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Alle Artikel kategorisiert unter »Jazz«

Aufbruchstimmung contra Endzeitszenario

31.05.22 (Oliver Hochkeppel) -
Endlich konnte die jazzahead! in Bremen wieder mit Publikumsverkehr stattfinden, nach einem Totalausfall und einer Stream-Ausgabe. Jenes Klassentreffen der Branche, das sich nach kleinen Anfängen vom Jahr 2006 an mittlerweile zur weltweit größten und wichtigsten Fachmesse des Jazz entwickelt hat – auch, weil „Mitbewerber“ wie die MIDEM oder die Popkomm sich nach und nach vom Jazz verabschiedeten. Betrachtet man nur die Zahlen, ist die Corona-Delle beträchtlich: 2019 waren es noch 3.400 Fachteilnehmer und Aussteller aus 64 Ländern gewesen, heuer waren sogar mehr angekündigt, aber am Ende nur 2.700 aus 44 Nationen da.

 Kolumne

09.05.22 (Magnus Dauner) -
Dieser Begriff klingt beim ersten Mal lesen zugegeben etwas sperrig. Zwei Wörter, die in ihrer Bedeutung so gar nicht zusammenpassen wollen. Jazz als Inbegriff des Lebendigen: eine Musik, die immer ihrer Zeit voraus ist, die davon lebt, Neues zu entdecken, die mit Strukturen und Regeln bricht, um kontinuierlich neue Strukturen und Regeln zu erschaffen.

Buch-Tipps 2021/07

09.07.21 (Michael Wackerbauer) -
Pauline Viardot – Julius Rietz. Der Briefwechsel 1858–1874 | Siegfried Schmidt-Joos: Es muss nicht immer Free Jazz sein | Klaus Gillessen: Die Physik des Klangs

„Musik erlebe ich als eine vielgestaltige Gegenwelt“ – Der Komponist Günter Buhles über seine Werke und seine journalistische Arbeit

03.04.21 (Marcus A. Woelfle) -
Günter Buhles (1943) lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Jahrzehntelang als Musikjournalist und nebenbei als Saxophonist tätig, hat der bei Edition Rhapsodie verlegte Komponist eine Fülle von Kompositionen im Grenzbereich zwischen Neuer Musik und Jazz geschaffen, die erst in den letzten Jahren auch auf CD zugänglich geworden sind. 2017 erschienen bei Unisono-Records die CDs „Werke für Orchester“ (UNIREC7214) und „Kammermusik mit Holzbläsern“ (UNIREC7210). Im Jahr 2018 veröffentlichte das Label QFTF die CD „Lee Konitz – PRISMA – by Guenter Buhles“ (QFTF/040). Zuletzt erschienen auf dem Label double density fünf Werke unter dem Titel „Streichquartette Crossover“ in Aufnahmen, die zwischen 1993 und 2019 entstanden und Marcus A. Woelfle den Anlass für das Interview mit boten.

Lebendige Musikpraxis im sozialen Miteinander

29.03.21 (Stephan Goldhahn) -
In einem Musikraum befinden sich knapp 50 Personen, davon etwa 30 Schülerinnen und Schüler, der Rest Musiklehrkräfte. Die Jugendlichen findet man in Probensitzordnung, direkt am Instrument, die Lehrkräfte sind im Raum verteilt, teilweise hinten oder an der Seite, manche ebenfalls am Instrument. Es wird gespielt, gesungen, sich zur Musik bewegt. Was in diesen Zeiten wie eine Beschreibung aus ferner, ja fast paradiesischer Vergangenheit klingt, wird hoffentlich im Herbst 2021 wieder Realität sein können.

Es bleibt viel zu tun: Geschlechtergerechtigkeit im Jazz

23.02.21 (Bettina Bohle) -
Was für Verhältnisse: 80 Prozent aller Jazzmusiker*innen sind Männer, 20 Prozent Frauen. Von den 20 Prozent Frauen sind wiederum mehr als die Hälfte Sängerinnen – an allen anderen Instrumenten sind Frauen also in eklatanter Unterzahl. Soweit die Ergebnisse der jazzstudie2016. Seitdem dringt das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Jazz, unter anderem auch durch das Engagement der Deutschen Jazzunion als Interessenvertretung der Jazzmusiker*innen in Deutschland, immer mehr ins Bewusstsein der Szene vor.

Ätherische Welten

24.11.20 (Ssirus W. Pakzad) -
Auf George Gershwin geht folgende Aussage zurück: „Life is a lot like Jazz...it´s best when you improvise.“ Im Frühjahr hat Matthieu Bordenave gemerkt, dass an dieser Einschätzung was dran ist. Denn da musste der in München lebende Franzose auf die harte Tour lernen, auch abseits der Bühne aus dem Stegreif heraus zu agieren. Wie so viele andere seiner Kollegen auch.

Ermöglicher von Forschung, Wegweiser für den Jazz

13.11.20 (Andreas Kolb) -
Seit der Gründung des Jazzinstituts Darmstadt im Jahr 1990 ist Wolfram Knauer dessen Leiter. Aus dem Archiv, das sich anfangs vor allem aus der Sammlung des Jazzexperten Joachim Ernst Berendt rekrutierte, ist in dieser Zeit ein weltweit anerkanntes und in Deutschland einmaliges Institut geworden. Andreas Kolb sprach mit Wolfram Knauer über Jazzforschung, Jazzarchive, Jazzkonzerte und warum er glaubt, dass es die Musikrichtung Jazz auch in Zukunft geben wird.

Musikalischer Botschafter Mazedoniens – Der Pianist Simon Trpčeski im Gespräch über sein Album „Makedonissimo“

12.11.20 (Marcus A. Woelfle) -
Der nordmazedonische Pianist Simon Trpčeski erregte bislang vor allem mit russischer Klavierliteratur Aufsehen, zuletzt mit dem Album „Tales from Russia“, das dem Märchenhaften bei Rimski-Korsakow, Mussorgski und Prokofjew nachspürt. Mit dem gerade für die Bestenliste 4/20 des Preises der deutschen Schallplattenkritik nominierten „Makedonissimo“ (Linn) legt der 1979 in Skopje geborene Pianist eine genreübergreifende Bearbeitung der zündenden Melodien und vertrackten Rhythmen seiner Heimat vor.

Universalist mit Tiefe

30.09.20 (Andreas Kolb) -
Denkt man an den Bassisten Gary Peacock, dann denkt man auch an Keith Jarrett, als dessen kongenialer Begleiter er ins Rampenlicht des Musikbusiness rückte. Für Peacock, der erst im Alter von 42 Jahren mit Keith Jarrett und Jack DeJohnette das legendäre Über-Trio des modernen Jazz mitbegründete, war diese Konnotation Auszeichnung und Stigma zugleich.
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