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Die Halbzeitbroschüre des VdM zu „MusikLeben 3”

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„Kultur macht stark“ – Bilanz und Ausblick

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Gelingensbedingungen von „Kultur macht stark“-Projekten im Ganztag im Fokus
Vorspann / Teaser

Am 6. November 2025 lud der Ver­band deutscher Musikschulen (VdM) gemeinsam mit dem Projektteam von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bil­dung“ zur digitalen Halbzeitkonferenz ein. Nach der ersten Hälfte der aktu­ellen Förderphase (bis 2027) bot die Veranstaltung Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und Perspektiven zu diskutie­ren. Der VdM ist seit 2023 bereits zum dritten Mal Programmpartner und will sich auch künftig für kulturelle Bildung und Teilhabe engagieren, sollte das Programm ab 2028 fortgesetzt wer­den. 

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So betonte es auch Stefan Prophet, Direktor von DORTMUND MUSIK und Mitglied der VdM-Jury, zu Be­ginn der Halbzeitkonferenz bei seiner Begrüßung. Anschließend unter­strich der Bundesvorsitzende des VdM, Friedrich-Koh Dolge, dass sich der VdM seit Beginn als verlässlicher Part­ner bei der Umsetzung des Bundespro­gramms erweist. Seit dem Start von „Kultur macht stark“ gibt der Verband die Förderung aus Bundesmitteln an die Musikschulen weiter, damit sie vor Ort musikalische Projekte für Kinder und Jugendliche entwickeln und reali­sieren. Auf diese Weise wurden seit 2023 mehr als 10 Millionen Euro ver­ausgabt und rund 23.000 junge Men­schen in Risikolagen erreicht. 

Die Konferenz fokussierte auf das Thema Ganztag, da in der dritten För­derphase erstmals Projekte im Ganz­tag förderfähig sind. Passend dazu stellte Projektleiter Dirk Mühlenhaus die neue Halbzeitbroschüre vor. Sie enthält Fachbeiträge zu Themen wie Schutzkonzept, Demokratieförderung sowie Praxisbeispiele kreativer Ange­bote, zudem liefert sie Evaluationser­gebnisse. Die Publikation kann kosten­los beim VdM bestellt werden. 

Vera Götte (Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW) betonte in ihrem Im­pulsvortrag, dass vielfältige Angebote im Ganztag Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung fördern und damit Chancen auf gesellschaft­liche Teilhabe und Bildungsgerechtig­keit erhöhen. Erfolgreiche Konzepte sollten sich an den Bedarfen der Kin­der und Jugendlichen vor Ort orientie­ren. Serviceagenturen wie Ganztags­bildung NRS (SAG) und kommunale Qualitätszirkel können bei der Suche nach geeigneten Bündnispartnern un­terstützen. 

In der anschließenden Diskussion mit Vera Götte, Friedrich-Koh Dolge und Alfred Schulze-Aulenkamp (Landes­verband der Musikschulen in NRW, Moderation) ging es um Gelingensbe­dingungen von „Kultur macht stark“- Projekten im Ganztag – etwa in puncto Nachhaltigkeit und dem Einsatz multi­professioneller Teams. Wie Friedrich- Koh Dolge ausführte, ist es wünschens­wert, die durch Programme wie „Kul­tur macht stark“ angestoßenen Pro­zesse in institutionalisierte Formen zu gießen und damit zu verstetigen. Als Ziel wurde formuliert, kommunale Bil­dungslandschaften als zukunftsfähiges Modell des Ganztags zu entwickeln. Ab 2026 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf einen Ganztagsplatz für Grund­schulkinder. Hilfreich war in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die vom Ministerium für Kultur und Wis­senschaft in NRW vergebene „Sonder­zulage Ganztag“, die sich als Anstoß­finanzierung zur Schaffung von Rah­menbedingungen für die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren ver­steht. Gerlinde Janschitz vom Deut­schen Jugendinstitut beleuchtete in ihrem Vortrag über finanzielle Risiko­lagen von Kindern und Jugendlichen den Zusammenhang von Armut und Bildungsbenachteiligung: 2024 lebten 15,2 Prozent der unter 18-Jährigen in armutsgefährdeten Haushalten (über 2,2 Mio. Kinder). Fehlende soziale In­frastruktur wie Sportanlagen oder Ju­gendzentren in ihren Wohnquartieren und Kostenbarrieren erschweren ihre aktive Teilhabe. Abhilfe ermöglichen Programme wie „Kultur macht stark“, indem sie niedrigschwellige Zugänge zu kultureller Bildung schaffen und dadurch kommunale Armutspräventi­on unterstützen. Der Ganztag eröffnet neue Chancen durch die Verzahnung formaler und non-formaler Angebote. Zentral ist dabei, wie die unterschied­lichen Akteure ihre Ziele und Metho­den aufeinander abstimmen, um eine ganzheitliche Förderung sicherzustel­len. 

Ein Höhepunkt der Halbzeitkonfe­renz war die Verleihung des „Best Practice“-Preises durch den Jury-Vor­sitzenden Volker Gerland. Acht Pro­jekte wurden ausgezeichnet, etwa der „Orgel-Workshop“ (Berlin), „Drum­Werk“ (Kaiserslautern) und „beYOU­tiful Sound 2“ (Baumgartmusik Ham­burg). Musikschulen aus Hamm, Höx­ter und Chemnitz präsentierten ihre Projekte mit eindrucksvollen Video­einblicken. 

Das Fazit der Online-Veranstaltung fiel positiv aus. Nun richtet sich der Blick auf die zweite Hälfte der aktu­ellen Förderphase und die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Programms ab 2028 als „MusikLeben 4“. Die On­line-Halbzeitkonferenz wurde veran­staltet vom Projektbüro des VdM im Rahmen des Förderprogramms „Bünd­nisse für Bildung. Kultur macht stark“ (2023-2027). Die Dokumentation ist auf der Projekthomepage unter www. vdm-musikleben.de abrufbar. 

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