Seit 2008 wird jährlich ein Instrument als Instrument des Jahres in den Mittelpunkt gestellt. Ursprünglich durch eine Initiative des Landesmusikrats Schleswig-Holstein ins Leben gerufen, beteiligen sich nun die meisten Landesmusikräte an dem Projekt.
Grafik: © LMRat Schleswig-Holstein
Instrument des Jahres: Das Akkordeon
Das Akkordeon hat seinen Ursprung im Wien des frühen 19. Jahrhunderts. Der Wiener Orgelbauer Cyrill Demian und seine Söhne ließen sich 1829 das „Accordion“ patentieren, ein einmanualiges Tasteninstrument mit Wechselbalg, dessen Innovation darin lag, dass durch das Anspielen einer Taste ein fünftöniger Akkord erklingen konnte. Von dort aus reiste das Akkordeon um die Welt und wurde elementarer Bestandteil vieler Musikrichtungen: der Pariser Musette im frühen 20. Jahrhundert, dem Tango in großen Teilen Südamerikas sowie als Instrument traditioneller (Tanz-)Musik in großen Teilen Europas. Ebenso kommt es in Jazz, Pop und Weltmusik zum Einsatz. Im klassischen Konzertleben kommt das Akkordeon vergleichsweise selten zum Einsatz, doch insbesondere durch die Werke der Komponistin Sofia Gubaidulina für Bajan, ein Knopfakkordeon, werden auch die Möglichkeiten des Akkordeons als Soloinstrument aufgezeigt. Eine weitere Facette dieses Instruments sind die Akkordeonensembles, die in diesem Jahr verstärkt in den Vordergrund gerückt werden sollen. So spielen etwa das Bundesakkordeonorchester und das Landesakkordeonorchester Berlin am 14. März 2026 um 20 Uhr ein gemeinsames Konzert im Großen Saal der Berliner Philharmonie unter dem Titel „accordion united“. Das Bundesakkordeonorchester feierte im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Bestehen.
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