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Alle Artikel kategorisiert unter »20. Jahrhundert«

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 29. Mai bis 04. Juni 2017

28.05.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 22. Der MDR bleibt ein Totalausfall. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Armenien, Mikrotonalen Klavierwerken von Edu Haubensak, Neuer Musik in Cottbus, Tom Sora, Elektro Guzzi, Edgar Krapp, Johannes S. Sistermanns, STATION ROSE, Felix Kubin, der vernetzten Musikschule, Rolf Riehm, Musik als Waffe der Reformation und zum Rostrum of Composers - der Songcontest der Neuen Musik.

„Die mutierte Füchsin Schlitzohr“ – Janacek-Apokalypse an der HfM Dresden

24.05.17 (Roland H. Dippel) -
Diese Koproduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, der Hochschule für Bildende Künste und des Staatsschauspiels Dresden schien verheißungsvoll: Die ambitionierte Kammerfassung des britischen Komponisten Jonathan Dove nach der anspruchsvollen Partitur Leos Janaceks zu „Das schlaue Füchslein“ hat ihre Eignung für spannende szenische Lesarten durch begabte Debütanten schon mehrfach bewiesen.

Im Torf: Aribert Reimanns „Medea“ an der Komischen Oper Berlin

23.05.17 (Peter P. Pachl) -
Den Auftakt eines Reimann-Triptychons der drei Berliner Opernbühnen bildet „Medea“: die im Jahre 2010 als Auftragswerk der Wiener Staatsoper aufgeführte Oper von Aribert Reimann wurde bei ihrer Berliner Erstaufführung an der Komischen Oper zu einem Triumph für den Komponisten und für Nicole Chevalier in der Titelrolle.

Imponierender Opernchor: Giorgio Battistellis „Orchesterprobe“ in Münster

Giorgio Battistelli ist in seinem Heimatland Italien fraglos der führende Komponist in Sachen zeitgenössisches Musiktheater. Zwanzig Bühnenwerke hat er inzwischen geschrieben – etliche sind längst außerhalb Italiens in ganz Europa inszeniert worden, zuletzt noch „Lot“ (im April im Staatstheater Hannover). In Münster wurde ein Jahr zuvor Battistellis „Experimentum Mundi“ in einer Neufassung uraufgeführt. Münsters Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura, in demselben Ort nahe Rom geboren wie der Komponist, brachte nun die „Orchesterprobe“ auf die Bühne.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 22. bis 28. Mai 2017

21.05.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 21. Der MDR bleibt eine traurige Angelegenheit: Ein Totalausfall. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Neuer Musik in Ljubljana, Vinko Globokar, John Cages „Organ2/ASLSP“, Beat Furrers jüngstem Musiktheater, Clara Iannotta, Pierre-Laurent Aimard, dem Quartetto Prometeo, Georges Aperghis, Alberto Ginastera, dem Studio Musikfabrik, Iannis Xenakis, Elektronischer Musik in Padua, Teresa Rampazzi sowie Mara Genschel und der Villa Genschel.

Penderecki und das Cello: Kammermusik Vol. II

16.05.17 (Albrecht Dümling) -
Obwohl Krzysztof Penderecki von Hause aus Geiger ist, gehört das Cello zu seinen Lieblingsinstrumenten. Diese Vorliebe entdeckte er erst spät. Ausschlaggebend war die Solosonate Bernd Alois Zimmermanns, die Penderecki 1963 in Amsterdam mit dem Solisten Siegfried Palm erlebte. Für Palm war dieses Schlüsselwerk entstanden, welches der Musikwelt ganz neue Dimensionen des Cellos eröffnete.

Die sieben Schleier des Oscar Wilde: Brigitte Fassbaender inszeniert Richard Strauss’ „Salome“ am Theater Regensburg

14.05.17 (Juan Martin Koch) -
Nach einer hervorragenden „Katja Kabanova“ und einem mäßigen „Rigoletto“ stellte Brigitte Fassbaender mit „Salome“ ihre dritte Regiearbeit in Regensburg zur Diskussion. Wie die Strauss-Expertin – in ihrer Zeit als Sängerin eine überragende Interpretin der Herodias – mit dem Stoff umgegangen ist, hat Juan Martin Koch begutachtet.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 15. bis 21. Mai 2017

14.05.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 20. Eine etwas durchwachsene Woche, die nicht so viel Hintergrundfeatures zum Bereich der Zeitgenössischen Musik bietet. Erfreulich ist aber doch, dass wir alle Kultur-Sender Deutschland, Österreich und der Schweiz listen können – mit Ausnahme des MDR, bei dem nach wie vor fast gar nichts läuft. Spezielle Portraits widmen sich: Patrick Frank, Claus Kühnl, Hermann Nitsch, Mats Larsson Gothe, Aribert Reimann, dem Label Gruenrekorder, dem Nomos Quartett und Soundscapes aus Rumänien.

Kuss zum Tode – Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Oper Stuttgart

10.05.17 (Götz Thieme) -
Venedigs prächtigen Palazzi, der Lido, die Kanäle, das Grand Hotel des Bains sind in Stuttgart eine Sache der Imagination. Demis Volpis Inszenierung von Benjamin Brittens Oper „Death in Venice“ zeigt die Hauptfigur Gustav von Aschenbach wie durch ein Teleobjektiv herangezoomt, zeigt, wie sie im Sog der Gefühle durch ein Labyrinth von aufragenden Milchglaswänden taumelt. Grandios verkörpert ihn das Stuttgarter Ensemblemitglied Matthias Klink als einen von unbekannten erotischen Empfindungen Getriebenen. Der Dirigent Kirill Karabits schafft mit dem Staatsorchester dazu einen farbsatten Strom, der dem Helden einen lichten Tod bereitet, nachdem er überraschend nicht von dem geküsst wurde, den er bislang offenkundig mit seinem Blick begehrte.

„Auf Wiederseh’n!“ – Kreneks Einakter-Trilogie in Frankfurt zyklisch überformt

09.05.17 (Michael Kube) -
Wohl jeder, der sich einmal mit der Musik der 1920er Jahre intensiver beschäftigt hat, wird Kreneks „Jonny spielt auf“ (1926) kennen – jene mitreißende Jazz-Oper, deren Titelheld kaum ein Jahrzehnt später in wilder Verzerrung auf das Plakat einer vermeintlich „entarteten Musik“ gelangte. Was da auf die Weimarer Republik zukommen sollte, scheint Krenek, wohl immer am Puls der Zeit, bereits geahnt zu haben. So jedenfalls lässt sich seine Einakter-Trilogie von 1926/27 deuten – und so wurde sie auch in der Oper Frankfurt in einer neuen, zyklischen Inszenierung auf die Bühne gebracht.
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