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Alle Artikel kategorisiert unter »20. Jahrhundert«

Neue Musik / Musikfeature: Die Radio-Woche vom 24. bis 30. April 2017

23.04.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 17. Jetzt schon das dritte Mal ohne die Beiträge vom rbb-kulturradio, die es immer noch nicht hinbekommen, ihre Beiträge in die ARD-Suchmaschine einzupflegen. Es scheint ihnen einfach ziemlich egal.

Die Stimme als sinnlicher Schlüssel zur Versenkung

17.04.17 (Franziska Buhre) -
So muss sich Carl Orff den Urwald erträumt haben: Es schnarrt und klappert, quietscht und rasselt aus vielen Richtungen, mit allem, was der gut sortierte Musikalienfachhandel an Perkussionsinstrumenten bereithält. Und das wohlgesittet nach Noten, die Wildnis hat im Konzertsaal schließlich bezähmt zu erklingen. Die Trommeldompteure sind Mitglieder des Ensemble Modern, die zu Beginn des Konzertabends „Re-inventing Smetak“ im Rahmen des Fes­tivals MaerzMusik im Zuschauerraum des Hauses der Berliner Festspiele zum durchorganisierten „…tak-tak…tak…“, so der Titel des neuen Werks von Arthur Kampela, ansetzen.

Neue Musik / Musikfeature: Die Radio-Woche vom 17. bis 23. April 2017

16.04.17 (Martin Hufner) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 16. Jetzt leider das zweite Mal ohne die Beiträge vom rbb-kulturradio, die es weiterhin nicht hinbekommen, ihre Beiträge in die ARD-Suchmaschine einzupflegen. Wir verweisen statt auf Ultraschall dann auf einen Beitrag zum Musikland Brandenburg.

Musikwissenschaftler will unbekannte Noten von Mahler entdeckt haben

10.04.17 (dpa) -
München - Ein Musikwissenschaftler hat in München Noten entdeckt, die er für ein bislang unentdecktes Manuskript des Komponisten Gustav Mahler (1860-1911) hält. Berthold Over, der bis Oktober 2016 an der Uni Mainz tätig war, geht davon aus, dass es sich bei dem Manuskript um die bislang als verschollen geltende Klavierfassung von Mahlers erstem Kindertotenlied «Nun will die Sonn' so hell aufgeh'n» handelt. Das schreibt er in einem Aufsatz für das «Archiv Musikwissenschaft» im Franz Steiner Verlag.

Rihm-Ligeti-Vivier-Berio! Ein musica viva-Wochenende der Aufklärung und Uraufführung

04.04.17 (Wolf Loeckle) -
Während die Wiener immer noch – im Angesicht der Plakate mit den Inhalten und der gestalterischen Anmutung von 1817 – daran basteln, wien modern zu positionieren, machen die Berliner das in bekannt welt-spitzenmässiger Attitüde als vermeintliche Weltmarktführer. Die Münchner dagegen halten sich im Schatten der Elbphilharmonie, die von den Hamburger Controllern auf der Suche nach quantitativ ausreichend Publikum bald eine vierundzwanzigstündig durchgehende Bespielung anzustreben gezwungen sein könnte.

Das Werk der Stunde – Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper beeindruckt mit Menottis „Der Consul“

29.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Kein Schiff, kein Strand für den, der im Meer ertrinkt – Müssen wir erst sterben, weil es von uns so viele gibt?“ – kein gewollt aktualisierender Einschub oder gezielte „Neuübersetzung“: so steht das im Libretto von Gian Carlo Menottis Musikdrama. Angesichts so vieler bemühter Versuche, die Problematik um Flüchtlinge jeglicher Art auf die Bühne zu bringen, bewies das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper: hier ist das gespenstisch aktuelle Werk - uraufgeführt 1950!

Archaischer Abend – Iannis Xenakis‘ Musiktheater „Oresteia“ in Basel

26.03.17 (Georg Rudiger) -
Eine Frau liegt, nur mit einem Slip bekleidet, reglos im Wasser. Die Projektion zu Beginn von Iannis Xenakis‘ Musiktheater „Oresteia“ in dieser Schweizer Erstaufführung am Theater Basel erinnert an den syrischen Jungen, der im Herbst 2015 tot an den türkischen Strand gespült wurde. Am Ende des rund hundertminütigen, ohne Pause gespielten Musiktheaterabends lässt Regisseur Calixto Bieito dieses Bild nochmals an die Leinwand werfen (Video: Sarah Derendinger, Kostüme: Ingo Krügler), ohne zuvor diesen Bogen inhaltlich vorbereitet zu haben.

Ferruccio Busonis „Doktor Faust“ an der Semperoper Dresden

21.03.17 (Roland H. Dippel) -
Nach Berlioz und Gounod sollte eigentlich Schnittkes „Historia“ die „Faust“-Trilogie des Regisseurs Keith Warner an der Semperoper Dresden vollenden. Doch dann entschied man sich für „Doktor Faust“ von Ferruccio Busoni, der mit einer Bearbeitung des Puppenspiels die Nähe zu Goethe entgehen wollte. Jetzt kam die Oper erstmals nach 1925 am Uraufführungsort heraus.

Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Deutschen Oper Berlin

20.03.17 (Peter P. Pachl) -
Während die Uraufführung „Edward II.“ gerade seitens schwuler Rezensenten und Besucher als ein fragwürdig anachronistisches Einrennen offener Türen rezipiert wurde, kann man diesen Vorwurf der jüngsten homophilen Produktion der Deutschen Oper Berlin nicht machen: denn während der Paragraph 175 aufgehoben wurde, ist Päderastie weiterhin ein internationales Strafdelikt. Die in mehreren Bühnenwerken Benjamin Brittens thematisierte Knabenliebe geht einher mit dem in Großbritanniens Künstlerkreisen offenen Geheimnis, dass Benjamin Britten und Peter Pears sich auf ihren Konzert-Tourneen häufig Knaben mit in ihr gemeinsames Hotelzimmer nahmen.

Dunkles Spiel und wilde Walzer: Der Komponist Wolfgang Rihm wird 65

12.03.17 (dpa) -
Provinz? In Karlsruhe ist nicht nur der Philosoph Peter Sloterdijk, sondern auch ein Weltstar der zeitgenössischen Musik zu Hause: Der Komponist Wolfgang Rihm wird 65 Jahre alt.
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