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Alle Artikel kategorisiert unter »20. Jahrhundert«

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 18.09. bis 24.09.2017

17.09.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 38. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Isang Yun, Brice Pauset, Rued Langgaard, Les Femmes savantes, Friederike Mayröcker, Ernst Hermann Meyers Kammermusik … Die Neue Musik und der Film, Wie sieht ein Multiversum aus?, Die Blumen des Bösen, Werkzeuge der Neuen Musik: Stimme, Nürnbergs Musiktheater im Dritten Reich, Neue Wege der vier nordischen Musikakademien, Wien als Filmmusikstadt, Förderzentrum ProQuartet … International Rostrum of Composers 2017, Schwaz - Klangspuren 2017, Das Krefelder Theater am Marienplatz, Uraufführungen beim Lucerne Festival und c/o pop 2017.

Endlich wieder persona grata auch in Südkorea

17.09.17 (Albrecht Dümling) -
Am 17. September jährt sich der Geburtstag Isang Yuns zum 100. Mal. Aus diesem Anlass widmet das Musikfest Berlin (31. August bis 18. September) dem aus Südkorea stammenden, 1995 verstorbenen Komponisten einen Schwerpunkt mit Konzerten, einem Gespräch und einer Ausstellung im Foyer des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie (geöffnet bis 30. September). Kuratiert wurde die Ausstellung von der Internationalen Isang Yun Gesellschaft. Mit deren Vorstandsmitglied, dem Musikwissenschaftler und Yun-Spezialisten Walter-Wolfgang Sparrer hat Albrecht Dümling gesprochen.

Dada vom Dach: Das Mainzer Staatstheater setzt zur Bundestagswahl seine Hörtheater-Reihe fort mit dem Programm „Marsch Manipulation“

07.09.17 (Andreas Hauff) -
Alternativlos waren die Mainzer am Sonntagabend des sogenannten Rededuells zwischen Angela Merkel und Martin Schulz nicht. Wer Karten bekam, konnte sich auf der schmalen Dachterrasse des Staatstheaters die neueste Hörtheater-Produktion „Marsch Manipulation“ anhören und ansehen. Nicht von ungefähr haben Regisseur Anselm Dalferth und Dramaturgin Elene Garcia Fernandez die Veranstaltung in die Endphase des Wahlkampfes platziert. Die vorerst letzte Aufführung ist auf den Abend der Bundestagswahl terminiert. Der rezitierte Text des englischen Autors und Aktionskünstlers Tim Etchells „Auch wenn wir gescheitert sind“ könnte dann sein Pendant in der Wirklichkeit finden: „Freunde, das ist nicht unser Tag!“

Spitzendeckchen und Fremdenhass – Henzes „Der junge Lord“ an der Staatsoper Hannover

05.09.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Unvergessen sind die Zeiten der 50er und 60er Jahre, in denen Hans Werner Henze (1926-2012) von vielen gar nicht ernst genommen wurde, weil er jeglicher Art von Moderne, besonders der Darmstädter Schule mit ihrer geradezu orthodox vertretenen seriellen und elektronischen Musik angeekelt den Rücken kehrte, sozusagen ein Apostel des Wohllauts wurde. Gleichwohl hat er die Zwölftontechnik Arnold Schönbergs sorgfältig studiert und begreift sich (auch) in deren Nachfolge.

In die Kehlen geschrieben – Oper Leipzig kredenzt in der Schaubühne Lindenfels einen Monteverdi-Ligeti-Aperghis-Cocktail

03.09.17 (Roland H. Dippel) -
Das „Nein“ der Braut bei der Trauung ist eigentlich ein Komödienmoment. Genau darum geht es Kristof Spiewok im dritten Teil seiner Monteverdi-Trilogie mit György Ligetis „Aventures“ / „Nouvelles aventures“ und Georges Aperghis‘ Nr. 9 aus seinen „14 Récitations“. Dabei ist es ihm als Regisseur sehr ernst. Der patinierte Saal der Schaubühne Lindenfels im Leipziger Westen ist ein idealer Aufführungsort mit einer zugleich offenen und transparenten, ideal sänger- und musikerfreundlichen Akustik. Bei allem Dekor gerät dieser bewegungsreiche und von Thadeusz Tischbein mit Video-Konfekt garnierte Abend eher verspielt als tieflotend. Für die Koproduktion der Oper Leipzig mit der Schaubühne Lindenfels gab es zur Premiere viel Applaus.

