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Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats. Foto: Maxim Green

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats. Foto: Maxim Green

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Erwischt vom Jeunesses-Fieber

Untertitel
„Oh, diese Jeunesses!“– gesehen von Antje Valentin zum 75-jährigen Jubiläum der JMD
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Als ich Ende der 80er mein Musikstudi­um beendet hatte und an der Musik­schule Berlin-Spandau anfing, Klavier zu unterrichten, begann das Abenteu­er Kammermusik für mich. Mit einer Geigen- und einer Klarinettenkollegin spielte ich unter anderem Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“. 

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Wir beschlossen, uns beim Interna­tionalen Kammermusikkurs in Wei­kersheim intensiv coachen zu lassen. Da erwischte mich das Jeunesses-Fie­ber: Im Hochsommer im Schloss den ganzen Tag zu musizieren, mit vielen Instrumentalisten in den Austausch zu gehen, Impulse von herausragenden Lehrenden in entspannter Atmosphä­re zu erhalten – ich genoss das Bad mit Kammermusik im Taubertal von Herzen. Und kam noch zweimal in an­deren Formationen wieder in diesen herrlichen Kurs. 

Fast 15 Jahre später: Mein Kolle­ge an der Landesmusikakademie Ber­lin, an der ich inzwischen als stellver­tretende Leiterin arbeitete, war Vor­sitzender der Berliner Jeunesses und fragte mich, ob ich nicht in den Vor­stand kommen möge. Natürlich, unbe­dingt! Kurz danach, als er in den Ru­hestand gegangen war, übernahm ich den Vorsitz und freute mich über die erneute Verbindung nach Weikersheim, nun aus anderer Sicht. Besonders über­zeugte mich die Nachwuchsarbeit der Jeunesses, nicht nur musikalisch, son­dern auch in der Vorstandsarbeit. Den Impuls des Bundes-Vorstands übernah­men wir auch in Berlin und nahmen ju­gendliche Gäste – quasi Assistenten – in den Vorstand auf, die dann ihrer­seits durch den Einblick in diese eh­renamtliche Arbeit inspiriert wurden, sich später auch in den Vorstand wäh­len zu lassen. 

Eine sehr kluge Form der Nach­wuchsarbeit, wie ich finde. 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Jeu­nesses, ich bin sehr glücklich, zur Fa­milie zu gehören! 

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