Am wunderbar sommerlichen Nachmittag des 11. Juli 2026 fand im inzwischen für diese Art von Konzerte netablierten, zauberhaften Palais Wittgenstein in Düsseldorf ein erlesenes musikalisches Programm statt: das Sommerkonzert des DTKV-Bezirksverbandes Düsseldorf/Mettmann. Als Benefiz-Veranstaltung wurden Spenden gesammelt und zwar dieses Mal für die Kindertafel Düsseldorf.
Audrey und Olivia Zheng. Foto: Cordula Schlößer-Braun
Gefühlvolle Leichtigkeit und Feingefühl
Judith Lenz führte durch die zwei Stunden klassischer Musik, in denen zum Teil über die Maßen hochkarätige Darbietungenpräsentiert wurden. Die jungen Musiker:innen setzten sich zusammen aus Preisträger:innen des Wettbewerbs Jugend musiziert dieses Jahres und Jungstudierenden der Robert Schumann Hochschule, der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Ebenso spielten die Preisträger:innen des vom DTKV-Bezirksverband Düsseldorf/Mettmann jährlich ausgelobten Sonderpreises für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes aus den Regionalwettbewerben Düsseldorf und Mettmann.
Eindrucksvolles Auftreten
Von Anfang an begeisterten die kleinen und größeren Musiker:innen mit ihren Auftritten. Der jüngste Schüler, Vincent Dänner am Klavier, war gerade einmal neun Jahre alt und ist Teilnehmer der Vernetzungsinitiative #patenschaftaufohrenhöhe. Er eröffnete das Konzert mit sechs kleinen Variationen über ein österreichisches Volkslied. Es folgten Darbietungen von Lars Matuso, Johanna Kuschel, Jimmy Yimisu Wang und Leonardo Markin – alle ebenfalls am Klavier, die Eindruck hinterließen. Sie spielten Werke von Chopin, Beethoven und Debussy.
Ein weiteres Werk von Beethoven brachte Philpp Guthoff mit seiner Violine zu Gehör, gefolgt von Jessica Li mit H. Ferguson wiederum am Klavier. Den Abschluss vor der Pause bildete Jiyou Park von der Robert Schumann Hochschule am Violoncello. Sie intonierte M. Reger und M. Summer. Mit ihren wunderbaren Darbietungen konnten die jüngeren Schüler:innen einen Vorgeschmack darauf bekommen, wohin ihre musikalische Reise vielleicht noch führen kann.
Nacheinander spielten Elias Bogdan und Mariko Sugeura am Klavier Werke von Rachmaninow und Chopin. Es folgten die Preisträger der Sonderpreise. Zunächst das Saxophon-Duo Tjark Schulte und Felix Kotzwander mit ihrer Interpretation von Oxydes, einem zeitgenössischen Werk von M.-H. Fournier. Den krönenden Abschluss des gesamten Konzertes bildeten die beiden Schwestern Audrey (12) und Olivia Zheng (16). Ihr Spiel war meisterhaft, geprägt von einer gefühlvollen Leichtigkeit.
Ungeheures Feingefühl
Die beiden brachten Paganini und Sollima zu Gehör. Mit ungeheurem Feingefühl und einem Strich, der den ganz Großen in nichts nachsteht, wird vor allem gerade Audrey im Gedächtnis bleiben. Mit absoluter Berechtigung ging einer der beiden Sonderpreise des DTKV an dieses Duo. Wie nebenbei war das Konzert mit seinen hochkarätigen Darbietungen auch ein Beispiel dafür, auf welchen unterschiedlichen Ebenen Musik wirken kann. Unter anderem schenkt sie den Ausübenden Freude, diese wird durch das Spiel in Auftritten an das Publikum weitergegeben, und durch gesammelte Spenden kann sogar noch weiteres Gutes getan werden. Die Kinder und Jugendlichen hatten sichtlich Freude daran, durch ihr Musizieren einen Beitrag für die Kindertafel Düsseldorf leisten zu können.
Herzlichen Dank an alle Ausführenden und an Judith Lenz für die Organisation, Realisierung und Moderation.
9. DTKV NRW Kongress in Köln
Am 17. Oktober 2026 von 10.00 bis 18.00 Uhr findet in Köln der diesjährige DTKV-Kongress des Landesverbands Nordrhein Westfalen statt.
Ein spannendes Programm steht unter dem Titel: „Heaven can wait – lebenslanges Lernenin der Musik”
In den Räumlichkeiten der Musikschule Papageno, Carl-Jatho-Straße 1 in 50999 Köln, wird es neben musikalischen Beiträgen Workshops, Vorträge und Raum für Diskussion geben. Unter anderem hält Frau Professorin Ute Hasenauer vom Pre-College Cologne, an dem musikalisch begabte und hochbegabte Kinder ab 10 Jahren gefördert werden, einen Impulsvortrag. Gisbert Brandt stellt die „WARD-METHODE” vor, Susanne Paul, Markus Stockhausen und Eva-Maria Heinz laden ein zu IMPROVISATIONSWORKSHOPS.
Last but not least wird Matthias Hornschuh das Thema „KI-NUTZUNG IN DER MUSIK“ in einem Vortrag ausführen. csb
Anmeldung und Informationen unter: www.dtkv-nrw.de
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