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Jugend musiziert NRW 2026 (v.l.n.r.): Leonardo (Violine), Freddy (Klavier) und Christian Kurumlian (Akkordeon) sowie Moritz Schubert (Cello). Foto: LMR NRW

Wertungsspiel Akkordeon-Kammermusik beim Landeswettbewerb Jugend musiziert NRW 2026 (v.l.n.r.): Leonardo (Violine), Freddy (Klavier) und Christian Kurumlian (Akkordeon) sowie Moritz Schubert (Cello). Foto: LMR NRW

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Leidenschaft, Grooves und viel Herzblut

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63. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ NRW in Dortmund
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Vom 20. bis zum 24. März 2026 verwan­delte sich Dortmund in einen Ort der Begegnung des musikalischen Nach­wuchses in Nordrhein-Westfalen. Mit 1.189 teilnehmenden Kindern und Ju­gendlichen in 687 Wertungsspielen be­legt der Wettbewerb eindrucksvoll die ungebrochene Faszination für das Mu­sizieren. Rund 40 Prozent der Talente stammen aus ländlichen Regionen so­wie Klein- und Mittelstädten – ein Zei­chen, dass die maßgeblich von den öf­fentlichen Musikschulen sowie enga­gierten Lehrkräften getragene Förde­rung des musikalischen Nachwuchses flächendeckend wirkt. 

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Ein musikalischer Wettbewerb dieser Dimension gleicht einem komplexen, doch fein gestimmten Instrument. Dortmund erwies sich dabei als Re­sonanzraum par excellence. Die Aus­tragungsorte – DORTMUND MUSIK, das Reinoldihaus mit dem Vokalmu­sikzentrum NRW, das Orchesterzen­trum NRW und der Jazzclub domicil – boten ideale Rahmenbedingungen. Auf den Fluren mischten sich Einspiel­klänge mit jener unverwechselbaren Atmosphäre aus nervösem Lampen­fieber und purer Vorfreude. 

Musikalisch bot das Wochenende ein vielfältiges Kaleidoskop auf enorm hohem Niveau, was die starke Durch­schnittswertung von rund 22 der 25 möglichen Punkte untermauert. Eine zentrale Rolle spielte auch das Mitei­nander: Über 60 Prozent der heraus­ragenden Leistungen wurden in En­sembles erzielt. Das zeigt, wie sehr ne­ben der solistischen Virtuosität – etwa bei den stark vertretenen Klavierwer­tungen – auch Teamgeist, gegenseitiges Zuhören und musikalische Kommuni­kation gefördert werden. 

Ein besonderer Höhepunkt war das „Konzert der Jüngsten“ im Orchester­zentrum NRW. Hier wurde die erstaun­liche Reife der jüngsten Talente der Al­tersgruppe II (bis 12 Jahre) erlebbar. Ob das fein abgestimmte Klarinetten­duett von Daguo Liu und Arslan Nu­rullin, die technische Brillanz von Toni Gu am Klavier, der im Interview mit dem Landesausschussvorsitzenden „Jugend musiziert“ Peter Nagy bereits eine verblüffend erwachsene Haltung an den Tag legte, oder die mitreißende Energie von Emily Paß am Drum-Set – die stilistische Bandbreite und musi­kalische Ernsthaftigkeit begeisterten. Die emotionale Überzeugungskraft der Auftritte wird noch lange nachklingen. 

Die Beratungsgespräche im An­schluss an die Wertungen erwiesen sich erneut als unverzichtbar. Es geht hier nicht um das bloße Rechtfertigen von Punkten, sondern um einen Dialog auf Augenhöhe, der individuelle Stär­ken hervorhebt und wertvolle Impulse liefert. 

Dass der Wettbewerb in der Träger­schaft des Landesmusikrats NRW den jungen Talenten eine so professionelle Bühne bieten kann, ist der verlässlichen Unterstützung durch das Mi­nisterium für Kultur und Wissenschaft sowie durch die Sparkassen in NRW zu verdanken. Für 292 junge Musike­rinnen und Musiker – darunter 69 So­listinnen und Solisten sowie 223 En­semble-Mitglieder – richtet sich der Blick nun auf den Bundeswettbewerb.

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