GEMA: Schließungen, Entlassungen, der Aufsichtsrat feiert im Bayerischen Hof mit Krustentier und Schampus


(nmz) -
Was gema-seitig lange dementiert wurde, ist nun Tatsache. Die GEMA-Bezirksdirektionen in Augsburg, München und Hannover werden de facto dicht gemacht. Im Schalmeien-Jargon der GEMA wird von "Zusammenlegung" gezärtelt - ein schräger Euphemismus. 90 Arbeitsplätze dürften den "Kreativen" künftig erspart bleiben, weitere Entlassungen sind wahrscheinlich. Und während er dies bei einer Gegenstimme verkündete, feiert der Aufsichtsrat in Münchens Luxus-Hotel "Bayerischer Hof" mit Krustentier und Schampus die fröhliche Weihnachtszeit. Irgendwie pervers:
09.12.2009 - Von nmz - thg

Da schreddert man Sachkompetenz, regionale Nähe und "Kunden-Betreuung", dem bekannt kurzhubigen Taschenrechner-Horizont des Vorstands-Vorsitzenden Harald Heker gehorchend. Wirft die erst kürzlich (nmz10/09) blumig formulierten Sozial- und Kultur-Bekenntnisse geradewegs auf den Müll. Und gibt sich im ohnedies satten Kreis der Aufsichtsrätinnen und -Räte die Blöße, am gleichen Abend jede Menge Kreativen-Kohle zu verfressen und zu versaufen. Was das für ein Haufen selbstgerechten Philistertums.

Die GEMA ist offensichtlich auf dem gesellschaftlichen und inhaltlichen Niveau unserer "Bangster" etwas verspätet glücklich gelandet. Platsch und pfui Teufel. Da ist es nur verständlich, wenn sich weniger saturierte echte Kulturschaffende von diesem dekadenten Luxusdampfer verabschieden. Hoffentlich behält die Politik diesen moralisch offensichtlich maroden Laden in scharfer Beobachtung. Wer so unsensibel, so unsozial reagiert, sollte die Vertretung von Künstler-Interessen ein für alle Mal aufgeben und sich der Baby-Robbenfell-Beschaffung in Alaska widmen.

Der guten Ordnung halber die offizielle Presse-Sülze zum Thema:

München, 9. Dezember 2009. Der GEMA-Aufsichtsrat hat nach eingehender Prüfung die Zusammenlegung von Bezirksdirektionen aus wirtschaftlichen Gründen beschlossen. Es ist vorgesehen, die Bezirksdirektionen Augsburg mit Stuttgart in Stuttgart zusammenzulegen, München mit Nürnberg in Nürnberg und Hannover mit Hamburg in Hamburg.

„In dieser wirtschaftlich äußerst angespannten Zeit und insbesondere schwierigen Lage für den gesamten Musikmarkt“, so Jörg Evers, der Aufsichtsratsvorsitzende der GEMA, „sieht sich die GEMA als Treuhänderin ihrer Mitglieder verpflichtet, diese kostensenkenden Maßnahmen vorzunehmen. Es ist uns dabei sehr wichtig, dies so sozialverträglich wie möglich zu realisieren.“

Den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Weiterbeschäftigung an einem anderen Standort angeboten. Angesichts der heutigen Möglichkeiten moderner Kommunikations- und Administrationstechniken wird die Zusammenlegung der oben genannten Bezirksdirektionen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beitragen. Das Angebot und die Qualität der Dienstleistungen für GEMA-Kunden werden hierdurch nicht beeinträchtigt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Autorengesellschaft ist durch stetige Umsatzeinbrüche auf dem Musikmarkt beeinflusst und seit 2006 durch starke Rückgänge der Verteilungssumme für die GEMA-Mitglieder gekennzeichnet. Aktives Kostenmanagement ist daher notwendig. Bei der Prüfung und Planung der anstehenden Betriebsänderungen achtete der GEMA-Aufsichtsrat sorgfältig auf die Sozialverträglichkeit der Maßnahmen. Auf der Basis des Aufsichtsrats-Beschlusses erfolgt nun die Umsetzung der Zusammenlegung der genannten Bezirksdirektionen im Jahr 2010.

