessing, Violine; Fjölnir Ólafsson, Bariton u.a. Perc.pro +++ Moritz Eggert: Muzak, Number Nine VII: Masse. SO des BR, David Robertson, Peter Rundel. Neos

Dramatisches Künstlerleben

19.04.18 (Dirk Klose) -
Immer wieder erstaunt, dass Komponisten, die zu ihrer Zeit hoch geschätzt waren, bald nach ihrem Tode, mitunter schon zu Lebzeiten völlig vergessen, gewissermaßen „no names“ wurden. Der in Brünn geborene, in Wien aufgewachsene, später in die USA emigrierte Erich Wolfgang Korngold beispielsweise wurde selbst von Richard Strauss als Wunderkind bestaunt; als 23-Jähriger hatte er 1920 mit seiner Oper „Die tote Stadt“ einen der größten Opernerfolge im frühen 20. Jahrhundert. Doch 1952 musste er verbittert feststellen: „die heranwachsende Generation weiß nichts mehr von mir.“ Selbst die runden Lebensdaten in diesem Jahr – vor 120 Jahren geboren und vor sechzig Jahren gestorben – haben kaum Widerhall gefunden (Simon Rattle wird in einem seiner letzten Konzerte mit den Berliner Philharmonikern im Juni 2018 Korngolds Filmmusik zu „The Adventures of Robin Hood“ bringen).

Buch-Tipps 2018/04

19.04.18 (Michael Wackerbauer) -
Anna Schürmer: Klingende Eklats. Skandal und Neue Musik, transcript Verlag +++ Hans-Joachim Schulze: Bach-Facetten. Essays – Studien – Miszellen, Evangelische Verlagsanstalt/Carus-Verlag +++ David Koch: Louis Spohrs groß besetzte Kammermusik. Ein Beitrag zur Gattungsentwicklung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Bärenreiter

Interessante Repertoirebereicherungen

19.04.18 (Guy Bitan) -
Nikita Koshkin: 24 Preludes and Fugues für solo guitar Vol.1 und 2. Ed. Margaux +++ Alban Berg: Sonate op. 1 für Gitarre bearbeitet von Christophe Dejour. UE 36674 +++ Enrique Granados: Danzas Espagnolas in der Reihe Gitarre & Harfe. Bearbeitet von Maximilian Mangold und Mirjam Schröder. Verlag Neue Musik NM 2292 +++ Play Guitar in Concert. 70 ausgewählte Gitarrensolos (mit CD), herausgegeben von Michael Langer und Ferdinand Neges. Dux-Verlag D 3511 +++ René Mense: Preludio e Fuga für Gitarre Solo, herausgegeben von Maximilian Mangold. Verlag Neue Musik NM-2294 +++ Capricho Arabe: Serenade für Gitarre und Streichorchester oder Streichquintett von Francisco Tárrega. Bearbeitet von Heinz Bethmann. Musikverlag Bruno Uetz BU 6803 +++ Konstantin Vassiliev: Meister der französischen Musik für Gitarre. 24 Stücke für die Mittelstufe. Noten und Tabulatur mit CD. Verlag Fingerprint FP 8169 +++ Jürgen Saalmann: Klangskizzen 1–4 für Gitarre Solo. Ed. Margaux em 1142

Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals „Ariadne auf Naxos“ in Meiningen bejubelt

17.04.18 (Joachim Lange) -
Mit dem Titel der Oper „Ariadne auf Naxos“ hat man – in diesem Falle – nur die halbe Wahrheit. Er erfasst die kleine Oper, in die ein junger Komponist unter den Fittichen seines alten Musiklehrers sein ganzes Herzblut gelegt hat. Natürlich mit dem ganz großen mythischen Gegenstand, die Verzweiflung der von Theseus auf Naxos zurückgelassenen Ariadne, ihrer Todessehnsucht und der spektakulären Ankunft eines Gottes. Sie hält den – in Meiningen wie ein Deus ex machina aus dem Schnürboden einschwebenden Gott Bacchus – für den Gott des Todes. Und er hält sie (obwohl ein Gott) auch irrtümlich für die Zauberin Circe. Das Tröstliche daran ist, dass sich beide irren. Bacchus ist für Ariadne (und für das mitfiebernde Publikum) eindeutig die bessere Wahl. Und sie für ihn natürlich auch, so dass einer Apotheose der Musik und der Stimmen nichts mehr im Wege steht.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 16.04. bis 22.04.2018

15.04.18 (mh) -
Neue Musik, Musikfeatures und Hörspiele in der Kalenderwoche 16. Schwerpunkte: Eres Holz, Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen beim Musikfest Hamburg, His Master´s Choice (28): Gordon Kampe | 8. Hörfest Neue Musik, Singende Superhelden, Ultraschall Berlin, ECLAT 2018, Musikland Türkei, Werkzeuge der neuen Musik | Zither, Wie präpariert man ein Klavier?, Querklang – ein Schulprojekt der MaerzMusik, Juan Allende-Blin erinnert sich an den Pariser Mai '68, Das deutsche Kinderlied, Solistenensemble Kaleidoskop. Hörspiele von Alvin Curran, Heiner Goebbels, Peter Handke und Velimir Chlebnikov.

Von Macht und Menschen – Kreneks „Diktator“ und Ullmanns „Zerbrochener Krug“ im Münchner Cuvilliéstheater

15.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie alle großen Opernhäuser pflegt auch die eben als Institution ausgezeichnete Bayerische Staatsoper begabte junge Sänger in einem Opernstudio an die Realität dieses Berufs heranzuführen. Dazu gehört als Höhepunkt der Saison eine eigene Produktion unter professionellen Bedingungen: das Münchner Kammerorchester, ein Nachwuchsdirigent, alle elf Solisten des Opernstudios, zwei Spielleiter der Staatsoper – alles im herrlichen Rahmen des Cuvilliéstheaters.
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