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Musikschule stärkt, was uns verbindet!

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VdM startete die bundesweite Initiative zur Stärkung der öffentlichen Musikschulen in Deutschland
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Mit der bundesweiten Initiative „Mu­sikschule stärkt, was uns verbindet!“ setzt der Verband deutscher Musikschu­len (VdM) ein deutliches Signal für die gesellschaftliche, politische und öf­fentliche Bedeutung öffentlicher Mu­sikschulen. Der Startschuss für die ge­meinsame Dachinitiative von Bundes­verband und Landesverbänden fiel im Rahmen der Hauptarbeitstagung des VdM in Erfurt. 

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Die Initiative soll sichtbar machen, dass öffentliche Musikschulen seit Jahrzehnten Orte der Bil­dung, der Kultur, der Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammen­halts sind. Als sogenannte Dritte Orte bringen sie Menschen unterschiedlicher Generationen, kultureller Prägungen und sozialer Hintergründe zusammen. Damit schaffen sie Räume der Begeg­nung und leisten zugleich einen wich­tigen Beitrag zur Demokratieförderung. 

Im Zentrum der Initiative steht das Ziel, öffentliche Musikschulen dau­erhaft als systemrelevante Bildungs-und Kulturinstitutionen zu stärken. Da­bei geht es nicht allein um öffentliche Wahrnehmung, sondern auch um kon­krete politische und strukturelle Fra­gen wie die Sicherung kommunaler und staatlicher Finanzierung, die Stärkung des Berufsbildes der Musikschullehr­kräfte, mehr politische Rückendeckung in Krisenzeiten sowie die Stabilisierung der Musikschullandschaft in allen Kom­munen und Bundesländern. 

„Musikschule stärkt, was uns verbin­det. Dieser Satz ist für uns kein Werbe­spruch, sondern Ausdruck dessen, was öffentliche Musikschulen täglich leisten: Sie ermöglichen Begegnung, fördern Teilhabe und geben jungen Menschen Orientierung. Mit dieser Initiative stär­ken wir ihre Sichtbarkeit und ihre poli­tische Bedeutung“, sagte der VdM-Bun­desvorsitzende Friedrich-Koh Dolge. 

Dass die Initiative bei der Hauptar­beitstagung in Erfurt gestartet wurde, versteht der VdM als bewusst gesetztes Signal. „In genau diese Arbeitslogik fügt sich auch unsere Initiative ‚Musik­schule stärkt, was uns verbindet!‘ ein. Dass wir sie heute in Erfurt auf den Weg bringen, ist kein beiläufiger Pro­grammpunkt, sondern ein bewusst ge­setztes Zeichen. Diese Initiative ist mehr als eine Kampagne. Sie ist eine gemein­same bundesweite Dachinitiative von Bundesverband und Landesverbänden. Sie unterstreicht, dass öffentliche Mu­sikschulen keine Nische sind, sondern unverzichtbare Orte von Bildung, Kul­tur, Teilhabe und gesellschaftlichem Zu­sammenhalt!“, so Dolge. 

Die Zukunft öffentlicher Musikschu­len sei dabei eine Aufgabe, die weit über den Kulturbereich hinausreiche. „Wer kulturelle Bildung stärken will, muss sie strukturell stärken. Wer Teil­habe will, muss Zugänge sichern. Wer Qualität will, muss Verlässlichkeit schaffen. Und wer Fachkräfte gewin­nen will, muss die Bedingungen schaf­fen, unter denen der Beruf der Musik­schullehrkräfte auch als Zukunftsberuf von jungen Menschen wahrgenommen werden kann“, so Dolge. Dafür brau­che es verlässliche politische Unter­stützung, tragfähige Finanzierung, at­traktive Berufsbedingungen und starke Bündnisse für musikalische Bildung in Deutschland. 

Besonders vor dem Hintergrund an­gespannter öffentlicher Haushalte ge­winnt die Initiative nach Einschätzung des Verbandes zusätzliches Gewicht. „Gerade unter den Bedingungen einer sich verschärfenden Haushaltskrise der öffentlichen Hand ist diese Klarstel­lung von besonderem Gewicht. Denn wo finanzieller Druck wächst, wächst auch die Gefahr, dass die strukturelle Bedeutung öffentlicher Musikschulen politisch unterschätzt wird. Wir wol­len mit der Initiative unsere politische Wirksamkeit erhöhen, das Berufsbild der Musikschullehrkräfte stärken, in­nere Geschlossenheit fördern und die öffentliche Wahrnehmung unserer Mu­sikschulen dauerhaft schärfen“, sagt der Bundesvorsitzende. 