GEMA Stellenabbau

Naja, das passt doch wunderbar ins Bild unserer “neuen, modernen” Zeit.
Der Service der GEMA war vorher schon schlecht und wird durch diese Massnahme bestimmt nicht besser. Die verbliebenen Mitarbeiter müssen jetzt das wegarbeiten, was die andern gemacht haben. Wenn die nicht alle total unterbeschäftigt waren (wovon ich nun aus eigener erfahrung ausgehe), dann geht die bearbeitung noch langsamer.
Ein gutes Argument, sodass der GEMA-AR dann empfiehlt wieder mehr pauschaliert auszuschütten; selbstverständlich weils “billiger” ist und “nur zum Wohl der mitglieder”.
Zum Wohl einiger weniger ist der ganze plan schon, allerdings sitzen die im bayerischen hof. Wir und die 90 Ex-Mitarbeiter der GEMA sitzen dagegen draussen und dürfen das was wir als unbedeutende Deppen am besten dürfen: Dumm schaun…
…im nächsten Leben wird alles besser. Inshallah!


Stellenabbau bei der GEMA

Oh Herr vergib ihnen - Vorstand und Aufsichtsrat ( Zustimmrat) - denn sie wissen schon wieder nicht, was sie tun.
Und bitte, bitte oh Herr, lass endlich Hirn vom Himmel regnen und benetze damit die Häupter der GEMA Vorstände und Aufsichtsräte deren Einfälltigkeit nimmer zu ertragen wir bereit sind. 950 GEMA Mitarbeiter würden es dir, kniend , danken!
Aber gegen diese Arroganz, Ignoranz und Dummheit kämpfst du ,oh Herr, selbst vergebens !
Arroganz, Ignoranz und Dummheit auf der einen Seite und 950 mal hoher Sachverstand, Fleiß und Kreativität auf der anderen Seite die gegen vorgenannte ” Dreifaltigkeit ” ständig mit stumpfen Waffen kämpft.
Dies ist der ,mit weitem Abstand, unfähigste Vorstand den die GEMA je hervorgebracht hat. Wir, die GEMA Mitarbeiter schämen uns dafür.
Eines sei dem Vorstand ins Stammbuch geschrieben : “Es wird bei anhaltender Erfolglosigkeit immer zuerst der Trainer entlassen, nie die Mannschaft”.
Die GEMA liegt z.Z. auf einem Abstiegsplatz.


ohne Stil und Sachverstand

Es ist einfach unglaublich. 100 Mitarbeiter, die teilweise Jahrzehnte für die GEMA tätig sind, erfahren durch eine Kopie der Pressemitteilung!!! per E-Mail vom Verlust Ihres Arbeitsplatzes. Immerhin persönlich von Heker geschickt “mit den Besten Grüßen, Ihr Harald Heker” versteht sich. Einfach pervers! Nicht nur kaufmännisch weißt der “Kollege” Defizite auf, sondern auch menschlich. Warum hat er nicht gleich den betroffenen Mitarbeitern die weitere Planung detailliert mitgeteilt. Liegt doch alles schon seit Monaten im Schreibtisch. Und das sich der Aufsichtsrat so einen Mist diktieren läßt und abnickt, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ich möchte an dieser Stelle immerhin dem EINEN Aufsichtsratsmitglied ein Kompliment machen, welches dagegen gestimmt hat. Aber einer mit Sachverstand und Weitsicht reicht nicht. Die anderen 14 sollten mal den Sinn ihrer Tätigkeit hinterfragen. Normalerweise konrolliert der Aufsichtsrat den Vorstand, aber hier scheint es umgekehrt zu sein. Die Bezirke haben in diesem Jahr wieder mal ein Plus erwirtschaftet. Normalerweise reagiert und agiert man in den Bereichen, die starke Einbußen aufweisen, wo abzusehen ist, dass sich dies aufgrund der Marktentwiklung nicht ändern wird (Tonträgerverkäufe). Wenn man geistig nicht in der Lage ist, diese verantwortungsvolle Aufgabe eines Aufsichtsrats wahrzunehmen, sollte man sich lieber auf das pinseln von Noten beschränken. Wenn man sich mal ansieht, was der neue Vorstand seit Amtsantritt erreicht hat, was sieht man dann ? NICHTS! Nur Mist wurde produziert, intern wie auch extern. Sieht das niemand? Die Erträge sinken weiter, überall Baustellen, verunsicherte Mitarbeiter und den Herren fällt nichts anderes ein, als den Euter zu kappen, der noch Milch gibt. Bravo!