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 04.09. bis 10.09.2017

03.09.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 36. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Zeit mit Grisey, Musikalische Strukturen und ökonomische Bedingungen, Neue Musik in Grafenegg, Kimmig-Studer-Zimmerlin, Kirsten Reese, Maja Osojnik und Patrick Pulsinger im Wiener RadioKulturhaus, documenta 14: Every Time A Ear di Soun, Ammer/Console: Ludwig Wittgenstein, Die Kraft der Musik, Museum der Meisterwerke: In memoriam Karlheinz Stockhausen, die belgische Formation Champ d'Action, Dirigent André Cluytens, Ars Electronica (Live), Grill(en)musik und traditioneller Musik aus dem Irak.

Aus Paul Frankenburger wurde Paul Ben-Haim

29.08.17 (Albrecht Dümling) -
Eine goldene Sonne über einem blauen Meer prangte auf dem Plakat. Das neue New Life Festival wurde wie eine New-Age-Veranstaltung angekündigt. Die Besucher wurden aufgefordert, die hoffnungsgebende Kraft der Musik zu spüren und mitzufeiern. Im Kleingedruckten fand man dann die Information, dass es sich um ein Projekt des Vereins „KOL – Jüdische Musik beleben und erleben e.V.“ handelte. Die jüdische Sängerin und Kantorin Mimi Sheffer wollte damit anlässlich des 120. Geburtstags von Paul Ben-Haim die Musik geflüchteter jüdischer Komponisten vorstellen. Im Zentrum stand die Begegnung mit israelischer Musik unter Beteiligung israelischer Musikforscher und Interpreten. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, der Schirmherr des Festivals, betonte in seinem Grußwort die kulturelle Verbundenheit zwischen Israel und Deutschland.

«Carmina Burana» beenden Schleswig-Holstein Musik Festival

28.08.17 (dpa) -
Kiel - Mit Carl Orffs Chorwerk «Carmina Burana» hat das Schleswig-Holstein Musik Festival am Sonntag einen stimmungsvollen Schlussakkord gesetzt. Rund 5000 Besucher kamen am Abend in die Sparkassen-Arena, um das berühmteste Werk des Komponisten zu erleben.

MG-Geballere und DJ-Scratch: Prokofjew-Doppel beim Kunstfest Weimar

25.08.17 (Roland H. Dippel) -
„100 Jahre Kommunismus“ – ein ganz wichtiges „Un-Thema“: Denn wer realisierte welchen Kommunismus „wirklich“ für wie lange…? Christian Holtzhauer und sein Team unternehmen beim Kunstfest Weimar eine Reise durch Paraphrasen, Theorien und Kunstmanifestationen dieses „Spuks“ (Karl Marx).

Ruhrtriennale: Erik Saties „Socrate“ mit Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw

22.08.17 (Georg Beck) -
Ein bukolischer Frieden liegt über dieser Performance. Ein alter Mann am Klavier, ein Junge als Umblätterer, eine Sopranistin als Sokrates-Nachruferin. Alles glüht. Dazu ein milde gestimmter, freilich nicht unironischer Komponist. Mit Erik Saties „symphonischem Drama in drei Teilen“, charmante Übertreibung für eine zurück­genommene kammermusikalische Abschiedsmusik, kehrte in die Bochumer Jahrhunderhalle nach einer kräfteraubenden Debussy-Oper wieder die Stille ein.
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