Georg Friedrich Händel: Anthem on the Peace HWV 266 (267), hrsg. von Stephan Blaut. Bärenreiter BA10266 (Partitur), BA10266-90 (Klavierauszug); Foundling Hospital Anthem HWV 268 (Fassung 1753), hrsg. von Stephan Blaut. Bärenreiter BA10267 (Partitur), BA10267-90 (Klavierauszug)
Noten-Tipp 11/2026
Von den rund 20 Anthems Georg Friedrich Händels hat – dank der Champions-League-Hymne – nur „Zadok the Priest“ eine größere Teilpopularität erlangt. Die übrigen Werke werden unter die große Zahl an Gelegenheitswerken subsumiert, für die Händel in der für ihn typischen Arbeitsweise Musik aus anderen Werken zu neuen Texten adaptierte. Wie meist bei Händel, überzeugt das Endergebnis deshalb aber nicht minder.
Wer sich also des Anthems zugunsten des Foundling Hospitals annimmt, wird mit einem knapp halbstündigen, abwechslungsreichen und in sich runden Werk belohnt. Es überrascht in der dritten Nummer, dem Chor „Comfort them“ mit einem beherzten Rückgriff auf eine Messe Antonio Lottis und schließt einfach mit dem berühmten „Hallelujah“ aus dem „Messiah“, den Händel im Foundling Hospital regelmäßig aufführte.
Zehn Minuten kürzer ist das noch weniger bekannte Anthem, das Händel zum Dankgottesdienst (April 1749) anlässlich des Aachener Friedens komponierte. Hier griff er neben dem „Messiah“ vor allem auf das „Occasional Oratorio“ zurück. Zu diesen willkommenen, mit ausgezeichneten Kommentaren unter anderem zu den edierten Fassungen versehenen Ausgaben, die auf der Hallischen Händel-Ausgabe beruhen, ist auch das entsprechende Aufführungsmaterial verfügbar.
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