GEMA: Formulierungs-Hilfe gekauft

Dieser GEMA Vorstand ist ja nicht mal in der Lage die betreffende Pressemeldung selbst zu formulieren (na und die GEMA Pressestelle schon gar nicht ).
Dafür wurde dann mal wieder ein externes Beratungsteam angeheuert, worüber noch zu reden oder schreiben wäre.


MEGA Niedergang

Oh Herr, vergib ihnen NICHT … denn sie wissen genau was sie tun: Geld scheffeln für sich SELBST und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Weil die ja die Vorstände überhaupt nicht treffen, sondern erst einmal noch weiteren, dann sogar wieder neu erforderlichen “Handlungsbedarf” erklären lassen. Gar nicht schlecht, dass alles ganz nebenbei, von den wirklich selbst verursachten Problemen (z.B. der Software AIDS) wunderbar ablenkt. Umso härter wird es allerdings den Verein GEMA, die Mitarbeiter und die Mitglieder treffen. Auch die Kunden können mit “modernem” Service einiges erwarten. In wenigen Jahren, falls dann Verärgerte im Aufsichtsrat den Schaden, trotz aller statistischen Verschleierungen, doch noch bemerken sollten, werden diese vorständigen Herren mit vollen Taschen einfach verschwinden und (wie üblich) einen scheußlichen Scherbenhaufen zurücklassen.


Verlogenheit

Hat eigentlich schon mal einer daran gedacht, dass Kreile und Schulze hier über Jahrzehnte eine Luxusbürokratie aufgebaut haben, die sich nicht unbedingt durch Effizienz auszeichnet und sich teilweise nur mit sich selbst beschäftigt?

Der Gipfel der Verlogenheit ist aber die Behauptung, dass sich alle 950 Mitarbeiter durch hoher Sachverstand, Fleiß und Kreativität auszeichnen. Bei einem Unternehmen dieser Größe kann man davon ausgehen, dass ein Drittel aller Mitarbeiter sich in keiner Weise durch sonderliche Kompetenz und Leistungsbereitschaft auszeichnen. Dass die GEMA hier eine absolute Ausnahme darstellt, lässt sich durch nichts begründen.


Besonders zielführend

ist nur, dass hier eben die Spitze der Highperformer der Bezirksdirektionen zerlegt wird. Die Leistungsbereitsschaft
der Mitarbeiter, die künftig täglich 4-5 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen, um zum neuen Arbeitsplatz zu gelangen (und hierfür “sozialverträgliche” Zeitgutschriften erhalten), wird durch diese Maßnahme sicherlich noch weiter steigen. Auch die Wirtschaftlichkeit des Vereins wird sicherlich zunehmen …


Selbstüberschätzung der Bezirksdirektionen

Die Bezirksdirektionen leiden einfach unter grandioser Selbstüberschätzung. Klar ist das Aufkommen gestiegen, aber das hat nichts mit der Arbeit der Bezirksdirektionen zu tun, das ist ihnen einfach durch veränderte Marktbedingungen in den Schoß gefallen. Vor allem die Direktoren halten sich doch für kleine Könige in ihrem Reich, wohlgemerkt mit üppigem Salär, Dienstwagen etc.


Selbstüberschätzung der Bezirksdirektionen...

…also diese Aussage kann man so nicht stehen lassen. Das die Bezirke stets steigende Erträge aufweisen liegt gewiss nicht an veränderten Marktbedingungen. Der Markt ist nämlich schwieriger geworden. Um immer wieder Steigerungen zu erzielen, muss sich (fast…) jeder Mitarbeiter Tag für Tag bemühen, nicht gemeldete Nutzungen festzustellen, Falschmeldungen aufzudecken und und und. Die Bezirke haben im Gegensatz zur Dir. Industrie oder Rundfunk eine Vielzahl von Kleinkunden/Vorgängen zu bearbeiten. Und das wird mit weniger Personal nach hinten losgehen. Ist mir aber auch inzwischen egal. Ich verbringe meine Zeit nun lieber damit zu überlegen, was ich mit der MEGA Abfindung anstelle :-)

Servus!


Lieber “Genießer”, so

Lieber “Genießer”,

so wie Sie hier gegen Ihre Kollegen in der Direktion Industrie wettern, zeigt leider daß Sie keine Ahnung haben und deswegen nicht gerade ein glühendes Beispiel für einen kompetenten Mitarbeiter der GEMA sind.

