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Das koreanische „Dream With Ensemble“ begeisterte mit seinen Auftritten bei der Fachtagung „ Veränderte Kindheit – neue Pädagogik“ des VdMK. Foto: Uwe Hauth

Das koreanische „Dream With Ensemble“ begeisterte mit seinen Auftritten bei der Fachtagung „ Veränderte Kindheit – neue Pädagogik“ des VdMK. Foto: Uwe Hauth

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Musikalisch-künstlerische Bildung heute

Untertitel
Fachtagung der Musik- und Kunstschulen Brandenburg: Veränderte Kindheit – neue Pädagogik?
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Wie gestaltet sich die Bildung von mor­gen an Musik- und Kunstschulen? Un­ter dem Titel „Veränderte Kindheit – neue Pädagogik?“ widmete sich die 13. Fachtagung des Verbands der Mu­sik- und Kunstschulen Brandenburg (VdMK) den Fragen, wie wir in Zeiten gesellschaftlicher, technologischer und institutioneller Umbrüche Verantwor­tung teilen, Pädagogik neu denken und gemeinsam handlungsfähig bleiben können. 

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Zu der Tagung kamen am 18./19. September 200 Pädagoginnen und Pädagogen aus den Musik- und Kunstschulen Brandenburgs in Neuruppin zusammen und diskutierten in den Workshop-Panels, wie Bildung in den öffentlichen Musik- und Kunst­schulen gestaltet werden kann – für die Breiten- und Begabtenförderung und in allen künstlerischen Sparten. 30 Dozen­tinnen und Dozenten aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland gaben vielfältige Anregungen in den Workshops, Fishbowl-Sessions und Diskussionen. 

Die Themenbreite der Workshops spiegelte dabei die gesamte Vielfalt der künstlerischen Sparten wider, die an Musik- und Kunstschulen in Branden­burg heute gelehrt wird: von Hip-Hop- Tanz bis Brass Campus, von improvi­sierten Live-Arrangements bis Songbe­gleitung. Expertinnen und Experten für Fachdidaktik aus Hochschulen und aus der Praxis waren zu Gast. Das Prüfen und Bewerten künstlerischer Leistun­gen, eine konstruktive Feedback-Kul­tur und effektives Üben waren ebenfalls stark nachgefragte Workshop-Angebote. 

Kultur-Staatssekretär Tobias Dünow betonte in seiner Eingangsrede die ge­sellschaftliche Bedeutung öffentlicher Musik- und Kunstschulen für das Bil­dungssystem insgesamt und er disku­tierte anschließend mit Vertreterinnen und Vertretern der Musik- und Kunst­schulen die gesellschaftliche Rolle der Bildungseinrichtungen in unruhigen Zeiten. 

Die öffentlichen Musik- und Kunst­schulen bewegen sich heute im Span­nungsfeld künstlerischer Idealvorstel­lungen, gesellschaftspolitischer Er­wartungen und oft schwierigster wirt­schaftlicher Rahmenbedingungen. Das Recht auf freie Persönlichkeitsentfal­tung findet seine Entsprechung darin, dass Musizieren und eigenes künstle­risches Tun stark machen für ein ge­lingendes Leben. 

Impulse der Keynote-Speaker wie Renate Reitinger, Katrin-Uta Ringger, Hans-Joachim Rieß, Kristin Thiele­mann und Joachim Penzel eröffneten vielfältige Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen und Chancen. Im Zentrum stand auch der Beitrag der musikalisch-künstlerischen Bildung zur Förderung von Kindern und Jugend­lichen: Sie unterstützt Selbstvertrauen, Resilienz und Selbstwirksamkeitserfah­rungen durch kreatives Tun. Kreativität zählt zu den zentralen Zukunftskom­petenzen (OECD-Lernkompass 2030). Konzentrationsfähigkeit fällt Kindern zunehmend schwerer. Mit gezielten Übungen zu exekutiven Funktionen im Musikunterricht erleben Kinder die positiven Effekte unmittelbar im eige­nen künstlerischen Schaffen und schu­len nebenbei auch ihre Konzentration. Und inwiefern können Gamification- Elemente im Unterricht eine Brücke sein, die dazu anspornt, dranzubleiben und über sich hinauszuwachsen? 

Die gastgebende Jugendkunstschule Neuruppin und die Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin stellten ihre Nach­wuchs-Ensembles aus den Bereichen Tanz und Musik vor und betonten dabei die Chancen und Herausforderungen für den Ensembleaufbau im ländlichen Raum. 

Außerdem war das koreanische „Dream With Ensemble“ auf Initiati­ve der brandenburgischen Musikschu­len zu Gast. Die Profimusiker mit einer Entwicklungsbeeinträchtigung begeis­terten in ihren Gastauftritten mit zeit­losen Songs aus Filmmusik und Pop bis zu klassischen Werken. 

Die Tagung bot erneut Raum für Austausch, Vernetzung und gemein­sames Weiterdenken. Eine Schlüssel­rolle haben dabei die Fachgruppen, die die Erfahrungen im Kollegium teilen und weitergeben. Und sie sind wiede­rum in einem partizipativen Prozess an der Entwicklung des Programms künf­tiger Tagungen und Fortbildungen im Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg beteiligt. 

Zum Rückblick auf die Tagung: www. vdmk-brandenburg.de/page/fachta­gung-veraenderte-kindheit-neue-pae­dagogik-2026.

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