Die VdM-Geschäftsstellenkonferenz fand dieses Jahr in der Fontane-Stadt Neuruppin statt. Ausgerichtet wurde sie am 17. September 2026 vom Verband der Musik- und Kunstschulen (VdMK) im Vorfeld der Fachtagung des Landesverbandes zum Thema „Veränderte Kindheit – Neue Pädagogik? Musikalisch-künstlerische Bildung heute“ (siehe Bericht auf dieser Seite).
Geschäftsstellenkonferenz des VdM in Neuruppin. V.l.n.r: Dr. Teresa Smalla-Pickavé, Tom-Marvoin Pohl, Dr. Rhea Richter, Franziska Vorberger, Raphael Amend, Dirk Mühlenhaus, Winnetou Sosa, Dr. Christian Reineke, Jessica Dietz, Andreas Brandes, Heinrich Korthöber, Klaus Bredl und Matthias
Edeler. Foto: Markus Brückner/VdM
Geschäftsstellenkonferenz des VdM in Neuruppin
In der Arbeitstagung konzentrierten sich die Landesgeschäftsführerinnen und -geschäf tsführer gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Raphael Amend und dessen Stellvertreter Dirk Mühlenhaus von der VdM-Bundesgeschäftsstelle auf eine Vielzahl von Themen, die die Musikschulen in ihren Landesverbänden betreffen. Diskutierte wurde über die politischen Herausforderungen durch die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen, die Notwendigkeit einer stärkeren Sichtbarkeit der Musikschulen sowie Strategien für politische Interessenvertretung. Es wurden Aktualisierungen zur „Allianz für musikalische Bildung“ von VdM, DMR und RKM, zur VdM-Initiative „Musikschule stärk, was uns verbindet!“ und zum bevorstehenden Musikschulkongress in Osnabrück vorgelegt. Die Teilnehmenden tauschten sich über die Mikado-Studie zum Fachkräftemangel ebenso aus, wie über administrative Themen wie Statistiken, Datenbankverwaltung und die Landesfinanzierungen. Weitere Themen waren das BSG-Urteil und der Stand der Umstellung auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, Kopierlizenzverträge und die Zukunft des LEOPOLD-Wettbewerbs. Es wurden Erfahrungen in der Mitgliederberatung ausgetauscht und über die Bedeutung von Wissenstransfer und Kommunikation innerhalb des Netzwerks von Landes- und Bundesverband diskutiert.
Nach dem langen Konferenztag bekamen die Teilnehmenden am Abend ein gelungenes Beispiel sozialer und kultureller Teilhabe geboten. Das „Dream With Ensemble“ aus Südkorea brachte Auszüge aus Mozarts Kleiner Nachtmusik oder auch Bachs Brandenburgischer Konzerte in neuen Arrangements auf die Bühne, widmete sich zeitlosen Songs aus Filmmusik und Pop und hatte überraschende Neuinterpretationen von K-Pop-Songs im Gepäck.
Die Profi-Musiker mit geistiger Beeinträchtigung realisieren seit ihrer Gründung die Idee von Selbstverwirklichung und sozialer und kultureller Teilhabe. Das Ensemble mit der Besetzung Klarinette, Bass-Klarinette, Alt- und Tenorsaxofon und E-Gitarre verbindet künstlerische Qualität mit einer starken Botschaft für musikalische Inklusion und konzertierte bereits im Seoul Arts Center sowie bei den Vereinten Nationen in New York. Zum ersten Mal war nun dieses Partner-Ensemble des Konservatoriums Cottbus auch in Deutschland zu Gast (s. Artikel oben).
Im Anschluss an das Konzert diskutierte die Konferenzrunde mit Kristin Thielemann als externe Inputgeberin über die dynamischen politischen Umbrüche unserer Zeit und was dies sowohl für die Landesverbände wie auch für die Musikschulen bedeuten kann.
Am Morgen des 18. September besuchten die Landesgeschäftsführerinnen und -geschäftsführer den Auftakt der VdMK-Fachtagung und konnten sowohl dem Vortrag von Renate Reitinger, Professorin an der Hochschule für Musik Nürnberg, über „Gesellschaftliche Verantwortung in der Musik- und Kunstschulpädagogik“ folgen wie auch dem Impuls von Hans- Joachim Rieß (ehemaliger Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen) mit anschließender Podiumsdiskussion.
Im nächsten Jahr treffen sich die Geschäftsführenden und Geschäftsstellenleitenden mit der Bundesgeschäftsführung im Landesverband Hessen.
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