Wissen Sie eigentlich wieviele bzw. besser gesagt wie wenige Mitarbeiter in der Direktion Industrie (Tonträgerlizenzierung) das Inkasso machen?! Wenn in der Direktion Industrie auch nur ein Viertel der 90 Mitarbeiter die nun in Ihrem Bereich entlassen werden, sitzen würden, dann hätte diese Direktion keine Probleme mehr.

Fakt ist, dass das Aussendienstgeschäft nun einmal sehr personal & kostenintensiv (weil kontroll-intensiv) ist. Das Unternehmen GEMA hat sich nun entschieden im Aussendienstbereich nicht mehr so intensiv aktiv zu sein. Das wird sicherlich auch negative Auswirkungen haben.

Dass Sie persönlich betroffen sind, ist schlimm. Indem Sie Ihrem Frust gegen andere Kollegen in Ihrem Unternehmen loslassen, schaden Sie jedoch nur allen GEMA-Mitarbeitern.


Genau hier bei den

Genau hier bei den Bezirksdirektoren hätte man mal mit den Sparmaßnahmen beginnen müssen.
Wie hier schon erwähnt, der dicke Dienstwagen, aber auch die Kreditkarte mit der man so schön jeden Mittag einen bestimmten Personenkreis zum Essen einladen kann.
Da meint wirklich der ein oder andere Herr dass er überhaupt die wichtigste Person einer BD ist.


die Gema war mit weitem

die Gema war mit weitem Abstand die Weltweit führende Verwertungsgesellschaft unter der Leitung vom ” General ” und von Prof. Kreile . Dies alles bei einem Kostensatz um den uns vergleichbare Institutionen beneidet haben, ohne ” Hauptstadt ” Büro mit Außenstelle in Brüssel, ohne Presse-und Marketingabt., ohne ,sich die Klinke in die Hand gebende Heerscharen von Unternehmensberatungen, ohne inflationäre Direktoren Ernennungen, und ohne Aida !!!!
oder besser- vielleicht gerade deshalb hat alles nahezu reibungslos funktioniert.
Einzig basierend auf Sachverstand ,Fachkompetenz, Leistungsbereitschaft eines jeden einzelnen Gema Mitarbeiters.
Ist Ihnen dies Begründung genug ? falls nicht, besuchen Sie doch einfach mal einige Gema Betriebsstätten ( solange noch vorhanden) und bilden sich Ihre Meinung vor Ort. Die Mitarbeiter würden sich sicher freuen Sie einmal persönlich kennen zu lernen.
Oder sollte ich Ihnen damit zu viel an Mühsal zumuten und Sie geben lieber Ihren bequemen Pauschalisierungen hin.


Feingefühl

Danke auch an die Aufsichtsräte, die sich von uns Mitarbeitern vorm GEMA-Gebäude so nett mit “Fröhliche Weihnacht” verabschiedet haben. Das hat uns sehr gefreut und richtig gut getan!! Schon schön, wenn die Entscheidungsträger den Betroffenen dermaßen rücksichtsvoll, sensibel und respektvoll begegnen!


alles super!

Ich weiß nicht, was Ihr alle habt…Die GEMA wird in den nächsten Jahren Rekordergebnisse erzielen, die Mitarbeiter bekommen jeweils 50.-100 tsd. EUR netto Schmerzensgeld, die Aufsichtsräte sind sattgefressen, der Vorstand glänzt durch Kompetenz und ein haufen Langzeitarbeitslose wird von der Strasse geholt um die “neuen” Bezirke aufzufüllen. Ich weiß nicht was es da zu meckern gibt ;-)


GEMA: Weitere Zusammenlegungen in 2011 !!!!!

Im Jahr 2011 geht der Wahnsinn weiter. Die Außendienstbuchhaltung in Wiesbaden soll nach München verlegt werden. Der Ablauf ist identisch und die Schreiben inhaltlich ebenso wie bei der 3 Bezirksdirektionen. (Erst Info über Beauftragung des Vorstandes durch den Aufsichtsrat, diese Sache zu prüfen, dann kommt ein Angebot zur Weiterbeschäftigung ca. im Dezember/Januar und im März dann die Änderungskündigung).

Mal sehen, was als nächstes kommt…


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