Theater Altenburg-Gera offenbar gerettet


08.11.10 -
Gera - Der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie GmbH hat sich gegen eine Insolvenz des hoch verschuldeten Theaters Altenburg-Gera ausgesprochen. Wie der Oberbürgermeister von Altenburg und Aufsichtsratvorsitzende Michael Wolf (SPD) am Montag im Anschluss an ein Treffen der Gesellschafter mitteilte, werde der Aufsichtsrat den von der Theater-Geschäftsführung vorgeschlagenen Konsolidierungskurs mittragen.
08.11.2010 - Von Agentur - dapd, KIZ

"Die Gesellschafter sind angesichts des vorliegenden Sparplanes willens, das Theater wieder zurück in sicheres Fahrwasser zu bringen", sagte Wolf. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei die Zusage des Freistaates Thüringen, für das derzeitige Defizit von 1,7 Millionen Euro vorübergehend aufzukommen. Demnach übernimmt das Land die Schulden mindestens in Höhe seiner Anteile am Theater in Höhe von 58 Prozent und geht darüber hinaus für die beteiligten Kommunen in Vorleistung.

"Mit der vorzeitigen Auszahlung der Zuschüsse für die Jahre 2011 und 2012 könnte der Haushaltsplan des Theater spätestens in zwei Jahren wieder abgedeckt sein", sagte Wolf zur weiteren Konsolidierung des Theaters. Zugleich kündigte er einen strengen Sparkurs an, der den Verzicht auf aufwendige Inszenierungen sowie eine verstärkte Arbeit mit hauseigenem Personal vorsehe. Nicht betroffen vom Sparkurs werde allerdings das Ballett sein, "das als Flaggschiff des Theaters uneingeschränkt erhalten bleibt", ergänzte Geras Bürgermeister Norbert Vornehm (SPD). Auch soll der bisherige Intendant und Geschäftsführer Matthias Oldag nach Beschluss des Aufsichtsrates bis zum Auslaufen seines Vertrages im Sommer 2011 im Amt bleiben. Allerdings werde es zukünftig eine Trennung von künstlerischer und betriebswirtschaftlicher Leitung des Hauses geben.

Vornehm zufolge steht die Zusage des Landes noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kabinetts. Ein entsprechender Beschluss wird für den 23. November erwartet. Das Kulturministerium hat seinen Zuschuss zudem an die Bedingung verknüpft, dass die Kommunen ihren Anteil im Laufe des kommenden Jahres nachreichen werden.
  

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