Damit verbindet der VdM die Initia­tive ausdrücklich auch mit der Frage der Fachkräftesicherung. Ein Berufs­feld könne nur dann attraktiv für Nach­wuchskräfte bleiben, wenn es sichtbar, politisch gestützt und finanziell abgesi­chert sei. „Gerade im Hinblick auf die Fachkräftesicherung ist dies zentral. Denn ein Berufsfeld, das gesellschaft­lich zu wenig sichtbar, politisch zu we­nig gestützt und finanziell zu wenig abgesichert ist, wird auf Dauer auch für den Nachwuchs zu wenig attraktiv sein“, betonte Dolge. 

Die Initiative richtet sich an Politik und Verwaltung auf Bundes-, Landes-und Kommunalebene, an Bildungspart­ner, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Medi­en, Mitglieder des Verbandes sowie an die breite Öffentlichkeit. Zu den zentra­len Themen gehören Teilhabe, Bildung, Demokratie, Vielfalt, Zukunftskompe­tenzen, Fachkräftesicherung und der Eigenwert von Musik. 

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Frage, wie Musikschulen ihre Wir­kung noch deutlicher vermitteln kön­nen. Die Initiative will konkrete Beiträ­ge öffentlicher Musikschulen zu Per­sönlichkeitsentwicklung, Chancenge­rechtigkeit, Zusammenhalt, Resilienz, Integration und Inklusion sichtbar ma­chen. Zugleich soll das Bild der Mu­sikschule modernisiert werden, unter anderem durch eine stärkere digitale Präsenz und durch neue Allianzen mit Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Stiftungen. Im Mittelpunkt stehen da­bei auch Zukunftskompetenzen wie Kre­ativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken. 

Bei der Hauptarbeitstagung in Erfurt wurde die Initiative inhaltlich mit Er­gebnissen und Perspektiven der „Mi­KADO-Musik“-Studie verknüpft. In mehreren Fish Bowls diskutierten die Teilnehmenden Handlungsfelder für die Musikschulen vor Ort, für die Zu­sammenarbeit im Verband sowie den Auftrag in der Kooperation mit Stu­dieninstituten und in der Zusammen­arbeit mit der Politik. Die Ergebnisse der Diskussionen werden den Musik­schulen im VdM-Mitgliederbereich zur Verfügung gestellt und für die weitere Arbeit im Verband genutzt. 

Zur Unterstützung der Musikschu­len stellt der VdM den Mitgliedschulen im Verband und den Landesverbänden Materialien bereit, mit denen die Initi­ative vor Ort sichtbar gemacht werden kann. So sollen Musikschulen bundes­weit in die Lage versetzt werden, die gemeinsame Botschaft in ihre Kom­munen, Netzwerke und die Öffentlich­keit zu tragen. Die Initiative ist in meh­reren Phasen angelegt. Im April 2026 standen der politische und innerver­bandliche Auftakt sowie der offizielle Kampagnenstart bei der Hauptarbeits­tagung in Erfurt ebenso wie die Verab­schiedung von Grundsatzprogramm und Leitbild im Mittelpunkt, verbunden mit dem Ziel, Leitungen, Lehrkräfte, Eltern­vertretungen und Fördervereine intern zu aktivieren. Danach soll bis Frühjahr 2027 die öffentliche Sichtbarkeit aus­gebaut werden. Vorgesehen sind un­ter anderem Testimonials, Musikschul­touren, Social Media-Aktionswochen, landespolitische Platzierungen, Medi­enpartnerschaften und die Beteiligung prominenter Persönlichkeiten. Ab 2027 soll die Initiative dann dauerhaft poli­tisch verankert werden, etwa in Haus­haltsgesprächen, Wahlprogrammen und Förderprogrammen. Damit soll „Musik­schule stärkt, was uns verbindet!“ lang­fristig zur Dachmarke der bildungs- und kulturpolitischen Arbeit des VdM wer­den. Die Botschaft der Initiative lautet dabei, dass öffentliche Musikschulen unverzichtbare Orte für Bildung, Kul­tur, Teilhabe und Zusammenhalt sind. Wer sie stärkt, stärkt nicht nur musika­lische Bildung, sondern auch das Mitei­nander in einer vielfältigen demokrati­schen Gesellschaft.

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