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Der neue Jazz-Ausschuss. Foto: © Andrea Fink

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Neue Impulse für den Jazz in Bayern

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Der Jazz-Ausschuss des DTKV Bayern stellt sich neu auf
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Der Jazz-Ausschuss des DTKV Bayern hat sich neu formiert – und gleich mit frischem Schwung die Arbeit aufgenommen. Bei einer ersten Sitzung kamen die Mitglieder zusammen, um sich kennenzulernen, die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu reflektieren und Perspektiven für die zukünftige Arbeit zu entwerfen. Ziel des Gremiums ist es, die Interessen der Jazzszene im Tonkünstlerverband Bayern stärker zu bündeln und neue Impulse für Förderung, Vernetzung und Sichtbarkeit des Jazz zu setzen.

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Zum Auftakt stellte Andrea Fink Aufgaben und Arbeitsweise des Ausschusses sowie die Geschäftsordnung der Ausschüsse im Tonkünstlerverband Bayern vor. Zugleich galt ihr Dank den bisherigen Mitgliedern für ihr Engagement sowie den neuen Mitgliedern, die bereit sind, den Ausschuss aktiv weiterzuentwickeln und neu auszurichten.

Einen kompakten Rückblick auf die vergangenen vier Jahre gab Magnus Dauner. In dieser Zeit wurde unter anderem ein Jazzreferat beim Bayerischen Musikrat eingerichtet, zudem konnten neue Fördermaßnahmen angestoßen werden. Gleichzeitig wurde in der Runde deutlich: Eine direkte Vertretung der aktiven Jazzszene fehlt in vielen Strukturen nach wie vor. Genau hier kann der Ausschuss ansetzen – als Sprachrohr innerhalb des Verbands und gegenüber kulturpolitischen Partnern.

Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf der aktuellen Förderlandschaft: Welche Angebote gibt es bereits – und wo bestehen Lücken? Besonders für größere Formationen wie Large Ensembles fehlen vielerorts geeignete Förderinstrumente. Als mögliche Orientierung wurden Modelle aus anderen Bundesländern sowie Initiativen wie FREO genannt. Darüber hinaus betonten die Mitglieder die Notwendigkeit langfristiger Förderstrukturen, die kontinuierliche künstlerische Arbeit ermöglichen. Der Ausschuss möchte daher prüfen, inwieweit konkrete Förderanträge oder Konzeptvorschläge entwickelt werden können.

Neben der Förderstruktur spielte auch die Vernetzung der Szene eine zentrale Rolle. Der Sprecher des Ausschusses, Wolfgang Lackerschmid, unterstrich die Bedeutung des Ausschusses als Multiplikator und sprach sich dafür aus, Jazz stärker in Schulen zu bringen. Jonas Sorgenfrei hob die Mitgliederakquise hervor und sieht im Tonkünstlerverband Bayern eine wichtige Schnittstelle zur Szene. Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass der Austausch zwischen Musikerinnen und Musikern, Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie Institutionen weiter intensiviert werden muss.

Diskutiert wurden dazu verschiedene Ansätze: digitale Austauschformate, zielgruppenorientierte Angebote sowie neue Kommunikationswege. Andrea Fink verwies auf den digitalen Treffpunkt der EMP als Beispiel für niedrigschwellige Vernetzungsformate. Auch die Idee einer „Wunschbox“, über die Anliegen und Bedarfe aus der Szene gesammelt werden könnten, fand Anklang. Besonders wichtig bleibt dabei der kontinuierliche Austausch mit der Freien Szene.

Für die kommende Arbeitsphase formulierte der Ausschuss mehrere zentrale Aufgaben: die Entwicklung von Konzepten für neue Fördermodelle, die Verbesserung der Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb der Jazzszene sowie die Erstellung eines Flyers, der über die Arbeit und Ziele des Jazz-Ausschusses informiert.

Inzwischen hat auch bereits ein Treffen mit dem Jazzreferat, der Generalsekretärin und dem Geschäftsführer des Bayerischen Musikrats stattgefunden, um den Austausch zwischen den Institutionen zu vertiefen und mögliche Kooperationen auszuloten.

Mit seiner neuen Zusammensetzung will der Jazz-Ausschuss die Rolle des Jazz innerhalb des Tonkünstlerverbands Bayern weiter stärken, Impulse aus der Szene aufnehmen und dazu beitragen, die strukturellen Rahmenbedingungen für Jazz in Bayern nachhaltig zu verbessern.

Mitglieder im Jazz-Ausschuss: Wolfgang Lackerschmid (2.v.li.) Ausschuss-Sprecher: Monika Roscher, Jonas Sorgenfrei (re.), Evgenij Zelikman
 

www.dtkvbayern.de/ausschuesse/ausschuss-jazz/

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